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sport auto-Redaktions-Highlights 2013

Sportwagen, die uns im Gedächtnis bleiben

Mercedes SLS AMG Black Series, Frontansicht, Flügeltür Foto: Rossen Gargolov 39 Bilder

Welche Sportwagen haben uns im vergangenen Jahr besonders beeindruckt und warum? Zum Jahresbeginn 2014 haben wir alle sport auto-Ausgaben von 2013 durchforstet und unsere persönlichen Highlights für Sie zusammengestellt. Dabei stehen Rundenzeiten nicht immer an erster Stelle. Auch auf die inneren Werte kommt es an.

05.01.2014 Roman Domes Powered by

Wow, was war 2013 für ein tolles Jahr 2013 für die sport auto-Redaktion. Grandiose Motorsport-Ereignisse wie etwa das 24h-Rennen am Nürburgring 2013 wurden von uns begleitet, wir haben die Nitrolympx in Hockenheim besucht und den Rallye-Cross-Zirkus in der Bretagne entdeckt.

11 Mal rückte Horst von Saurma mit unterschiedlichsten Fahrzeugen - vom Kleinwagen bis zur Luxus-Limousine - zum Supertest aus. 32 Einzeltests und mehr als 30 Sportwagen-Vergleichsduelle wurden vom sport auto-Team durchgeführt und produziert. Am Ende zählt nur eines: Welcher Sportler ist uns im Gedächtnis geblieben?

Mercedes SLS AMG Black Series als puristische Fahrmaschine

Unserem Redaktionsleiter Marcus Schurig fällt die Antwort sehr leicht, er wählt den Mercedes SLS AMG Black Series auf Platz eins seiner persönlichen Hitliste. "Kein Radio, kein unnötiger Plunder, eine pure Fahrbahnmaschine“, lautet das pointierte Urteil über den Stuttgarter Übersportler. Dabei spielt der Faktor Motor nur eine der beiden Hauptrollen.

Die andere ist eindrucksvoll mit dem Siebengang-Doppelkupplungs-Getriebe besetzt, das nicht unbedingt darauf ausgelegt wurde, den letzten Tropfen Sprit zu sparen, sondern direkt übersetzt ist. "Manch‘ anderem Sportler wurde eine so lange Gangabstufung verpasst, dass er im letzten Gang 488 km/h schaffen würde - wäre er denn leistungsstark genug.“

Nicht so im Flügeltürer der schwarzen Serie, der in der siebten Fahrstufe erst ausgedreht seine Höchstgeschwindigkeit von 315 km/h erreicht. "Der SLS AMG Black Series hat mich daran erinnert, dass alles andere Mumpitz ist. Und das obwohl noch Potenzial auf der Rennstrecke vorhanden ist, denn das ist das Revier des reinrassigen Mercedes SLS AMG Black Series.“

Porsche 911 Turbo S zeigt dem GT3 die Rücklichter

Zum Trotz jeglicher Vorhersagen ist auf der Rennstrecke im Duell Porsche gegen Porsche etwas nie Dagewesenes eingetreten. Der neue Porsche 911 Turbo S schlägt den Kurvenkünstler GT3 der gleichen Baureihe (991) auf dem kleinen Kurs in Hockenheim. Das hat selbst Redakteur Christian Gebhardt so überrascht, dass er den Biturbo-Elfer auf den ersten Rang wählt: "Dem Turbo gelingt wie keinem der Vorgänger der Spagat zwischen Alltagstauglichkeit und Querdynamik auf der Rennstrecke.“

Auf dem kleinen Rundkurs konnte auch die nagelneue Corvette C7 überzeugen. Der Ami-Sportler mit beträchtlich langer Historie setzt wie einst auf klassische Tugenden wie den 6,2-Liter fassenden V8-Saugmotor. Beim Blick in den prall gefüllten Motorraum könnte man beinahe folgendes Motto wahrnehmen: "Downsizing? Aufladung? Nicht mit mir“. Wer an dieser Stelle vermutet, mit der C7 sei ein Dinosaurier in die Neuzeit gestolpert, sieht sich getäuscht.

Christian Gebhardt bricht eine Lanze für die Nummer zwei auf seiner Liste: "Die Corvette wurde beeindruckend weiterentwickelt: Zylinderabschaltung, Benzindirekteinspritzung, bessere Verarbeitung in Innenraum. Und dennoch bleibt der rauhe Corvette-Charakter bestehen – auch dank der neuen Siebengang-Handschaltung.“ Neben genannten technischen Neuerungen wäre da noch ein Totschlag-Argument: der Preis. Die Corvette C7 ist für unter 70.000 Euro zu haben – der nächste ernst zu nehmende Konkurrent kostet mindestens 30.000 Euro mehr: 105.946 Euro sind für den 400 PS starken Porsche Carrera S fällig. Hut ab, Corvette!

Mit dem Jaguar F-Type S im Rauch der Sinne

Mit einem Grundpreis von 85.000 Euro ist der Jaguar F-Type S Roadster rund 20.000 Euro günstiger als der Zuffenhausener Carrera S. Sein 380 PS V6-Kompressor, das rauchige Quertreiben und die in hoher Dosis verabreichte, britische "sportiness“ verzauberten uns im vergangenen Jahr. Der offene Jag war 2013 eine echte Sportwagen-Überraschung - trotz mehr als 1,7 Tonnen Leergewicht.

Angesetzte, überflüssige Pfunde sind im Regelfall schlecht für die sportliche Veranlagung, bei Mensch als auch bei Maschine. Die Gesetze der Physik widerlegte der Audi RS6. Die bleischwere Familienkutsche mit 560 PS und 2 Tonnen Gewicht trumpfte auf mit beeindruckenden Fahrleistungen, reichlich Kurventalent, Platz für fünf Personen und großem Kofferraum. So kann man den Wochenend-Großeinkauf problemlos unterbringen und anschließend die Familie samt Gepäck im V8-Kombi um die Rennstrecke hetzen.

Alfa Romeo 4C setzt auf alte BMW M3 CSL-Tugenden

Dass es auch andersherum geht, zeigt Alfa Romeo mit dem 4C (für vier Zylinder): Der italienische Zweisitzer ist im Gegensatz zum Audi RS6 hoffnungslos untauglich für den wöchentlichen Shopping-Trip. Dafür wiegt er auch rund 1.100 Kilogramm (!) weniger. Nur 900 Kilogramm Trockenmasse bringt der Alfa 4C auf die Waage. Der schnittige Bruder des Alfa 8C umrundete - laut Hersteller - die Nürburgring-Nordschleife in 8:04 Minuten. Das ist schneller als der Porsche Cayman S in unserem Supertest im Mai 2013.

Noch schneller war der BMW M3 CSL mit einer Rundenzeit von 7:50 Minuten in der "Grünen Hölle“. Sie fragen sich sicher, was der M3 der schon etwas betagten BMW-Baureihe E46 hier zu suchen hat. Nun, Redakteur Jens Dralle durfte das bayerische Meisterwerk im Rahmen des Traumwagen-Specials 2013 der Kollegen von auto motor und sport fahren und setzt den M3 mit Zusatz "Coupé, Sport, Leichtbau“ an erster Stelle seiner Rangliste.

Warum? "Weil beim CSL die Mechanik den Ton macht, nicht die Elektronik. Vorne schnorchelt’s, hinten trompetet’s. Und weil er so wunderbar ausbalanciert fährt.“ Auch zum Brötchenholen sei das Leichtgewicht geeignet - aber nur bei schönem Wetter auf trockener Piste, denn der über zehn Jahre alte BMW M3 CSL (Bauzeit: Juni bis Dezember 2003) war standardmäßig auf Semi-Slicks unterwegs.

VW Golf GTI überzeugt eindrucksvoll in der 7. Generation

Genug in der Vergangenheit von 2003 gewühlt, zurück ins Jahr 2013. Da wurden auch andere Sportwagen in die freie Wildbahn entlassen und von uns unter die Lupe genommen. So etwa der Mercedes A45 AMG, der erste richtige Kompakt-AMG, der gleich den Spitzenplatz im hart umkämpften Kompakt-Segment erringt - vor dem BMW M135i xDrive mit Allrad-Antrieb.

Auch der Golf GTI in der siebenten Generation gab sein Debüt. Nach dem sportlich nicht ganz überzeugenden Vorgänger der sechsten Generation ist der aktuelle GTI dank  technischer Finessen ein erstklassiger Kompakt-Sportler geworden.

In unserer großen Bildergalerie haben wir nochmals alle Highlights und Momente des sport auto-Jahres 2013 aufbereitet. Haben wir etwas vergessen? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar – hier oder auf unserer Facebook-Seite.

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