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Spanien

EU-Strafgeld gegen Asphalt-Tisch

Foto: GIW

Die EU-Kommission hat illegale Absprachen von fünf Konzernen im spanischen Straßenbau mit einem hohen Bußgeld von 183,7 Millionen Euro geahndet.

04.10.2007

British Petroleum (BP), die spanischen Konzerne Repsol und Cepsa, der schwedische Nynäs-Konzern und die portugiesische Galp sprachen von 1991 bis 2002 Preise für Straßenbaubitumen ab, teilte die EU-Kommission am Mittwoch (3.10.) in Brüssel mit. Bitumen wird zur Asphaltherstellung benutzt.

Fast zwölf Jahre lang betrogen

BP beichtete die Verstöße als erster und muss deshalb von seiner Strafe von über 66 Millionen Euro keinen Cent zahlen. Repsol erklärte in Madrid, die Verstöße seien seit 2002 abgestellt. Das Unternehmen werde gegen sein Strafgeld von 80,5 Millionen Euro vor dem EU-Gericht in Luxemburg klagen.

Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes erklärte, es sei nicht hinnehmbar, dass Kunden, öffentliche Behörden und Steuerzahler von diesen Unternehmen fast zwölf Jahre lang betrogen wurden. "Die Kommission wird ein derartiges rechtswidriges Verhalten von Unternehmen, die ihre Kunden hintergehen, nicht tolerieren und auch künftig harte Strafen verhängen."

Cespa muss 83,9 Millionen Euro nach Brüssel überweisen. Nynäs kommt auf eine Buße von 10,6 Millionen Euro, Galp auf 8,7 Millionen. Nynäs räumte in einer Erklärung ein, es seien "einige Fehler in Spanien" gemacht worden. Die Kartellmitglieder trafen sich laut Kommission zur Marktaufteilung und zu Preisabsprachen in Hotels oder Geschäftsräumen der Unternehmen am sogenannten Asphalt-Tisch. Schriftliche Aufzeichnungen dieser Treffen trugen den nach einer TV-Kindersendung benannten Code "Petete" oder "PTT".

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