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Kaufberatung Skoda Octavia oder VW Golf

Druck von der Golf-Bruderschaft

Skoda Octavia, VW Golf, Heckansicht Foto: Hans-Dieter Seufert 40 Bilder

Sieht nicht nach strenger Stallregie im VW-Konzern aus. Derzeit bedrängt kein Konkurrent den VW Golf VII heftiger als der Skoda Octavia. Spricht mehr für VWs Bestseller oder den günstigeren Gegner von Skoda?

01.06.2013 Sebastian Renz Powered by

Aus Sicht des VW-Konzerns darf keiner den VW Golf vom Thron stoßen. Erst recht nicht ein anderes Konzernmodell mit gleicher Technik. Dieses Spiel beherrschen sie seit dem ersten Octavia, der auf der Plattform des VW Golf IV basierte. Inzwischen hat es sich ausgeplattformt, stattdessen gibt es Modulationen des Querbaukastens, auf dem alle VW Golf-Cousins – Audi A3, Seat León, Skoda Octavia – basieren, und die alle eine eigene Zielgruppe erreichen sollen.

VW Golf ist nicht mehr viel teurer

Über nunmehr 17 Jahre hat der Octavia dabei seine Rolle als geräumigere und pragmatischere Alternative perfektioniert – und natürlich als günstigere. Wobei sich der Preisvorteil der dritten Generation auf einem wohl nicht mehr kaufentscheidenden Niveau bewegt: So liegen die Basismodelle als 1.2 TSI mit 85 PS bei vergleichbarer Ausstattung nur rund 850 Euro auseinander, denn als Active für 15.990 Euro kommt der Octavia ohne Klimaanlage (1.120 Euro) und Fensterheber im Fond (190 Euro). Auch Heckwischer (80 Euro) und CD-Schacht für das serienmäßige Radio (250 Euro) kosten Aufpreis. Beim VW Golf Trendline kommen zum Grundpreis von 16.975 Euro 900 Euro für Fondtüren mit Fensterhebern und 615 Euro für ein CD-Radio hinzu. Mit 18.490 Euro liegt der Golf dann nur noch knapp fünf Prozent über den 17.630 Euro des Octavia – und selbst das kann sich bei einer der vielen Rabattaktionen der Händler schnell drehen.

Während es Octavia und VW Golf in den Grundausstattungen nur mit den kleinen 1,2-Liter-Benzinern und 1,6-Liter-Dieseln, also mit maximal 105 PS gibt, erlauben die mittleren Ausstattungslinien Octavia Ambition und VW Golf Comfortline die Wahl aus dem gesamten Motorenangebot (außer den Triebwerken für GTD und GTI beim Golf). Gleichzeitig reduziert sich der ausstattungsbereinigte Aufpreis des VW Golf auf nur noch 550 Euro. In den Topversionen Elegance und Highline sind es nicht mal mehr 200 Euro Vorteil für den Skoda.

VW Golf punktet bei der Ausstattung

Da dürfte es für viele Käufer wichtiger sein, welche Extras sie für die Autos bekommen können. Der VW Golf demokratisiert dabei die Assistenzsysteme. So gibt es selbst die Basis Trendline optional mit Abstandstempomat samt Notbremssystem, Spurhalteassistent, Fernlichtassistent, proaktivem Gurtstraffer und Parklenkassistent. Dagegen bietet Skoda für den Octavia ACC, Spurhalteassistent und Presafe überhaupt nicht an, die anderen Assistenten und Xenonlicht erst ab der mittleren Ausstattung Ambition.

Das mag aus Marketing-Gründen nachvollziehbar sein, besonders weitsichtig ist es allerdings nicht, den Skoda-Kunden Sicherheitstechnik vorzuenthalten, die es im Konzernbaukasten gibt.

Dagegen scheinen die anderen kleinen Vorteile unerheblich, die VW dem Golf bei den Extras verschafft. So ist nur für den Wolfsburger die sehr gute adaptive Fahrwerksregelung DCC (nicht beim 1.2 TSI) erhältlich. Für 990 Euro Aufpreis ermöglicht sie dem VW Golf einen Federungskomfort, der weit über dem Niveau seiner Klasse liegt. Eher durchschnittlich ist dagegen der des Octavia. Für ihn gibt es keine Adaptivdämpfer, gleichzeitig stimmten die Techniker das Fahrwerk straff ab – wegen der hohen Zuladung von über 500 Kilo und der Annahme, dass viele Käufer die auch auf sehr schlechten Straßen voll ausnutzen.

VW Golf mit mehr Motoren und besserem Fahrwerk

So holpert der Octavia mit seiner stramm gefederten Hinterachse herb über Unebenheiten. Nur mit Zuladung lässt sich die Konstruktion zum Federn erweichen und verringert so den Abstand zum VW Golf, der wiederum beladen nicht mehr so oberklassig federt wie leer. Und wenn wir gerade schon über das Fahrwerk reden: Unter alle VW Golf mit mehr als 105 PS (alle außer 1.2 TSI und 1.6 TDI) schrauben die VW-Arbeiter die Mehrlenker-Hinterachse. Die bekommt bei Skoda nur die Topversion 1.8 TSI mit 180-PS-Turbobenziner.

Dieses Triebwerk fehlt übrigens in der VW Golf-Palette, dafür behält VW den 1,4-Liter-Turbobenziner mit Zylinderabschaltung vorerst ebenso für sich wie den 1.4 TSI mit 122 PS, den 184-PS-TDI im GTD und den Zweiliter-TSI mit 220 PS im GTI. Auch Allrad bekommt der Octavia erst im Combi.

Wie beim etwas edleren Cockpit positioniert sich der VW Golf also mit vielen kleinen, unscheinbaren Unterschieden als das etwas modernere, komfortablere und hochwertigere Auto. Aber damit muss er gegen den Octavia mit seinem offensichtlich viel üppigeren Raumangebot antreten, das sich neben dem Kofferraum (590 bis 1.580 statt 380 bis 1.270 Liter beim Golf) besonders in der verschwenderischen Beinfreiheit hinten zeigt. Der 31 Zentimeter kürzere, wendigere und übersichtlichere VW Golf spart sich solche Raumexzesse, beherbergt seine Passagiere dennoch ungedrängt. So bleibt er mit knappem Abstand das bessere Auto – und natürlich der bessere VW Golf.

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