Chinas neuer Vorstoß nach Europa sorgt für großes Interesse, nicht nur bei den Medien. Der gefällig gestaltete Qoros lockt auch die Industrie in Scharen an. Während der auto motor und sport-Sitzprobe in der neuen Limousine aus dem Reich der Mitte schaute auch Porsche-Chef Matthias Müller durchs Seitenfenster.
Qoros 3 mit noch bescheidenem Finish
Dort kann er ein ordentlich gestaltetes Cockpit sehen, wenn auch die nüchtern gestalteten Armaturenträger und Konsole nicht unbedingt der aktuellen Mode entsprechen. Das tut aber die Dockingstation fürs Smart-Phone vor dem Automatik-Wählhebel. Deren Funktionen lassen sich auf einem großzügigen Touchscreen bedienen. Die Andockstation ist wie die Bedienelemente am Lenkrad ziemlich wackelig montiert. Es handelt sich bei unserem Qoros 3 eben noch um ein Vorserien-Auto.
Das Lenkrad ist wie die angenehmen Sitze beledert und dazu unten abgeflacht wie bei einem Rennauto. Das erleichtert das Einsteigen, interessant dürfte es beim Kurbeln in Parklücken werden. Trotz dunkler Kunststoffflächen im Innenraum kommt keine Tristesse auf, dafür sorgen ein wenig Klavierlack-Optik und Alu-Zierleisten, vor allem aber der helle Stoff an den Dachsäulen und am Dachhimmel. Die vorgestellte Version mit Schiebedach schränkt allerdings die Kopffreiheit für größere Fahrgäste ein.
Der Chinese von Welt sitzt im Stadtverkehrsgewühle von Peking gern hinten und lässt sich fahren. Die Rückbank ist komfortabel, die Beinfreiheit angenehm. Allerdings sind die Vordersitze so tief angebracht, dass die Füße kaum darunter zu bringen sind. Pluspunkte sammelt der Qoros mit den Einbuchtungen in den Vordersitzlehnen, in denen sich entweder spitze Knie, vor allem aber Tablett-PC oder Lesestoff bequem verstauen lässt. Apropos Stauraum: Der Kofferraum ist ein tiefer Schlund und bietet reichlich Platz.






