Skoda Octavia-Kaufberatung: Die Octavia-Modellpalette im Überblick

Skoda Octavia Kaufberatung

Viel Platz, solide VW-Technik, niedriger Preis: Die typischen Skoda-Tugenden machen auch die zweite Octavia-Auflage erfolgreich. Doch welche der vielen Varianten bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?

Skoda Octavia in zahlreichen Motor- und Karosserievarianten erhältlich

Beim Skoda Octavia kommen statt ausgedienter VW-Aggregate wie früher moderne TSI- und TDI-Motoren mit 105 bis 200 PS zum Einsatz. Schon der kleine 1,2-Liter-Turbo beeindruckt mit lebhaftem Temperament bei geringem Verbrauch und bester Laufkultur - die Empfehlung unserer Skoda Octavia-Kaufberatung bei den Benzinern. Der Aufpreis zum subjektiv kaum stärkeren 1,4-Liter mit 122 PS lässt sich hingegen sparen. Spürbar mehr Temperament bieten erst die beiden Octavia Top-Benziner mit 1,8 und zwei Liter Hubraum, allerdings zu hohen Mehrkosten in Anschaffung und Verbrauch.

Octavia kommt ab August mit neuem Common-Rail-Diesel

Ohne Aufladung müssen nur die LPG-Variante und das schlappe 80-PS-Basistriebwerk auskommen, das wegen seines geringen Verkaufsanteils von 0,8 Prozent hier nicht berücksichtigt wird. Auch bei den Dieseln bietet die 105-PS-Version das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Der moderne Common-Rail-Direkteinspritzer läuft beachtlich kultiviert und ist vor allem als Skoda Octavia Greenline mit rollwiderstandsoptimierten Reifen und längerer Übersetzung sehr sparsam. Ab August und damit zu spät, um für die Kaufberatung berücksichtigt zu werden, bekommt auch der Zweiliter-TDI mit 140 PS statt der rustikalen Pumpe-Düse-Einspritzung das Common-Rail-System. Es wird beim 170-PS-Diesel bereits verwendet, allerdings lässt sich der sparsame und wuchtige TDI nur für die teure RS-Version ordern.

Ausstattungen und Extras für den Skoda Octavia

Von wegen nüchterner Pragmatiker: Als Laurin & Klement bietet der Skoda Octavia jede Menge Luxus wie Xenon-Scheinwerfer, 17-Zoll-Alufelgen und Ledersitze. Mit Preisen ab 27.390 Euro spielt die nach den Skoda-Gründern genannte Top-Version im Verkauf jedoch nur eine Nebenrolle. Kühle Rechner bekommen nämlich schon mit der Basisvariante Classic eine Zentralverriegelung, ein CD-Radio sowie eine umfangreiche Sicherheitsausstattung. Werden für 1.360 Euro noch Klimaanlage und elektrische Fensterheber geordert, ist alles Wesentliche an Bord. Beide Extras sind auch im Ambiente-Paket für 2.400 Euro enthalten, darüber hinaus auch so Praktisches wie Parkpiepser, zusätzliche Ablagen, Tempomat oder eine Mittelarmlehne. Unterm Strich die beste Wahl in der Skoda Octavia-Kaufberatung.

Nur wer seinen Skoda Octavia ohnehin reich ausstaffieren möchte, greift gleich zum abermals 2.050 Euro teureren Elegance, der mit Alufelgen und Teilledersitzen optisch mehr hermacht. Durch praktische Details wie Klimaautomatik oder Regensensor steigt der Nutzwert jedoch nur geringfügig. Eine Ausnahme bildet die Greenline-Variante, die nur für den 1,6-Liter-TDI lieferbar ist und das Ambiente-Paket um Spritspar-Elemente wie rollwiderstandsoptimierte Reifen ergänzt.

Skoda Octavia mit großer Auswahl an Radios und Navigationsgeräten

Auch im Multimedia-Bereich setzt Skoda beim Octavia auf VW-Technik. Doch im Gegensatz zu Golf & Co. rollt schon die Skoda Octavia-Basis serienmäßig mit einem Radio vom Band. Gleichwohl sind 170 Euro für das mittlere Gerät Swing gut angelegt, das dank Doppel-Tuner bessere UKW-Empfangsleistungen bietet. Ebenso empfehlenswert ist die Multimedia-Buchse (140 Euro) zum Anschluss zusätzlicher MP3-Player. Das Top-Radio Bolero kann hingegen für 290 Euro Aufpreis nur über die Ausstattung punkten (etwa mit eingebautem CD-Wechsler) und ist daher entbehrlich. Da die Serienlautsprecher bereits frisch und luftig spielen, lässt sich der Aufpreis für das Soundsystem in Höhe von 290 Euro ebenfalls sparen.

Vielfahrer ordern lieber gleich die kleine Navigation Amundsen, die per Touchscreen gesteuert wird und mit einer wesentlich besseren Integration glänzt als fummelige Saugnapf-Varianten aus dem Elektronik-Handel. Das Top-Navi Columbus des Skoda Octavia bietet neben dem größeren Monitor vor allem die Kartendaten für ganz Westeuropa. Seine 1.820 Euro Aufpreis lohnen sich allerdings nur bei häufigen Auslandsfahrten.

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Dirk Gulde

Autor:

auto motor und sport, Heft 15 / 2010

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