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sport auto-Trophy: Rekordfahrt auf der Nordschleife

Rundenzeitenrekord: Edo Competition-Porsche GT2R

Nordschleife Rekordfahrten 47 Bilder

Der Kampf um die sport auto-Trophy für die schnellste Runde mit straßenzugelassenen Fahrzeugen auf der Nordschleife gipfelt in einer Zeit von 7.15,63 Minuten, gefahren im Edo Competition-Porsche GT2R von Partick Simon.

14.10.2005 Jochen Übler Powered by

Spätestens mit der Rekordfahrt von Michael Düchting im Donkervoort D8 RS wurde eine Lawine losgetreten, die einerseits die Konkurrenz belebt, andererseits für zündenden Diskussionsstoff sorgt. Die Nordschleifen-Rundenzeiten purzeln wie Bowling-Pins. Die dafür aufgebauten Fahrzeuge haben mit herkömmlicher Konfektionsware nichts mehr zu tun. Die neuerliche Rekordmarke dürfte eine zusätzliche Portion Öl ins Feuer der Internetforen spritzen.

Porsche vom Tuner schlägt Donkervoort auf der Nordschleife

Wie dem auch sei, die 7.18,10 Minuten des Michael Düchting sind pulverisiert. Von VLN-Spezialist Patrick Simon, der am 4. August 2005 die neue Bestmarke setzte. Mit der Fabelzeit von 7.15,63 Minuten, gefahren auf einem Porsche GT2 von Edo Competition. Genauer gesagt auf einem Edo Competition-GT2R, denn der in Ahlen ansässige Spezialist für modifizierte Supersportler ist eingetragener Hersteller im Kraftfahrtbundesamt. Und nun also auch stolzer Titelträger des sport auto Kohlefaser-Wanderpokals.

Einleuchtend, dass derartige Errungenschaften nicht so eben nebenbei eingeheimst werden. Arbeitsintensive Nächte im Vorfeld und ein paar graue Haare im Nachhinein dürften der Edo-Mannschaft nach diesem Parforce- Ritt gewachsen sein. Wobei sich die Truppe ihrer Sache Sache ziemlich sicher war: "Durch unsere Vortests haben wir schon gewusst, dass wir nahe an die bislang bestehende Zeit rankommen", stapelt Patrick Simon tief. Von ausgeprägter Gelassenheit vor Ort konnte dennoch nicht die Rede sein. Schließlich war das mögliche Zeitfenster im Rahmen der RTS-Drivedays knapp bemessen. "Wir hatten gerademal eine halbe Stunde", schmunzelt Firmenchef Edo Karabegovic. Für eine Rundenzeit von knapp über sieben Minuten sollte das genug sein - zumindest in der Theorie.

Erste Rekordversuch endet in der Box

Denn nach einer verhaltenen Testrunde zum Erwärmen der Pirelli P Zero Corsa-Reifen endete der erste ernsthafte Rekordversuch im Bereich Metzgesfeld. Ein schleichender Plattfuß zwang Patrick Simon zum Abbruch. Der Hilferuf des Gestrandeten traf die Edo-Mannschaft unvermittelt. "Wir sind sofort mit dem Transporter losgejuckelt. Bis das Auto mit neuen Reifen wieder startklar war, blieb uns nur noch ein Schuss", rekapituliert Edo Karabegovic. Aber dieser eine Schuss war der Goldene. Maximale Attacke, volles Rohr. Augen zu und durch. Jetzt oder nie. Mit 268 km/h ans Schwedenkreuz. Mit 259 Sachen durch die Fuchsröhre. Jedoch auch mit einer Höchstgeschwindigkeit auf der Döttinger Höhe, die mit 284 km/h relativ human ausfällt. Demnach ist den Angaben Glauben zu schenken, dass der Edo-Porsche tatsächlich über "nur" 542 PS verfügt.

Das Konzept der fahrdynamischen Künste des Hecktrieblers beruht einerseits auf einem relativ geringen Gewicht von unter 1.300 Kilogramm, in der ausgeklügelten Aerodynamik mit komplett verkleidetem Unterboden und Mega-Heckflügel und andererseits im perfekt abgestimmten KW-Rennsport-Fahrwerk. "Das Paket dieses Autos ist wirklich absolut perfekt. Einen ähnlich leistungsfähigen Wagen mit Straßenzulassung habe ich bislang noch nicht gefahren", lobt Patrick Simon.

Ganz nebenbei fuhr der Wiesbadener mit diesem Edo-GT2R übrigens auch die diesjährige Tagesbestzeit beim sport auto-Tuner-Grand Prix ein. Ein provozierender Doppelpack, was der Rekordjagd für die mit den Hufen scharrenden Konkurrenten sicherlich noch weiteren Nachdruck verleihen dürfte. Wie harren der Dinge, die da noch kommen.

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