So wird Smart ein Ami-Liebling

Smart goes US. Aber kann der Smart II die Amis auch überzeugen? Wir haben den in Santa Barbara lebenden Designer Mark Stehrenberger gebeten, einen Smart zu zeichen, wie ihn die Amerikaner lieben würden. Voilá, das Ergebnis.

Lange ging es hin und her, am Ende eines fast quälenden Entscheidungsprozess hieß es dann: Smart goes West. Aber kann der Smart II die Amis auch überzeugen? Wir haben den in Santa Barbara lebenden Designer Mark Stehrenberger gebeten, einen Smart zu zeichenen, wie ihn die Amerikaner lieben würden. Voilá, das Ergebnis.

Das Image passt, die Eigenwilligkeit der Positionierung auch. Die Grundsubstanz, in Ami-Land in die Kultliga aufzusteigen, bescheinigt Steherenberger der Kleinmarke heute schon. Aber: Trotz Verlängerung um 20 Zentimeter und mehr Platz im Innenraum, kommt dem international bekannten Designer der Smart immer noch zu Golfbuggy-mäßig daher. Überhaupt ist ihm Smart mit der zweiten Auflage nicht weit genug gegangen, um am US-Markt eine positive Performance zu sichern. Sein Vorschlag: Smart muss für die USA größer werden, weil die Menschen dicker sind und die Parkplätze breiter. 3.70 Meter würde Stehrenberger empfehlen, längere Radstände. Und was aus Sicht des Amerikaners absolut nicht geht, ist die Ein-Modell-Politik: Stehrenberger: „Auf Sicht viel zu wenig. Hier empfiehlt er den Verantwortlichen von Smart einen Blick auf Mini, die derzeit fleißig an der Erweiterung ihrer Modellpalette basteln.

Und wie sieht nun Designer Stehrenberger die Smart-Zukunft für die USA? Fürs Erste schweben ihm vier Modelle vor.

Fortwo Coupé /Cabrio, wie es – vermutlich bereits Ende 2007 – offiziell aber Anfang 2008 an den Markt kommt. Aber eben bigger sized für den US-Markt. Die 20 Zentimeter, die man dem Fortwo aus Sicherheits- und Platzgründen spendiert hat, hält Stehrenberger für zu knausrig: „Amerikaner brauchen mehr Platz für ihr Lifestyle oder Sportequipment. Zudem sind die Parkplätze größer hier und quer parken ist auch nicht erlaubt. Als macht doch die Radstände größer. Das Ganze geht, ohne dass dem Smart der Charakter genommen wird.“

Auch würden größere Räder dem Smart seine Golf-Buggy-Optik nehmen, ihn propperer erscheinen lassen und zu einem besseren Handling verhelfen.

MPV/4x4 Crosser. Ein Muss aus Stehrenbergers Sicht für die USA: „Der MPV müsste ein Familienauto mit relative viel, sehr flexiblem Platz im Innenraum werden. Der Viersitzer würde Sitze bekommen, die zum Bett umgebaut werden können, zum mobilen Kinderzimmer oder zum Frachtraum. Er hat vier Türen, ist etwa 3.70 lang und hat vorne und hinten kurze Überhänge. Wie alle Smart müsste der MPV trendy sein, aber mit hohem Alltagsnutzen und intelligen Detaillösungen.

Zur Kostenersparnis könnte man den robust ausschauenden Crosser mit dem Allradsystem des Mitsubishi Rallye Colt Evo X ausstatten. Im Gegensatz zum MPV hätte der Crosser mehr Bodenfreiheit und einen breiteren Radstand. Als Motorisierung empfiehlt unser Mann in Amerika einen Vierzylinder mit etwa 100 PS sowie den Turbodiesel aus der A-Klasse.

Die spielerischste und attraktivste Variante aus Stehrenbergers Stift sind Vanette und Pickup. Die S-4 Fun Vanette ist ein Hochdach-Smart mit langem Radstand, bei der Pickup Variante S-Cargo gibt es eine Ladefläche hinter der zweisitzigen Kabine. Platziert werden könnten die Fahrzeuge für den praktischen Reisenden, die Familie oder als Transport-Gefährt. Die Varianten könnte man aufsetzen, ohne den trendigen und einzigartigen Charakter der Marke Smart zu gefährden.

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