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Spionage-Affäre

Coughlan muss Fakten offenlegen

Foto: Reinhard 42 Bilder

Der oberste Gerichtshof in London hat am Dienstag (10.7.) den in die Spionage-Affäre bei Ferrari verwickelten McLaren-Ingenieur Mike Coughlan und dessen Frau um Aufklärung in vier Punkten aufgefordert.

11.07.2007 Michael Schmidt Powered by

Der 48-jährige Angeklagte muss Ferrari die zwei Disketten aushändigen, auf denen die 780 Seiten mit internen Informationen aus Maranello gespeichert sind. Coughlan hatte das Material Ende April von dem Ferrari-Werkstattchef Nigel Stepney erhalten, was von Stepney immer noch bestritten wird. Die beiden CDs waren bei einer Durchsuchung in Coughlans Haus gefunden worden.

Ferrari erhält Einsicht in die Beweise


Ferrari fordert darüber hinaus Aufklärung darüber, in wieweit Coughlan seinen Vorgesetzten Jonathan Neale in die Vorgänge eingeweiht hatte. Das Gericht billigte Ferrari zu, dass sowohl Coughlan als auch McLaren darüber eine detaillierte Stellungnahme abzugeben haben.

Der Richter war weiterhin mit den Angaben von Coughlan über die Modalitäten bei der Übergabe der Informationen nicht zufrieden. Es soll einen Widerspruch bei dem von Coughlan angegeben Datum gegeben haben. Der hatte behauptet, der Übergabezeitpunkt wäre am 28. April gewesen. Ferrari aber kann nachweisen, dass Stepney noch im Mai Daten ausgedruckt hat. Ferrari bekam auch das Recht einen bestimmten Computer bei McLaren einzusehen, den Coughlan in den letzten zwei Monaten benutzt hatte.

Coughlan muss Ferrari-Fragen beantworten

Als Coughlan am Dienstag (10.7) gebeten wurde, über alle Fakten ein schriftliches Zeugnis abzuliefern, weigerte sich der mittlerweile suspendierte McLaren-Ingenieur, der zuletzt in der Qualitätskontrolle gearbeitet hatte. Coughlan hatte Angst, dass ein schriftliches Geständnis in Italien zu einer Anklage führen könnte. Nach einer 24-stündigen Bedenkzeit versprach Coughlan dem Gericht, seinen Rapport in Kürze bei der Justiz und bei Ferrari abzuliefern.

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