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Sitzprobe Spyker B6 auf dem Autosalon in Genf

Ein weiterer Versuch

Spyker B6 Venator Sitzprobe Jens Dralle Foto: Spyker 20 Bilder

Obwohl mit 125.000 Euro nur rund halb so teuer wie die bisherigen Sportwagen der Niederländer, will der B6 nicht einfach nur ein Porsche 911 oder Aston Martin Vantage-Konkurrent sein. auto motor und sport suchte im Cockpit nach der Bestimmung des Zweisitzers.

13.03.2013 Jens Dralle

Wie der Geschäftsführer von Spyker, der redegewandte, gescheiterte Saab-Retter Victor Muller, beherrscht auch seine neueste Kreation die große Show. Weiches, edel abgestepptes Leder, scheinbar aus dem vollen gefräste Pedale, ein poliertes, offenliegendes Schaltgestänge – wow, das können nicht viele. Außer dem nur leidlich bekannten, aber doppelt so teuren Spyker Aileron, von dem noch rund 50 Exemplare entstehen sollen.

Spyker B6 will alltagstauglicher Exot sein

Der neue Spyker B6 dagegen könnte in der ersten Jahreshälfte im niederländischen Zeewalde in rund 250 Einheiten pro Jahr gebaut werden. Derzeit verhandelt Muller noch mit Lieferanten, beispielsweise für den Antriebsstrang. Vielleicht Audi, wie schon bei Aileron? Nein, das wohl nicht. Stattdessen sucht er "nicht nur jemand, der uns einen Motor verkauft, sondern mit dem wir als Partner zusammen arbeiten können". Woher der angeblich im Prototyp verbaute V6-Saugmotor stammt, will er dennoch nicht verraten.

Und auch sonst gibt sich Muller eher zugeknöpft, weiß aber, dass potenzielle Kunden ganz andere Kaliber gewohnt sind. "Die fahren bereits einen Carrera GT oder einen Vanquish und suchen einfach ein weniger radikales, voll alltagstaugliches Modell, das nicht jeder hat", sagt Muller. Tatsächlich fällt der Spyker B6 auf, glänzt mit viel poliertem Metall, aber auch mit einer ordentlichen Sitzposition und einem durchaus bequemen Einstieg. Aufgrund des großen Glasdaches ergibt sich sogar ein prima Raumgefühl statt der in diesem Segment sonst üblichen höhlenartigen Enge. Jetzt bleibt nur noch die Frage, ob er tatsächlich jemals die Gelegenheit zur großen Show abseits einer Messe bekommen wird.

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