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Extras aus dem Konfigurator gegen Kälte

Sonderausstattungen für den Winter

Stritspartipps, Stadtverkehr Foto: Stefan Lindloff, Hans-Dieter Seufert 10 Bilder

Schlagartig hat sich der Sommer verabschiedet und der morgendliche Dunst auf den Scheiben weicht bald einer kratz-intensiven Eisschicht. Was hilft an kalten Tagen im Auto? Genau: Die richtige Ausstattung. Wir hätten da mal ein paar Tipps. Denn gegen Kälte und Vereisung hat jeder Konfigurator Sonderausstattungen parat: Was kosten Lenkrad-, Spiegel- oder gar Frontscheibenheizung? Was gibt es noch?

15.10.2016 Patrick Lang

Zunächst mal wollen wir aufatmen und dankbar sein. Dankbar dafür, dass wir nicht in Regionen leben, in denen wir unsere Autos mit Jet-A1-Flugzeug-Sprit betanken müssen, weil wir uns weit unter dem Gefrierpunkt bewegen. Ungemütlich kann es aber trotzdem werden, und zwar bereits bei Temperaturen zwischen null und zehn Grad. Wohl dem, der eine funktionierende Heizung im Auto hat. Doch die Hersteller haben sich natürlich noch mehr einfallen lassen, um herbst-winterliche Fahrten so angenehm wie möglich zu gestalten. Wir haben mal einige Optionslisten durchforstet.

Seit GM 2006 das Patent für die elektrische Lenkradheizung angemeldet hat, übernahmen immer mehr Autobauer das Aufpreis-Extra in ihr Angebot. Im Schnitt sind dafür rund 250 Euro fällig, bei Renault und BMW sogar nur 190. An dieser Stelle soll aber angemerkt werden, dass gefütterte Lederhandschuhe bereits ab 35 Euro im Handel erhältlich sind und das lassen wir jetzt mal so stehen.

Sitzheizung und Allwetterfußmatten

Ein sehr angenehmes Extra ist aber auf jeden Fall die Sitzheizung, die den kältegeplagten Fahrern in kürzester Zeit Rücken und Hintern auftaut. Durchschnittlich 300 Euro rufen die Marken dafür auf. Einer der günstigsten Anbieter ist Fiat, mit 250 Euro. Porsche findet sich mit rund 417 Euro wenig überraschend weiter oben auf der Preis-Skala. Bei Volvo, Jaguar, Ford und Opel beispielsweise werden lohnenswerte Pakete angeboten, die Sitzheizung und Lichtpakete oder beheizbare Scheibenwisch-Düsen kombinieren.

Es gibt vermutlich kaum einen Options-Katalog, der länger ist als der des Volumen-VW Golf. Ein um 35 Millimeter erhöhtes Schlechtwegefahrwerk (375 Euro) findet sich dort ebenso wie der weniger exotische Ski- und Snowboardhalter (217 Euro). Eine echte Empfehlung bei widrigen Witterungsbedingungen sin daber auch banale Extras wie Allwetterfußmatten, die sich zwischen 100 Euro (BMW, vorne und hinten) und 30 Euro (Opel, vierteilig) bewegen.

Beheizte Wischdüsen plus Frontscheibenheizung, Standeizung

Wer sich so richtig gegen den Temperatursturz wehren möchte, verpflanzt eine Standheizung in sein Fahrzeug. (10 Tipps zu Standheizungen finden Sie hier). Ford liegt da mit 1.150 Euro im günstigeren Segment, während sich Hersteller wie Jaguar, Porsche, aber auch Opel, bei 1.400 Euro aufwärts tummeln. Nicht ganz so komfortabel, aber wesentlich günstiger kann auch eine Frontscheibenheizung für Durchblick sorgen. Das Extra war lange Zeit nur bei Ford erhältlich, ist jetzt aber auch beispielsweise bei VW (drahtlos, 340 Euro), Jaguar (nebst beheizter Wischdüsen, 357 Euro), Volvo (im Winterpaket, insgesamt 480 Euro) oder Alfa Romeo (nebst Handschuhfach-Klimatisierung, 190 Euro) im Programm.

Zum Abschluss des Ausflugs ins Reich der Extras haben wir noch ein paar Tipps obendrauf. Wer wegen eines hereinbrechenden Schnee-Chaos mehr Stunden als geplant auf der Autobahn verbringen muss, könnte über eine 230 Volt Steckdose zum Laden seines Notebooks beispeilsweise nachdenken. Freunde analoger Medien dürfen natürlich auch LED-Leselampen wählen, um ein Buch oder die Zeitung zu lesen, wenn wegen der Schneedecke kein Licht mehr ins Wageninnere dringt. Beheizbare Außenspiegel (150-200 Euro) bieten sich an, weil sich die kleinen Spiegel schlecht freikratzen lassen. Und meistens Serie, aber nicht immer: Die Multifunktionsanzeige mit Thermometer. Damit Sie wissen, ob sie die Kurve bei nur 2 Grad lieber vorsichtiger nehmen, als bei 8 Grad plus.

Vier Winter-Tipps für Autofahrer

All die vorgestellten Helfer können natürlich nicht alleine für angenehmes Reisen in der kalten Jahreszeit sorgen. Einige Dinge muss der Fahrer schon noch selbst beachten, hier sind vier davon:

  • Nicht mit dicker Jacke ans Steuer setzen – Wer sich im dicksten Winter-Parka hinter das Lenkrad klemmt, riskiert bei einem Unfall schwere Verletzungen. Denn der Gurt hat im Fall eines Aufpralls zu viel Spiel, weil er nicht nahe genug am Körper anliegt. Von der eingeschränkten Bewegungsfreiheit ganz zu schweigen.
  • Keine Feuchtigkeit ins Auto schleppen – Vor dem Einsteigen sollten sich Insassen von Schnee und Eis befreien. Zu viel Feuchtigkeit im Innenraum kann die Scheibe von innen beschlagen lassen und auf Dauer für Moder, Schimmel und Rost sorgen. Ganz vermeiden lässt es sich nicht, deshalb: Regelmäßig durchlüften und die Heizung hochdrehen.
  • Frostschutz nicht vergessen – Nicht jedermanns Wischerdüsen sind beheizt. Damit das Wischwasser weder an der Scheibe noch im Tank gefriert, immer einen Schuss Frostschutzmittel dazugeben. Auch der Kühlwasserkreislauf muss mit Frostschutz präpariert werden. Wer das unterlässt riskiert Schäden.
  • Waschstraße nicht ohne Vorwäsche nutzen – Das Auto sollte im Winter durch eine Wäsche hin und wieder von Streusalz und Schmutz befreit werden, sonst leidet der Lack. Damit der auch bei einem Besuch in der Waschstraße nicht zu sehr in Mitleidenschaft gezogen wird, die Schmutzschicht mit dem Dampfstrahler im Vorfeld beseitigen (lassen).
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