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sport auto-Trophy: Rekordfahrt auf der Nordschleife

Rundenzeitenrekord: Düchting-Donkervoort D8 RS

Nordschleife Rekordfahrten 47 Bilder

Michael Düchting hat im Donkervoort D8 RS die sport auto-Trophy für die schnellste Rundenzeit auf der Nordschleife des Nürburgrings wieder an sich gerissen. Der hauchdünne Vorsprung vor dem Edo Competition-Porsche GT2R ist nur mit einer genauen Datenanalyse aufzudecken.

30.12.2005 Jochen Übler Powered by

Die Geister, die wir riefen - jetzt stehen sie tatsächlich Schlange. Jagen sich gegenseitig, geben sich an der Nürburgring-Nordschleife die Klinke in die Hand. Besser gesagt: die Trophäe - den sport auto-Wanderpokal. Die Ausschreibung für die schnellste Rundenzeit in der Grünen Hölle auf einem straßenzugelassenen Sportwagen findet geradezu reißenden Absatz. Am 4.August jubelte Patrick Simon auf einem Edo-Porsche GT2.

David gegen Goliath in der Grünen Hölle

Am 6. November 2005. war die Rundenzeit von 7.15,63 Minuten schon wieder Geschichte. Michael Düchting feilte die Benchmark auf 7.14,89 Minuten herunter - mit handelsüblichen Straßenreifen (Dunlop Sportmaxx). Der Edo-Porsche war hingegen mit Pirelli-Sportreifen besohlt. Gravierender könnte der technische Unterschied von 0,7 Sekunden Zeitdifferenz also nicht sein. David gegen Goliath. Hier der 665 Kilo-Donkervoort-Spund, nominell 370 PS stark. Dort ein beflügelter Porsche Turbo mit 542 PS - allerdings fast 1.300 Kilogramm schwer.

Wo zieht Leistung gegen Leichtigkeit den Kürzeren? Nur die haarfeine Analyse der Datenaufzeichnung bringt Licht ins Dunkel. Anders ist den zeitlichen Nuancen hinter dem Komma nicht mehr Herr zu werden. Die überdies plakativ aufzeigen, in welche Zeitniederungen die sport auto-Trophy mittlerweile vorgestoßen ist. Die Auszüge der Datenanalyse (siehe Fotoshow) stehen stellvertretend für den Grundsatz: Der leichte Donky erarbeitet sich beim Anbremsen und bei den tatsächlichen Kurvengeschwindigkeiten die entscheidenden Vorteile. Die er auch dringend nötig hat - weil er auf den schnellen Streckenpassagen verliert. Allein der Auszug des Bereichs Döttinger Höhe verdeutlicht, wo der Vorteil des Porsche liegt. Die bessere Aerodynamik - gepaart mit der höheren Leistung - sticht primär bei den Vollgasetappen.

Deutliche Unterschiede bei der Höchstgeschwindigkeit

Der Edo-911 erreicht am Ende der langen Geraden einen Topspeed von 284 km/h. Der Donkervoort kommt über 259 km/h nicht hinaus, wie die rote Linie gegenüber der schwarzen Linie (Porsche) erkennen lässt. Dabei zeigt die Grafik nicht die erzielte Querbeschleunigung, sondern ausschließlich die am jeweiligen Streckenabschnitt erreichte Geschwindigkeit, die an der x-Achse aufgezeigt wird. Die y-Achse bemisst die Strecke. Keine noch so winzige Kleinigkeit bleibt der sport auto-Datenerfassung verborgen. Bestes Beispiel auch hier wieder der Bereich Ausgangs Galgenkopf.

Die Grafik (siehe Fotoshow) für den Porsche zeigt deutliche Absätze: zwei Schaltvorgänge vom vierten in den fünften und in den sechsten Gang. Michael Düchting im Donkervoort schaltet ohne eine erkennbare Zugkraftunterbrechung - dem sequenziellen Getriebe sei Dank. Womit wir bei der technischen Aufrüstung wären. Ein Reglement tut Not, um einem allzu wilden Treiben Einhalt zu gebieten. Schließlich soll die sport auto-Trophy in der nächsten Saison nicht an den Geistern sterben, die sie selbst einst rief.

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