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Spionage-Fall

Auch Honda involviert

Foto: Honda

Der Fall Stepney wird immer bizarrer. Stück für Stück kommt die Wahrheit ans Licht, warum der unter Verdacht der Werksspionage stehende Ex-Ferrari-Werkstattchef Nigel Stepney geheime Informationen an den leitenden McLaren-Ingenieur Mike Coughlan gegeben hat.

06.07.2007 Michael Schmidt Powered by

Nachdem die insgesamt 700 Dokumente bei einer Durchsuchung in Coughlans Haus gefunden wurden, suspendierte McLaren seinen Mitarbeiter vom Dienst. Inzwischen wurde bekannt, dass Stepney und Coughlan gemeinsame Sache machen wollten. Die beiden hatten sich Anfang Juni in London mit Vertretern von Honda getroffen und ihr Material gezeigt. Stepney und Coughlan erhofften sich im Gegenzug eine Anstellung in leitender Position bei dem in Brackley stationierten Rennstall. Honda lehnte das Ansinnen ab.

Coughlan hatte zuvor bei McLaren mehrfach geäußert, dass er mit seinem Job unzufrieden sei. Als er dem technischen Direktor von McLaren, Jonathan Neale, davon berichtete, dass er Informationen über den Ferrari habe, riet dieser seinem Mitarbeiter, die Dokumente umgehend zu vernichten. Die Enthüllung, dass nun auch ein drittes Team in den Fall involviert ist, entlastet McLaren vom Vorwurf, man habe von den Informationen profitiert.

Untersuchung der McLaren-Technik

Die FIA hat dennoch eine Untersuchung eingeleitet. Die technischen Kommissare des Weltverbandes bekamen von Ferrari eine Liste der technischen Zeichnungen, die in dem Paket enthalten waren. Daraufhin setzte sich FIA-Rennleiter Charlie Whiting mit McLaren-Chefingenieur Paddy Lowe zusammen, um zu vergleichen, ob am McLaren MP4-22 irgendein Detail von dem Ferrari F2007 kopiert worden ist. McLaren-Chef Ron Dennis hatte bereits in einer Pressemitteilung erklärt, dass McLaren keinerlei technisches Gedankengut von Ferrari übernommen habe. "Wir werden in diesem Fall voll mit der FIA und Ferrari kooperieren, um zu beweisen, dass keinerlei Transfer stattgefunden hat."

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