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Smart Forvision auf der IAA

Ein Blick in die Fortwo-Zukunft

Smart Forvision Foto: Smart 21 Bilder

Mit der IAA-Studie Smart Forvision gibt Daimler einen ersten Ausblick auf den Smart Fortwo, der 2014 auf den Markt kommen soll. Darüber hinaus gibt das Conceptcar, das in Zusammenarbeit mit BASF entstanden ist, einen Ausblick auf die elektromobile Zukunft.

01.09.2011 Thomas Gerhardt

Drei Technik-Themen stehen bei der Kooperation im Vordergrund: Energieeffizienz, Leichtbau und Temperaturmanagement. Wert haben beiden Partner bei der Entwicklung des Smart Forvision darauf gelegt, dass sich alle eingesetzten Technologien bereits in seriennahem Zustand oder in der Forschung befinden.

Smart Forvision 1:04 Min.

Solardach des Smart Forvision sorgt für Unterhaltung

Um die Energieeffizienz des Smart Forvision zu verbessern, wurde ein vollflächig transparentes Solardach verbaut. Die von BASF entwickelten Solarzellen im Sandwichdach der Studie basieren auf organisch-chemischen Farbstoffen. Diese Zellen versorgen die Multimedia-Komponenten und die drei Lüftungsventilatoren im Fahrzeuginneren mit Strom und sollen selbst bei schwachen Lichtverhältnissen eine ausreichende Energiezufuhr gewährleisten.

Steht der Smart Forvision in der Sonne, kann die Lüftung mithilfe der Solarenergie dauerhaft betrieben werden. Unter den Solarzellen beleuchten teiltransparente organische Leuchtdioden (OLED) den Innenraum. Ihr Einsatz soll neben einer blendfreien Beleuchtung in frei wählbaren Farben auch Energie sparen. Da die OLED keine Wärme entwickeln, kann auch kaum Abstrahl-Energie verloren gehen, Damit sind sie nach Angaben der Entwickler bis zu 50 Prozent effizienter als herkömmliche Energiesparlampen.

Seriennahe Leichtbau-Felge aus Glasfaser

Für ein geringeres Fahrzeuggewicht wurden schwere Metall-Bauteile mit Verbundmaterialien aus Kunststoff ersetzt. Damit soll der Smart Forvision weniger Antriebsenergie benötigen und somit bessere Reichweiten-Werte erzielen. Die Verwendung von kohlefaserverstärktem Epoxidharz beim Bau der Fahrgastzelle sowie den Türen hat nach Angaben der kooperierenden Unternehmen zu einer Gewichtsersparnis von mehr als 50 Prozent gegenüber Stahl oder etwa 30 Prozent gegenüber Aluminium geführt.

Erstmals kommt eine Felge aus glasfaserverstärktem Kunststoff zum Einsatz, die gegenüber einer Metall-Felge bis zu 30 Prozent Gewicht einsparen soll. Das entspricht beim Smart Forvision einer Gewichtsersparnis von drei Kilogramm pro Rad. Das Produkt soll bereits jetzt großserientauglich sein. 

Smart Forvision mit leitfähigen E-Textilien

Auch im Innenraum des Smart Forvision setzten die Entwickler auf eine Gewichtsersparnis und Effizienzsteigerung. Bei den Sitzen kombiniert BASF verschiedene Materialien und verspricht mehr Komfort bei weniger Gewicht. Eine einteilige, selbsttragende Sitzschale aus Kunststoff bildet die Basis. Die Polsterung aus Schaumstoff kann mit unterschiedlichen Härtegraden auf verschiedenen Bereichen gefertigt werden und soll auf diese Weise mehr Komfort bieten. Als Sitzbezüge dienen E-Textilien, die dank ihrer leitfähigen Beschichtung die Funktion einer Sitzheizung übernehmen.
 
Für ein angenehmes Klima im Inneren des Smart Forvision sorgt eine von BASF entwickelte Folie, die Infrarot-Strahlung reflektiert. Die metallfreie Folie ist zwischen den Scheiben der Verglasung integriert und reflektiert ausschließlich Sonnenlicht. Radiowellen stellt sie gegenüber einer metallbeschichteten Folie kein Hindernis dar. In die Karosseriepanels eingebrachte Schaumstoffe sollen den Innenraum im Sommer kühlen, im Winter vor Wärme schützen.

Kanten und Sicken für dünnere Karosserie

Auch die kratzfeste, weiße Lackierung des Smart Forvision soll vor Infrarot- und Wärmestrahlen schützen. Dunkle Lacke werden zu diesem Zweck von BASF mit Farbpigmenten angereichert. Dadurch soll gegenüber einer herkömmlichen Lackierung die Fahrzeugoberfläche um bis zu 20 Grad, der Innenraum um bis zu vier Grad Celsius kühler werden.
 
Mit dem weißen Lack und der farblich abgegrenzten, kupferfarbenen Sicherheitszelle will der Smart Forvision die Verwandtschaft zum Smart Fortwo unterstreichen. Aluminium-Partikel im Lack der Sicherheitszelle erzeugen eine spiegelnde Oberfläche. Je nach Betrachtungswinkel soll mit dieser Methode ein Hell-Dunkel-Effekt einstellen. Die Seitentüren mit integrierten Türgriffen sind von starken Sicken und Kanten geprägt. Sie geben den Kunststofflächen mehr Stabilität und sollen den Einsatz von dünnerem Material ermöglichen. Der vordere Lufteinlass ist direkt in die Front eingeschnitzt.

Rückleuchten des Smart Forvision mit Dreifach-Funktion

Die Rückleuchten erfüllen neben ihrer Hauptaufgabe zwei weitere Funktionen. Zum Einen wird über kleine Propeller im Inneren die Innenluft abtransportiert, zum Anderen wird der Ladezustand der Batterie während des Ladens angezeigt. Tagfahrlicht und Blinkfunktion sind ringförmig in die Frontscheinwerfer integriert.
 
Die verwinkelte Oberfläche der Seitentüren findet sich auch im Innenraum des Smart Forvision wieder. Neben integrierten Armablagen und Staufächern sind die Innenseiten der Türen mit farbigen LED ausgestattet. Sie sollen die Passagiere mit einer Lichtshow in Empfang nehmen und nach dem Schließen der Tür für angenehmes Licht sorgen. Das weiß lackierte Lenkrad ist nach oben geöffnet und verfügt über eine LED-Anzeige für den Ladezustand der Batterie. Die Bedienung der einzelnen Funktionen erfolgt über berührungsempfindliche Flächen. Angaben über den Antriebsstrang bleibt Smart noch schuldig.

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