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So sieht die Zukunft der Mittelklasse aus

Oberklasse-Technik hält Einzug

Wunschautos der Redaktion, Opel Diplomat Foto: Christian Schulte 27 Bilder

In den nächsten Jahren rollen zahlreiche neue Mittelklasse-Modelle zu den Händlern, unter deren schicken Blechkleidern Oberklasse-Technik steckt.

06.04.2013 Jens Katemann

Moderne Assistenzsysteme wie Abstandsradar oder alternative Antriebe wie Plug-in-Hybride sind nur zwei Beispiele für neue Technologie, die die Zukunft der Mittelklasse charakterisieren und flächendeckend verfügbar sein werden. Egal ob Premiummarke oder Volumenhersteller - in diesem Segment ist klotzen und nicht kleckern angesagt.

Den Anfang wollte in diesem Jahr eigentlich Ford machen. Der neue Ford Mondeo, der in den USA unter dem Namen Fusion schon seit September 2012 bei den Händlern steht, sollte in Deutschland ursprünglich zum Jahresbeginn 2013 an den Start gehen. Ford musste durch die Schließung des Werkes im belgischen Genk den Marktstart aber auf Ende 2014 verschieben.

Die Eckdaten des neuen Flaggschiffs: Der Mondeo wächst bei nahezu unverändertem Radstand in der Länge auf 4,86 Meter. Die europäische Version präsentierte Ford im September 2012 auf dem Pariser Autosalon. Sie unterscheidet sich vom US-Modell aber nur marginal.

Touchscreen statt Knöpfen im neuen Ford Mondeo

Im Innenraum gefällt der Mondeo durch eine vereinfachte Bedienung. Statt der bislang üppigen Ansammlung an Knöpfen navigiert man nun per Touchscreen durch die Menüs. Zudem verfügt der neue Mittelklasse-Ford über Sprachsteuerung und wird mit Sicherheitssystemen wie adaptiver Geschwindigkeitsregelung, Verkehrszeichenerkennung und Spurhalteassistent ausgerüstet. Unter der Haube arbeiten die bekannten Turbobenziner der Ecoboost-Familie sowie die zusammen mit Peugeot-Citroën entwickelten Dieselmotoren - alle sparen mit einem Start-Stopp-System Sprit. Gegen Aufpreis gibt es neben einem Doppelkupplungsgetriebe künftig auch Allradantrieb.

Neuer Opel Insignia erst Ende 2015

Opel steht mit der Ausweitung einer neuen Motorengeneration über die gesamte Modellpalette noch am Anfang. Erst 2013 sind die ersten frischen Triebwerke, die dann über Turboaufladung, Direkteinspritzung und kleine Hubräume verfügen, am Start. Auch ein achtstufiges Automatik-Getriebe ist in Arbeit. Obwohl der Opel Insignia die neuen Triebwerke bekommt, muss er sich weiter im aktuellen Gewand gegen die immer stärker werdende Konkurrenz behaupten.

Unterstützt wird er dabei zwar mit einem kleinen Facelift zum Spätsommer 2013, aber der Nachfolger steht erst Ende 2015 in den Startlöchern. Der wird jedoch mit einem sehr expressiven Design auf sich aufmerksam machen. Denn Opel setzt in Zukunft auf Voll-LED-Scheinwerfer, die den Designern völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten bieten. Einen Ausblick auf die künftige Designlinie gab die Studie Flextreme, die 2010 auf dem Genfer Autosalon zu bewundern war. "Der nächste Insignia geht in diese Richtung", bestätigt uns ein Projekt-Vertrauter von Opel.

Keine optische Radikalkur für VW Passat

VW plant beim nächsten Passat dagegen zumindest optisch keine Radikalkur. Dafür ändert sich unter dem Blech alles. Denn 2014 wechselt auch die nächste Passat-Generation auf den Modularen Quer-Baukasten des VW-Konzerns. Auf dieser in Länge und Breite flexiblen Architektur basiert künftig die Mehrzahl der Baureihen. Das senkt massiv die Stückkosten einer großen Anzahl an Teilen. Diese Ersparnis will VW auch dazu nutzen, bislang aufpreispflichtige Extras wie große Farbdisplays, Bluetooth-Freisprecheinrichtungen und einige Fahrerassistenzsysteme serienmäßig anzubieten, ohne den Grundpreis zu erhöhen.

Motorenseitig kommen die überarbeiteten aufgeladenen Benziner- und Dieselmotoren mit den bekannten Hubräumen zum Einsatz. Der Passat wird darüber hinaus auch erstmals als Plug-in-Hybrid mit einer Systemleistung von bis zu 170 PS zu haben sein, der bis zu 50 Kilometer rein elektrisch fahren kann. Für 2015, das erste volle Verkaufsjahr des neuen Modells, erwarten die Marktbeobachter von IHS Automotive, dass sich der Passat gemeinsam mit seinen US- und China-Ablegern weltweit über 700.000 Mal pro Jahr verkaufen wird. Ein Jahr später sei sogar die Marke von 800.000 Einheiten möglich.

Auch Skoda-Chef Winfried Vahland peilt ein starkes Wachstum an, das neben dem Rapid vor allem durch den neuen Octavia erreicht werden soll. Die Strategie: Der Octavia, der ebenfalls auf dem Modularen Quer-Baukasten basiert, ist in der neuen Generation wertiger und höher positioniert, die darunter entstehende Lücke zum Fabia schließt der günstigere, aber dennoch geräumige Rapid.

Mercedes CLA deutlich unter 30.000 Euro

Ähnlich macht es Mercedes. Die Stuttgarter fügten aktuell unterhalb der C-Klasse mit dem CLA eine preiswertere Stufenhecklimousine auf Basis der Frontantriebsplattform der A- und B-Klasse ein. Neben der coupéhaften Limousine im Stil des größeren CLS soll es auch einen Liftestyle-Kombi CLA Shooting Brake geben.

Die neue C-Klasse folgt schließlich 2014. Sie wächst um wenige Zentimeter, soll aber mit einem cW-Wert von rund 0,25 und einer weiteren Gewichtsreduzierung in puncto Verbrauch in der Mittelklasse neue Maßstäbe setzen. Im Gegensatz zum CLA bleibt es beim Heckantrieb, außerdem setzt sich die C-Klasse mit einer noch feineren Innenausstattung und mehr Technik nach oben ab. Auch Extras wie Headup-Display, Gestensteuerung samt stärkerer Vernetzung von Internet und Auto sowie Komfortausstattung wie das in die Scheibenwischer integrierte Reinigungssystem Magic Vision Control aus dem aktuellen SL bleiben der C-Klasse vorbehalten.

BMW 3er GT soll gegen Audi A5 antreten

BMW geht bei der Ergänzung der 3er-Baureihe einen anderen Weg als Mercedes. Mit Modellen wie 3er GT und 4er runden die Bayern ihre Palette nicht nach unten, sondern nach oben ab. Der 3er GT, eine coupéhaft gezeichnete Limousine mit großer Heckklappe im Stil des 5er GT, wurde vor kurzem vorgestellt und soll ab Sommer 2013 dem Audi A5 Paroli bieten.

Ein 3er Coupé und Cabrio wie in heutiger Form wird es dagegen nicht mehr geben. BMW positioniert die beiden Nischenmodelle höher. Sie hören künftig auf den Namen 4er Coupé und Cabrio und wachsen in der Länge um rund zehn Zentimeter. Bei der offenen Version bleibt es - entgegen dem Stoffdach-Trend - beim faltbaren Hardtop.

Und wie kontert Audi? Mit einem brandneuen A4 schon 2014, also bereits rund zwei Jahre nach der Modellpflege. Schärfer gezeichnete Linien, kürzere Überhänge und deutlich ausgestelltere Radläufe sollen den Neuen muskulöser wirken lassen. Vorne bleibt es beim mittlerweile markentypischen Single-Frame-Grill, der allerdings etwas aufrechter steht. Auch die Maße verändern sich kaum, der nächste Audi A4 wird nur wenige Zentimeter länger. Der größere Radstand dürfte jedoch das Platzangebot spürbar verbessern. Um mit der Konkurrenz beim Verbrauch Schritt halten zu können, speckt der nächste A4 noch mal mindestens 60 Kilogramm ab, und auch bei der Aerodynamik müsse man sich verbessern, heißt es intern bei Audi.

Zukunft der Mittelklasse mit starker Aufrüstung

Vor allem beim Thema Sicherheit und alternative Antriebe profitieren die Ingolstädter vom VW-Konzernverbund. So kommen auch im A4 das hauseigene Plug-in-Hybridsystem und die aus dem A6 bekannten Assistenzsysteme zum Einsatz. Ab 2014 verfügt der A4 serienmäßig über den Basisumfang des Sicherheitsprogramms Pre-Sense. Dieses beinhaltet bei Unfallgefahr präventiven Insassenschutz wie Gurtstraffung, Aktivierung der Warnblinkanlage und das Schließen der Fenster. Die weitergehenden Pre-Sense-Systeme wie Kollisionswarner und Notbremsassistent kosten Aufpreis. Trotz dieser Aufrüstung hört man übrigens immer wieder einen Satz, wenn man mit Automanagern spricht: Steigende Preise sind "am Markt nicht durchsetzbar". Gut so.

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