Längst hat Skoda die von VW, Opel und Ford geprägten Stammtische der Otto-Normalautofahrer erobert. Statt "Wie, du fährst einen Tschechen?"-Sprüchen wird zum cleveren Kauf gratuliert. Zum rasant gestiegenen Image trug vor allem der erste, 1996 erschienene Octavia unter VW-Regie bei. Dieses Auto wird noch immer als günstiges Modell "Tour" angeboten. Die Zutaten für das Skoda-Erfolgsrezept: solide VW-Technik, hoher Nutzwert, fairer Preis. Eine Formel, die auch für die dritte Skoda Octavia-Generation gilt, die auf der IAA 2013 vorgestellt wird.
Ein Skoda Octavia Cabrio oder Coupé wird es nicht geben
Der nächste Skoda Octavia wird erneut auf der VW Golf-Plattform basieren, in diesem Fall auf der des VW Golf VII. Damit verbreitert sich die Spur um sechs Zentimeter, der Radstand wächst um vier. Dem völlig neu entwickelten Modell werden keine zusätzlichen Karosserievarianten zur Seite gestellt. Skoda beschränkt sich wie bisher neben Limousine und Combi auf die Offroad-Variante Scout (der Skoda Octavia Scout im Fahrbericht ) und ein sportliches RS-Modell. Die Entwicklung eines Coupés oder Cabrios ist zu kostspielig und passt überdies nicht zur Skoda-Philosophie.
Das Heck des Skoda Octavia wird coupéhafter
Um die Limousine aufzupeppen, soll das Heck des neuen Skoda Octavia allerdings coupéhafter werden. Auch im Detail bleibt man pragmatisch. Die technisch aufwendige, zweigeteilte Heckklappe bleibt dem Skoda Superb vorbehalten. Der Skoda Octavia kommt erneut mit großer Heckklappe und angedeutetem Stufenheck. Optisch orientiert er sich dagegen schon an seinem großen Bruder, wie mit der markant gezeichneten Haube und dem am Superb-Design orientierten Grill. Die Scheinwerfer, die sich steiler in den Kotflügel hineinziehen, lassen das Auto sportlicher wirken. Auf eine zusätzliche LED-Leiste für das Tagfahrlicht wie bei Audi verzichtet Skoda. Das ab 2012 gesetzlich vorgeschriebene Tagfahrlicht wird wie beim VW Golf VII in die Scheinwerfer integriert. LED-Technik steckt dagegen in den Heckleuchten, die sich stark am neuen Skoda Superb Combi (der Skoda Superb im Test ) orientieren.
Ein Octavia mit Hybrid ist nicht geplant, ein RSR-Modell aber angedacht
Ansonsten wird es edler. Die an der B-Säule bislang durchgehend lackierten Türen werden durch schwarzen Kunststoff rund um das Glas ersetzt. Mit der Top-Ausstattung Elegance rollt der Skoda Octavia zudem mit mehr Chromzierrat an Grill und Türen zu den Kunden. Motorenseitig beschränkt man sich auf Effizienzsteigerungen. Innovationen aus dem Konzern tauchen bekanntermaßen zuerst bei VW und erst mit Abstand bei Skoda auf. Nach derzeitigem Stand der Planungen will Skoda neben dem aufgeladenen Vierzylinder 1.4 TSI und dem 1,6-Liter-Turbodiesel mit moderner Common-Rail-Technik den kleinen 1.2 TSI ins Programm nehmen und ein Greenline-Modell mit unter 100 g/km CO2 auflegen. Ein Hybridmodell ist nicht geplant, aber der Skoda Octavia bekommt zusätzliche Umwelt- und Sicherheitstechnik wie Start-Stopp-System, Einparkassistent und Abstandsregeltempomat. Überdies wird darüber nachgedacht, einen Octavia RSR mit dem Zweiliter-Turbomotor aus dem VW Scirocco R (der VW Scirocco R im Fahrbericht) mit 270 PS aufzulegen.






