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Slotcar-Ausstellung in Balingen

100 Jahre Carrera-Bahn und Co.

Slotcars, Ausstellung Balingen Zehntscheuer, mokla 2012, 0212 Foto: Franz-Peter Hudek 21 Bilder

Carrera & Co heißt eine informative Ausstellung in der Balinger Zehntscheuer Sie dokumentiert mit mehr als 200 ausgestellten Slotcars, die Geschichte der elektrischen Auto-Rennbahnen von 1912 (!) bis heute und erinnert an die Kindheitsträume der Wirtschaftswunder-Ära.

24.02.2012 Franz-Peter Hudek Powered by

Die Blütezeit der elektrischen Autorennbahnen in Deutschland begann 1963, als Carrera sein "Universal" genanntes Schienensystem nach englischem Vorbild präsentierte. Die Erfindung mit dem Schlitz in der Fahrbahn, in dem ein Führungsstift (später ein Leitkiel) die kleinen Flitzer auf der Piste hielt, stammte nämlich aus England.

Scalectrix und Carrera - die Idee kam aus England, der Boom aus Deutschland

Dort präsentierte man bereits 1957 unter dem Markennamen Scalextric das revolutionäre System mit der Führungsrille (englisch: Slot) und den nur vorne fixierten Rennautos, sodass die schnellen Fahrer jetzt driften konnten. Bis dahin wurden die Autos, zum Beispiel von Märklin in den Dreißiger Jahren, vorne und hinten an einer mittig aus der Fahrbahn hochragenden Schiene geführt.

Durch den Erfolg von Carrera Universal brach Mitte der Sechziger Jahre in Deutschland ein regelrechter Rennbahn-Boom aus. Die müde Modelleisenbahn in HO war, so schien es damals, von den modernen, autobegeisterten Kindern abgeschrieben. Neben Carrera boten deshalb noch viele andere deutsche Hersteller Rennbahnen im Maßstab 1:32, zum Teil auch in 1:24 an: Gama, Stabo Car, Faller, Fleischmann Auto Rallye und Märklin Sprint. Hinzu kamen Revell aus den USA und natürlich Scalextric aus England.

Auch Modelleisenbahnhersteller wollen mitmischen

Faller, Fleischmann und Märklin kamen ursprünglich aus der Modelleisenbahn-Ecke, glaubten aber damals, am Slotcar-Boom teilhaben zu müssen. Faller brachte 1963 zunächst das Bahnsystem Auto Motor Sport (AMS) im etwas vergrößerten HO-Maßstab als Ergänzung zur Modelleisenbahn. Selbstverständlich sind in Balingen alle genannten Rennbahn-Marken mit zahlreichen Autos und Original-Packungen vertreten, die inzwischen hohe Liebhaberpreise erzielen, insbesondere Carrera und Märklin Sprint.

Markführer Carrera weitete sein Programm ständig aus. Universal wurde durch Transpo mit Lastwagen und einem legendären Betonmischer ergänzt. Hier konnte man auf Baustellen herumkurven, Abzweigungen wählen, „Beton“ auf- und abladen. Carrera Servo in den Maßstäben 1:32, 1:60 und 1:40 bot erstmals ein Rennbahnsystem ohne Leitkiel mit freiem Spurwechsel. Beide Systeme sind auch in Balingen mit vielen Autos zu bewundern.

Doch bereits Ende der Siebziger ließ das große Interesse an den Rennbahnen nach. Bis auf Carrera und Scalextric stellten alle anderen Hersteller ihre Slot Car-Programme ein. In Balingen sind sie noch zu bewundern und erinnern an die goldenen, automobilbegeisterten Zeiten des deutschen Wirtschaftswunders. Auf modernen Slotcar-Bahnen können die Besucher ihre Renn-Fähigkeiten testen.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 29. April 2012 in der

  • Zehntscheuer, Neue Straße 59, 72336 Balingen
  • Eintritt zwei Euro
  • Kinder bis 14 Jahre frei
  • Öffnungszeiten: täglich 14 bis 17 Uhr, Montag geschlossen
  • weitere Informationen unter +49 (0)7433 9008413

Download Flyer der Slotcar-Ausstellung in Balingen (PDF, 1,96 MByte) Kostenlos
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