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Sitzprobe VW Caddy (2015)

Der Mehrgenerationen-Würfel

VW Caddy Sitzprobe Foto: Achim Hartmann 35 Bilder

Mit der Markteinführung im Juni 2015 schickt VW Nutzfahrzeuge den Caddy in die vierte Modellgeneration. Was 1978 als rumpeliger Pickup-Golf begann, ist längst ein echter Millionenseller im VW-Portfolio. Und eine feste Größe im Mobilitätskonzept von Familien, Freizeisportlern und kleinen Handwerksbetrieben. Wir haben uns den umfassend renovierten Mehrgenerationen-Würfel vorab angesehen.

04.02.2015 Uli Baumann, Jochen Knecht

Neuer VW Caddy ein Vorbote des T6?

Selbstdarsteller und Menschen mit ausgeprägtem Statusbewusstsein dürfen bereits an dieser Stelle gerne aus dem Text aussteigen. Für euch gibt’s hier nichts zu sehen. Zugegeben, das ist für Nutzfahrzeug-Fans keine allzu große Überraschung. So ein Modellzyklus dauert gerne mal über zehn Jahre. Ein gut abgehangener Multivan zum Beispiel, hat auch im letzten, natürlich zweistelligen Modelljahr, das Zeug zum Bestseller und Best-Cars-Dauersieger.

Seite 2: VW Caddy-Neuvorstellung: Alle Daten und Fakten

Haltbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Praktikabilität. Darauf kommt’s an. Auf schnelllebige Designtrends und Hightech-Spielereien eher weniger. Heißt für die vierte Caddy-Generation: alles wie gehabt. Nur ein bisschen hübscher. Ein klassisches Facelift eben. Und so etwas wie die Blaupause für den nächsten VW T6? Dazu schweigen sie bei VW weiterhin beharrlich.

Caddy-Highline fühlt sich nicht wie Nutzfahrzeug an

Wir hatten bei der Weltpremiere in der Nachbarschaft des polnischen Caddy-Werks Poznan die Gelegenheit, der edelsten Pkw-Version Highline einen Besuch abzustatten. Die bringt serienmäßig so ziemlich alles mit, was man als Familie unterwegs gerne um sich hat. Neben allerlei Chrom gehören dazu auch Kunstleder-Türverkleidungen, Leder- und Alcantara, Multifunktionslenkrad, Regensensor, zwei Schiebetüren, Klimaautomatik, Parkpiepser hinten, Dachreling in Wagenfarbe, Alurädern, getönten Seitenscheiben, Sitzheizung vorne, Radio mit CD-Player, seitlichen Airbag-Vorhängen und eine Müdigkeitserkennung.

Klingt so gar nicht nach Nutzfahrzeug. Und fühlt sich auch definitiv nicht so an. Abgesehen vom harten Kunststoff im Cockpit, würden die Einbauten auch jedem Familienvan ohne Nutzfahrzeug-Stammbaum gut zu Gesicht stehen. Vor allem die vielen, zum Teil riesigen Ablagefächer sind eine wirklich gute Sache. Punktabzug gibt’s für die nach wie vor über dem Radio/Entertainment-System angeordneten Bedienelemente für Lüftung bzw. Klimaanlage. Ergonomisch keine Glanzleistung. Stillstand statt Evolution auch bei der Flexibilität der hinteren Sitze. Die lassen sich zwar wie gehabt eins zu zwei Umklappen, falten und Ausbauen. Drei Einzelsitze gibt's im Fond aber auch beim neuen Caddy ebenso wenig wie die Möglichkeit, das Gestühl zu verschieben. Da ist die Konkurrenz längst weiter.

Basisausstattung gewohnt mager

Wer’s kuschelig haben möchte, braucht auch beim Caddy ordentlich Luft im Budget. Die finalen Highline-Preise stehen noch nicht fest. Mit Blick auf das Ausstattungsplus der neuen Generation sollten Highline-Freunde aber locker 28.000 Euro einplanen. Das wären rund 600 Euro mehr, als fürs aktuelle Highline-Modell fällig werden. Die neue Basisversion "Conceptline" gibt’s als Pkw-Version für 18.244 Euro. Ausstattung? Gewohnt mager. Kein Radio, nur eine Schiebetür, keine Seiten- und Vorhang-Airbags, keine Klimaanlage. Die absolute Würfel-Grundausstattung. Immerhin: Zwei Mal Isofix hinten, Tempomat und das Sicherheitssystem "Front Assist" mit City-Notbremsfunktion, die bei Geschwindigkeiten bis 30 km/h Hindernisse erkennt und das Fahrzeug abbremst, sind Serie.

Serienmäßig beeindruckend: die Alltagstauglichkeit, die so ein Caddy (bzw. praktisch alle Hochdach-Kombis) mit an Bord haben. Heißt vor allem: Schiebetüren. Ein Segen, nicht nur für Familienväter. Dazu kommen der flache Einstieg, der ebene Ladeboden und die klapp-, falt- und ausbaubaren Sitze im Fond. Wer zu fünft reist, kriegt auch ohne den Maxi zu buchen, im Gepäckraum locker alles unter, was Man, Frau, Kind, Kind, Kind und vielleicht sogar Hund für 14 Tage auf dem Campingplatz brauchen. Wer ohne Familienanhang reist, kriegt gefühlt den kompletten Fahrradkeller unter. Platz ist Luxus!

Fazit

Der VW Caddy ist im Kern gesund. Und deshalb so erfolgreich. Radikale Umbauarbeiten zum Modellwechsel wären deshalb ein unnötiges Risiko. Mit dem neuen Design wirkt der Hochdach-Kombi erwachsener und längst nicht mehr so verspielt, wie der Vorgänger. Die neuen Euro-6-Motoren sind durchweg sparsamer, als die aktuellen Aggregate. Gespannt sind wir vor allem auf den neuen Einliter-Dreizylinder-TSI mit 102 PS, der allerdings erst zum Oktober 2015 verfügbar sein wird. Was in Sachen Antriebsvielfalt auch ohne MQB-Baukasten drin ist, muss man abwarten. Einen Hybrid-Caddy wollen die VW-Nutzfahrzeugler zumindest nicht kategorisch ausschließen.

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