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Smart-Betriebsrat

Stellenabbau nicht nach sozialen Kriterien

Foto: dpa

Der Betriebsrat hat das Verfahren zum Stellenabbau beim Kleinwagenhersteller Smart als unsozial kritisiert. Die Unternehmensleitung habe sich für eine rein bedarfsorientierte Personenauswahl, unabhängig von Alter, Familienstand und Dauer der Betriebszugehörigkeit entschieden.

17.06.2005

Dies sagte der Betriebsratschef des Daimler-Chrysler-Konzerns, Erich Klemm, am Freitag (17.6.) in Stuttgart. Dadurch seien nun auch 35 ältere Mitarbeiter betroffen, die schwer in neue Arbeit zu vermitteln seien.

Smart-Betriebsratsvorsitzender Pitt Moos befürchtete, dass diese "Härtefälle" trotz der Smart-Zusage am Ende nicht vermittelt werden könnten. Ein Smart-Sprecher sagte zu den Vorwürfen: "Wir stehen erst am Anfang des Prozesses." 39 Mitarbeiter hätten bereits einen neuen Arbeitsplatz innerhalb des Konzerns gefunden, weitere stünden kurz vor der Vermittlung. Statt der geplanten 300 Mitarbeiter müssten nur noch etwa 250 Smart-Angestellte in neue Jobs vermittelt werden. Smart-Chef Ulrich Walker habe bereits zahlreiche Unternehmen der Region angeschrieben, um die ausscheidenden Mitarbeiter zu vermitteln. "Er steht mit seinem Wort dafür, dass alle Betroffenen wieder Arbeit finden", sagte der Sprecher.

Daimler-Chrysler will mit seinem etwa 1,2 Millionen teuren Sanierungsprogramm die Marke Smart bis 2007 in die schwarzen Zahlen bringen. Rund 600 Stellen in der Smart-Zentrale in Böblingen sollen eingespart werden - 200 Mitarbeiter können auf einen anderen Arbeitsplatz innerhalb des Konzerns wechseln, 100 Mitarbeiter scheiden nach Smart-Schätzungen über die normale Fluktuation aus. Nachdem die Unternehmensführung eine Personalauswahl getroffen hatte, haben rund 300 Mitarbeiter nach Betriebsratsangaben bis Ende Juni Zeit, sich für ein Vermittlungsverfahren zu Entscheiden. Wer keinen Aufhebungsvertrag unterschreibt, werde zum Jahresende gekündigt.

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