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Spionage

Renault muss Fragen beantworten

Foto: Daniel Reinhard

Zur nächsten Sitzung des Weltrates (6.12.) hat die FIA den Führungsstab von Renault vorgeladen. Die Franzosen stehen im Verdacht, fremde Daten bei der Entwicklung des eigenen Autos verwendet zu haben.

08.11.2007 Powered by

In diesem Fall ist McLaren nicht auf der Anklagebank sondern der Leidtragende. Renault steht im Verdacht technische Daten der Silberpfeile besessen und zum eigenen Vorteil verwendet zu haben. Gleich neun Ingenieure sollen in den Fall involviert sein. Bereits im September waren Gerüchte aufgetaucht, ein ehemaliger McLaren-Mitarbeiter habe technische Daten zu seinem neuen Arbeitgeber mitgenommen.

Neue Dimension?

Renault-Teamchef Flavio Briatore soll den Ideenklau gegenüber Ron Dennis sogar schon schriftlich bestätigt haben. Damit würde der Fall eine neue Dimension erreichen. McLaren konnte in der Spionage-Affäre mit Ferrari zwar der Besitz, aber nicht die Verwendung der fremden Daten nachgewiesen werden. In der Anhörung am 6. Dezember geht es nach FIA-Angaben allerdings erst einmal um den Vorwurf des illegalen Besitzes und nicht um eine eventuelle Vorteilsnahme.

Die FIA nennt sogar konkret einige Punkte, in denen McLaren Know-How in das Renault-Design eingeflossen sein soll. Tanksystem, Getriebe, Hydraulik, Öl-Kühlung und Aufhängung - überall stehen die Franzosen im Verdacht, bei den Silberpfeilen abgekupfert zu haben. Sollten sich die Vorwürfe als wahr herausstellen, müsste der FIA-Weltrat theoretisch noch härtere Sanktionen aussprechen als im Fall McLaren. Auf jeden Fall müssen Briatore und Co. einige unangenehme Fragen beantworten.

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