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Sportliche Oldtimer ab 5.000 Euro

6 Autos für den puren Fahrspaß

Porsche 911, Frontansicht Foto: Archiv 30 Bilder

Wer einen Oldtimer sucht, der möglichst viel Fahrspaß bietet, muss nicht zwangsläufig einen Porsche 911 fahren - obwohl der Elfer wie kein anderer diese Kategorie von Auto verkörpert. Doch schon ab 5.000 Euro kann man glücklich werden.

16.02.2014 Michael Orth Powered by

Alles am Porsche 911 fördert den Fahrspaß

Ist der Porsche 911 hier überhaupt richtig? Müsste er nicht bei den Autos mit besonderem Sound stehen? Oder bei denen, die sicher weiter an Wert zulegen? Vielleicht auch bei den besonders charakterstarken? Und passt er nicht genau so gut auch zu denen, die einen nicht im Stich lassen, weil er diesbezüglich ja nichts anderes ist als ein Käfer mit zwei Zylindern mehr? Alles richtig, und genau deshalb ist auch der 911 an dieser Stelle bestens platziert.

Weil nichts dem Spaß an ihm so wirklich in die Quere kommt, sondern alles ihn fördert. Das helle Singen des Lüfterrads zum Beispiel, das die Obertöne liefert zur mechanischen Musik des Sechszylinder-Boxers im Porsche 911. Der schreit und rasselt und gurgelt und faucht und dreht und schiebt und ist so ständig präsent, akustisch und mit Druck in allen Lagen.

Später Carrera 3.2 ist der beste Kompromiss

Außerdem ist der Porsche 911 robust und lässt sich, übersichtlich und einfach aufgebaut wie er ist, von jedem gerne pflegen und warten, der ihn nicht mit zwei linken Händen anfasst. Mit denen allerdings hat man auch am Steuer des Porsche nichts verloren. Nicht dass er hinterhältig wäre, aber er reagiert nun einmal sehr feinfühlig auf das, was ihm am Lenkrad und über die Pedale bedeutet wird.

Wer diese Form der Verständigung einmal beherrscht, für den wird sie bald die beste Unterhaltung überhaupt. Wilder und intimer gerät sie, je älter der Elfer ist, gepflegter und etwas kommoder mit den jüngeren Baujahren. Nicht anders gilt das für die Karosserielinie des Porsche 911, diese unverwechselbare wie schlicht schöne Form, die gleichsam archetypisch für den deutschen Sportwagen steht.

Ein später Carrera mit 3,2-Liter ist vielleicht der beste Kompromiss: guter Rostschutz, geschmeidiges G-50-Getriebe, hydraulische Kettenspanner, 231 PS und feine Manieren für den Alltag. Den will man einem frühen Porsche 911 lieber nicht mehr zumuten. Aus Rücksicht ihm und sich selbst gegenüber. Wer sich auf ihn einlässt und ihn versteht, wird sich ihm ohnehin schnell so verbunden fühlen, dass man ihm erspart, was er nicht mag, und ihn tun lässt, was er besonders gut kann. Was das ist? Vor allem eines: Freude bereiten.

  • vom Porsche 911 wurden insgesamt 87.656 Exemplare (911 F) bzw.  196.392 (911 G) gebaut
  • Sechszylinder-Boxer, gebläsegekühlt, 3.164 cm3, 231 PS, 1.280 kg
  • Vmax 238 km/h
  • Bauzeit von 1963 bis 1989
  • ab 50.000 (911 F)/28.000 Euro (G-Modell)

Die Magie des Mini

Es ist nicht so, als steige man in ein Auto. Es ist, als begebe man sich in eine andere Welt. In dieser Welt gilt ein anderer Maßstab. Weil alles kleiner ist, kommt einem alles näher, die Straße, der kleine Wagen selbst und vor allem das Fahrerlebnis. Das ist die Magie des Mini. Und sie zieht sich über alle sieben Baureihen von 1959 bis 2000.

Dem kleinen, über konische Gummiblöcke hart gefederten und reaktionsschnellen Wagen reichen schon die 34 PS des 850er BMC-Motors, während es in den stärkeren Cooper- und besonders den Cooper S mit 75 PS immer ein bisschen nach Rallye riecht. Vier Monte-Siege in Folge, unter anderem. Man kann den Mini nett finden, aber er kann auch ganz anders. Also, wer sagt, dass man für Fahrspaß Heckantrieb bräuchte?

  • vom Mini wurden rund 5,4 Millionen Exemplare gebaut
  • Vierzylinder-Reihenmotor, 848 cm3, 34 PS
  • Gewicht 620 kg
  • Vmax 118 km/h
  • Bauzeit: 1959 bis 2000
  • Preise ab 5.000 Euro

Das Leben könnte so einfach sein, wenn es nicht so kompliziert wäre. Man könnte schnell das Dach nach hinten schlagen, auf den tiefen Sitz hopsen, diesen wunderbaren Motor starten, und egal wohin die Fahrt seines Lebens genießen in einem Alfa Spider. Dafür aber muss man eine Entscheidung treffen: welchen nehmen?

Einen frühen mit Rundheck, weil er so direkt, pur und ursprünglich ist? Oder lieber den Fastback, weil er die Option auf diesen bulligen Zweiliter-Motor bietet? Oder den Aerodinamica, weil er einst als Gummilippe geschmäht wurde und nun verblüffen kann, wenn man ihn neu entdeckt? Oder den schlichten, ausgereiften und servogelenkten Alfa Romeo Spider der vierten Generation? Falsch wäre zu behaupten, einer mache mehr Spaß als der andere. Und das kann die Entscheidung komplizieren.

  • vom Alfa Romeo Spider wurden 124.134 Exemplare gebaut
  • Vierzylinder-Reihenmotor, 1.962 cm3, 131 PS
  • Gewicht 1.040 kg
  • Vmax 196 km/h
  • Bauzeit 1966 bis 1993
  • Preise ab 6.000 Euro

BMW 02 ist eine echte Fahrmaschine

Viel Motor für wenig Auto. Das ist die simple Formel, die den BMW 2002 erklärt. Mit dem Erklären aber ist es kaum getan. Denn gerade der 02 ist ein Wagen, der sich durch Erläuterungen allein nicht erschließen lässt. Er verlangt, erfahren zu werden. Dann überzeugt er, dann steckt er an, dann verblüfft er. Weil er so agil ist, so gut zu kontrollieren und so kontrolliert zu provozieren.

Dabei ist ihr das so gar nicht anzusehen, der technisch robusten, schlichten Limousine. Viel Freude am Fahren bringen schon der BMW 1802 und der 2002 mit Einfachvergaser. Sie wächst weiter mit der Leistung in den Doppelvergaser-Modellen (ti) und dem 2002 tii mit Einspritzanlage und 130 PS. Böser, seltener Turbo mit 170 PS.

  • vom BMW 2002 wurden 861.242 Exemplare gebaut
  • Vierzylinder-Reihenmotor, 1.990 cm3, 100 PS
  • Gewicht 990 kg
  • Vmax 180 km/h
  • Bauzeit 1966 bis 1977
  • Preise ab 7.000 Euro

Extrem hart, extrem direkt, extrem eng

Die Alpine A110 ist klein und eng und hart und laut und manchmal auch hinterhältig. Sie kann nicht anders mit Heckmotor, Pendelachse und extrem direkter Lenkung. Das mit dem klein und eng und hart und laut ist nicht wirklich der Rede wert. Erstens ist dem Plastikauto ja sofort anzusehen, dass man nicht wirklich in ihm sitzen kann ohne es liegen zu nennen, wenn man größer ist als ein Zwerg.

Zweitens ist die Alpine A110 schnell, sehr schnell, und sie fühlt sich auch so an. Natürlich ist der lausig verarbeitete und nicht eben billige Wagen nicht alltagstauglich.

  • vom Alpine A110 wurden 7.361 Exemplare
  • Vierzylinder-Reihenmotor, 1.566 cm3, 820 kg
  • Vmax 221 km/h
  • Bauzeit 1963 bis 1977
  • Preis rund 45.000 Euro. 

Lotus Seven ist der kompromisslose Minimalist

Nichts steigert die Unmittelbarkeit des Eindrucks mehr als der Verzicht auf Überflüssiges. Und kein anderes Auto übt diesen Verzicht konsequenter als der Lotus Seven. Mit dünnem Alu auf filigranem Rohrrahmen ist das Ding, gedacht eigentlich für Club-Rennen, zunächst nur acht Zentner schwer.

Da reichen selbst die rund 40 PS der Ford- und BMC-Vierzylinder im Lotus Seven, um es richtig laufen lassen zu können. Einfacher Aufbau, geringes Gewicht, gutes Handling. Das verkörpert der Seven wie die zahllosen Replicas, etwa von Caterham, Donkervoort oder Westfield.

  • vom Lotus Seven wurden 2.556 Exemplare gebaut
  • Vierzylinder-Reihenmotor, 948 cm3, 37 PS
  • Gewicht 417 kg
  • Vmax 137 km/h
  • Bauzeit 1957 bis 1972
  • Preis ab 25.000 Euro

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