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Skoda Rapid Spaceback gegen Octavia und Fabia

Wirklich die goldene Mitte?

Skoda Fabia Combi, Rapid Spaceback, Octavia Foto: Achim Hartmann 20 Bilder

Raumangebot, Preis, Komfort: Als Spaceback will der Rapid die Lücke zwischen Fabia Combi und Octavia schließen. Wir haben die drei Skoda im Detail verglichen.

27.10.2013 Dirk Gulde

Vorbei die Zeiten, in denen Skodas Huckepack-Varianten nach harter Arbeit rochen und ausschließlich Combi hießen. Jetzt also Skoda Rapid Spaceback, was beim Rapid zumindest nicht gelogen ist: Da er sich den Radstand mit der 18 Zentimeter längeren Limousine teilt, steht Mitfahrern im "Raum-Heck" tatsächliche jede Menge Platz zur Verfügung. Allerdings definieren sich alle Skoda über ihre üppigen Innenmaße, weswegen es sich lohnt, den Neuen mit seinem großen Bruder Octavia und der Kombi-Version von Polo-Ableger Fabia zu vergleichen.

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Kaufberatung Skoda Fabia, Rapid Spaceback, Octavia Genug Platz im Spaceback?
auto motor und sport 21/2013
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Skoda Rapid Spaceback, IAA
Der Skoda Rapid Spaceback auf der IAA 1:19 Min.

Hauptunterschied Kofferraum

Mit 4,30 Meter Länge liegt der Skoda Rapid Spaceback nur eine Handbreit über dem XL-Fabia, hält jedoch 36 Zentimeter Respektabstand zum Octavia. Umso überraschender, wie gering die Unterschiede im Innenraum ausfallen. So bringen alle Kandidaten vier Erwachsene luftig und ohne Knie- oder Kopfkontakt unter, auch der Zustieg klappt dank großen Türen hier wie da verrenkungsfrei. Erst wenn es zu dritt nach hinten geht, wird es im deutlich schmaleren Fabia ungemütlich. Beim Gepäckraum fallen die Unterschiede hingegen größer aus. Mit knapp 600 Liter Volumen hängt der Octavia selbst Dickschiffe wie die neue Mercedes S-Klasse ab. Trotz angedeutetem Stufenheck kann sein Kofferabteil über eine breite und weit nach oben schwenkende Heckklappe mühelos und je nach Transportbedarf variabel beladen werden. Hierfür lässt sich die Rückbank sowohl von hinten als auch aus dem Innenraum heraus entriegeln.

Mit seinen 415 Litern schlägt der Skoda Rapid Spaceback zwar die anderen Kompakten, muss sich in diesem Vergleich jedoch mit dem letzten Platz hinter dem Fabia Combi zufrieden geben. Wie bei seinen Geschwistern sorgen klappbare Taschenhaken, separate Trennnetze und ein doppelter Ladeboden für sicheren Transport. Auch weiter vorn überzeugen alle drei mit vorbildlicher Ergonomie, praxisgerechten Ablagen wie Türtaschen, die selbst 1,5-Liter-Flaschen schlucken, sowie üppigen Handschuhfächern, die von der Klimaanlage auf Wunsch mit Kaltluft versorgt werden.

Einfache Materialien im Skoda Rapid Spaceback

Dafür fällt die schlichte Qualitätsanmutung im Skoda Rapid Spaceback auf, obwohl man bei Skoda auf die Kritik zum Start der Limousine mit einem hochwertigen Lenkrad und neuen Dekor-Elementen reagiert hat. Die Oberseite des Armaturenbretts besteht jedoch selbst bei der getesteten Elegance-Version noch aus Hartplastik, auch in den Türverkleidungen tasten Fingerspitzen vergeblich nach Stoffeinlagen. Das kann sogar der Fabia besser, vom Octavia ganz zu schweigen: Von den bequemsten Sitzen über das farbige Bordcomputer-Display oder die Zwei-Zonen- Klimaanlage bis zu den mit Teppich ausgekleideten Türtaschen wirkt er zwei Klassen edler. Darüber hinaus kommt er als Ableger von VWs modularem Querbaukasten nicht nur in den Genuss der neuesten Infotainment-Generation, sondern verfügt auch über das modernste Fahrwerk. Kein Wunder, dass er mit hohem Federungskomfort, wirksamer Geräuschdämmung und stoischem Geradeauslauf lange Strecken entspannt abspult. Dem Fabia Combi merkt man hingegen seine Kleinwagen-Gene an. Mit seiner schmalen Karosserie wuselt er zwar quirlig durch enge Innenstädte, neigt jedoch früh zum Untersteuern und legt sich stärker in Kurven.

Und der Skoda Rapid Spaceback? Der bekam die Vorderachse vom Fabia spendiert, während hinten die Verbundlenker-Konstruktion der schwächeren Octavia-Varianten zum Einsatz kommt. Was ausreicht, um sich spürbar vom Fabia abzusetzen. Mit seiner agilen und komfortablen Abstimmung rückt er vielmehr dem großen Bruder erstaunlich dicht auf die Pelle.

Das gilt allerdings auch für die Kosten. Mit Anschaffungspreisen ab 14.990 Euro für den 86-PS-TSI lässt der Skoda Rapid Spaceback zwar nach oben und unten jeweils rund 1.000 Euro Abstand, die bessere Serienausstattung des Octavia (unter anderem mit einer Reifendruck-Überwachung und USB-Anschluss) lässt den Preisvorteil jedoch dahinschmelzen.

Kurzfahrbericht Skoda Rapid Spaceback

So schnell kann’s gehen: Fiel die Rapid Limousine beim Debüt vor einem Jahr noch mit herbem Federungskomfort auf, wurde das Fahrwerk für den Spaceback neu abgestimmt. Selbst böse Schlaglöcher schütteln die Insassen jetzt nicht mehr über Gebühr durch, auch der Abrollkomfort hat spürbar zugenommen.

Erfreulich, dass der Fortschritt nicht zu Lasten der Agilität geht. So lenkt der Kompakte entschlossen ein, zieht neutral und unbeirrt durch Kurven. Geht sein Fahrer abrupt vom Gas, folgen feinfühlige ESP-Eingriffe statt böser Überraschungen. Den reifen Fahreindruck komplettieren die gefühlvolle, nicht übertriben spitz ausgelegte Lenkung und die wirkungsvolle Geräuschdämmung des drehfreudigen und durchzugskräftigen 1,2-Liter-TSI mit 105 PS. Am Schluss noch eine gute Nachtricht für Stufenheck-Freunde: Auch die Rapid-Limousine soll in Kürze von der verbesserten Fahrwerksabstimmung profitieren.

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