Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Skoda Neuheiten bis 2018

Mit neuen SUV zu noch mehr Erfolg

Skoda Yeti Foto: Christian Schulte 9 Bilder

Mit einer klugen Modellpolitik hat sich Skoda zur Importmarke Nummer eins in Deutschland entwickelt. Der neue große SUV Kodiaq, der nächste Yeti und die Facelift-Version des Octavia heben die VW-Schwester in Zukunft auf ein höheres Niveau. Das kommt bis 2018.

25.06.2016 Peter Wolkenstein

Vor 25 Jahren nahm der Volkswagen-Konzern Skoda unter seine Fittiche, seither kennt die Entwicklung der Marke nur eine Richtung – aufwärts. 2014 rollten bei Skoda erstmals über eine Million Autos pro Jahr vom Band. Doch Skoda-Chef Bernhard Maier hat noch größere Pläne. Schon 2016 erweitert er das SUV-Angebot. Der erste Neuling, der demnächst im tschechischen Werk Kvasiny produziert wird, ist jedoch weder die nächste Yeti-Generation noch der neue große SUV Kodiaq – sondern ein Seat.

Denn Skoda übernimmt für Seat die Fertigung des Ateca, der eng mit der nächsten Generation des Yeti verwandt ist, die Skoda erst im September 2017 auf der IAA präsentieren will. Obwohl es im aktuellen Modell (4,22 Meter) nicht eng zugeht, wächst der Neue. Er streckt sich um rund 15 Zentimeter in die Länge, der Radstand um etwa zehn. Davon verspricht sich Skoda auch eine bessere Akzeptanz auf dem wichtigen chinesischen Markt, wo schon der aktuelle Yeti mit einem um sechs Zentimeter verlängerten Radstand antritt und sich laut Skoda 2016 bislang dreimal so gut verkauft wie im Vorjahr.

Skoda Yeti zukünftig mit weniger Offroad-Optik

Ob der nächste Yeti die variable Einzelsitzanlage aus dem verblichenen Roomster behält oder eine verschiebbare Rückbank wie im VW Tiguan bekommt, ist noch offen – ganz auf dieses praktische Detail zu verzichten, kann sich Skoda hingegen nicht erlauben. Doch so oder so fasst der Gepäckraum etwas mehr als der des Seat Ateca (510 Liter bei Front-, 485 bei Allradantrieb), aber weit mehr als jener des als Hauptkonkurrent anvisierten Nissan Qashqai (430 Liter) – obwohl der Heckabschluss des Skoda Yeti künftig bei Weitem nicht mehr so steil ausfällt.

Skoda YetiFoto: Christian Schulte
Skoda Yeti: Die nächste Generation erscheint Ende 2017 und wird etwas größer und geräumiger. Das kantig-off-roadige Design verschwindet.

Mit dem Wechsel auf den Modularen Querbaukasten des VW-Konzerns macht Skoda bei Assistenzsystemen sowie beim Thema Vernetzung einen Sprung nach vorn. Abstandsregeltempomat mit Stauassistent und Verkehrszeichenerkennung erweitern künftig die Liste der Extras, die Heckklappe lässt sich per Elektroantrieb öffnen. Das Infotainment-Display wächst von derzeit maximal 6,5 auf bis zu acht Zoll, Smartphones lassen sich induktiv laden.

Beim Antrieb stellt Skoda auf die aktuellen TDI- und TSI-Motoren um, wobei sich das Leistungsspektrum gegenüber heute kaum ändert. Als Einstiegsbenziner dient in Zukunft der Einliter-Dreizylinder-Turbo mit 115 PS, darüber rangieren Vierzylinder-TSI mit 150 und 190 PS. Bei den Dieseln (1.6 und 2.0 TDI) reicht die Spanne von 115 über 150 bis 190 PS. Allradantrieb bleibt wie bisher als Option nur für die stärkeren Varianten vorgesehen, der Einstiegspreis für den 1.0-TSI-Fronttriebler soll auf Qashqai-Niveau, also bei rund 20.000 Euro liegen.

Skoda Kodiaq kommt in zwei Varianten

Einen optischen Vorgeschmack auf den nächsten Yeti gibt die Studie Vision S, deren kaum veränderte Serienversion die SUV-Palette von Skoda nach oben erweitert. Sie rollt ebenfalls in Kvasiny vom Band. Der Kodiaq feiert seine Premiere im Oktober auf dem Pariser Salon und steht ab Februar 2017 bei den Händlern. Mit 4,70 Metern fällt er fast zwei Nummern größer aus als der nächste Yeti, überragt den neuen VW Tiguan sowohl in der Länge als auch beim Radstand und wartet mit einem geradezu fürstlichen Raumangebot auf. Als erster Skoda bietet er bis zu sieben Insassen Platz, und wer auf die dritte, im Ladeboden versenkbare Sitzreihe verzichtet, soll unter der Gepäckraumabdeckung fast 700 Liter verstauen können.

Skoda KodiaqFoto: Christian Schulte
Skoda Kodiaq: Außen mächtig-wertiger Auftritt, innen viel Platz und wahlweise dritte Sitzreihe oder fast 700 Liter Gepäckvolumen.

Obwohl der Kodiaq dem Superb nicht die Rolle als Top-Modell streitig machen soll, tritt er wie ein solches auf. Als erster Skoda bekommt er LED- statt Bi-Xenon-Scheinwerfer, die den mächtigen Kühlergrill einrahmen. Und wie der Superb strahlt er außen wie innen eine Qualität und Wertigkeit aus, die sich nicht mehr vor den vergleichbaren VW-Modellen verstecken muss. Allenfalls bei manchen Hightech-Optionen wie etwa volldigitalen Instrumenten oder Head-up-Display müssen sich Kodiaq-Kunden länger gedulden.

Plug-in-Hybride lass auf sich warten

Und bei alternativen Antrieben: Ein Plug-in-Hybrid lässt bei Skoda noch bis 2019 auf sich warten, wobei der Superb den Anfang macht. Bis dahin steht dem Kodiaq ein Coupé mit flacher stehender Heckscheibe und wuchtiger Frontschürze zur Seite. Es ist in erster Linie für China vorgesehen – wo auch die Fertigung erfolgt –, soll jedoch auch nach Europa kommen. Damit dringt die Marke in Preisregionen vor, die für sie vor wenigen Jahren nicht vorstellbar waren. Doch der Trend geht bei den Skoda-Kunden weiter zu hochwertigen und umfangreich ausgestatteten Autos.

Dennoch dürfte der Kodiaq als Fronttriebler etwa auf dem Preisniveau eines Superb Combi (ab 25.890 Euro als 1.4 TSI mit 125 PS) starten. In Deutschland liegt der Fokus jedoch auf den Dieselvarianten mit 150 und 190 PS. Ob es auch den Biturbo-TDI mit 240 PS geben wird, ist noch offen. Die Prognosen der Marktforscher von IHS Automotive rechnen schon für 2018 beim Kodiaq mit einer Jahresproduktion von knapp 100.000 Exemplaren – so viel wie beim Yeti 2015.

Skoda Octavia künftig näher am Superb

Der Bestseller war letztes Jahr jedoch der Octavia mit weltweit über 432.000 Einheiten – und soll es auch bleiben. Obwohl ihn die Kunden hierzulande fast nur als Combi kaufen, ist er klar die Nummer eins unter den Importautos. Im ersten Schritt ersetzt im Juni der im NEFZ sparsamere Dreizylinder-TSI mit 115 PS den bisherigen, 110 PS starken 1,2-Liter-Vierzylinder. Zudem stehen erstmals für den Octavia adaptive Dämpfer zur Wahl, die den Komfort des vor allem leer etwas unsensibel ansprechenden Combi verbessern sollen.

Skoda Octavia CombiFoto: Christian Schulte
Im Juni bekommt der Octavia den Dreizylinder-TSI und adaptive Dämpfer, mit dem Facelift 2017 eine neue Optik und ein höherwertiges Cockpit.

Nächstes Frühjahr folgt dann ein umfangreiches Facelift, ein Vier-Augen-Gesicht mit weiter in die Kotflügel reichenden Scheinwerfern und kräftig modifizierter Frontschürze. Diese unterscheidet sich bei den RS- und Scout-Ausführungen künftig deutlich stärker von den konventionellen Varianten, um die Eigenständigkeit zu betonen. Im hochwertiger gestalteten Interieur erwartet die Kunden ein modifiziertes Cockpit mit größerem Mitteldisplay und aktualisierter Vernetzung. Auch die Auswahl an Assistenzsystemen und Komfortextras wächst – alles mit dem Ziel, den bislang eher nüchtern auftretenden Octavia näher an den Superb heranzuführen. Technisch ändert sich beim Facelift aber nur wenig. Den von VW kürzlich präsentierten 1.5 TSI mit VTG-Lader bekommt der Octavia wohl erst kurz vor dem Start der nächsten Modellgeneration. Doch dass Kunden bei Skoda auf die neuesten Konzern-Technologien etwas länger warten müssen, hat dem Erfolg der Marke bislang nicht geschadet.

Auf dem Weg nach oben

Seit Skoda zum Volkswagen-Konzern gehört, entwickelt die Marke ihre Palette stets behutsam weiter und verlor dabei nie ihre Kunden aus den Augen. Angesichts dieser erfolgreichen, pragmatischen Ausrichtung gibt es keinen Grund, von dieser Linie abzuweichen. So ist es nur logisch, dass Skoda eher unterhalb des Yeti eine dritte SUV-Baureihe auflegt, als ein emotionales Cabrio zu präsentieren.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Gebrauchtwagen Angebote
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden