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Sportwagen-Comeback

De Tomaso kommt zurück

1979er DeTomaso Pantera Group 3 Foto: Benson Chiu ©2010 Courtesy of RM Auctions 27 Bilder

Die italienische Nobelmarke De Tomaso steht vor einem Comeback. Das bestätigte der Investor Gian Mario Rossignolo, der die Namensrechte erworben und sich beim italienischen Karosseriebauer Pininfarina bereits die nötige Fertigungskapazität gesichert hat.

25.11.2010

Alternativ zur Fertigungsmöglichkeit bei Pininfarina interessiert sich Rossignolo auch für das ungeliebte Fiat Werk Termini Imerese auf Sizilien, im dem nach Plänen von Fiat-Boss Marchionne 2011 die Fiat-Produktion eingestellt werden soll. Für eine Werksübernahme habe De Tomaso Rückendeckung der italienischen Regierung, heißt es aus dem italienischen Wirtschaftsministerium. Neben dem Standort wolle De Tomaso auch alle 1.400 Arbeiter übernehmen.

2013 soll auch wieder ein Sportwagen kommen

Rossignolo kündigte in Mailand als erstes neues Modell der Marke einen eleganten und sportlichen Geländewagen für etwa 120.000 Euro an. Das Auto soll auf dem Genfer Autosalon 2011 vorgestellt werden. Ein Jahr später will das Unternehmen eine Limousine und 2013 einen Sportwagen zeigen, den es offen wie geschlossen geben soll. Mit allen drei Modellreihen will Rossignolo nicht mehr als 10.000 Autos pro Jahr fertigen. Die Fahrzeuge sollen keine Plattformen und Karosserien anderer Hersteller nutzen, sondern nach einem eigenen Konstruktionsprinzip aus Aluminium gefertigt werden. Das werde mit weniger Teilen auskommen und gleichermaßen Kosten und Gewicht sparen. Der neue Geländewagen zum Beispiel werde weniger als 1.000 Kilogramm wiegen und der Konkurrenz so um 30 bis 50 Prozent voraus sein.

Motoren von PSA, Ford oder GM
 
Bei den Motoren setzt Rossignolo jedoch auf bewährte Technik. "Wir verhandeln mit Peugeot und Citroën in Europa sowie Ford und General Motors in den USA", sagte der Investor. Dabei sucht er nach V6- und V8-Aggregaten, Dieseln und Benzinern mit Leistungen bis etwa 500 PS. "Mehr braucht kein Mensch." Hybrid- oder Elektroantriebe sind dagegen nicht vorgesehen.
 
Die in Modena beheimatete Sportwagenmarke De Tomaso wurde 1959 vom Argentinier Alejandro De Tomaso gegründet. Sie wurde berühmt mit Fahrzeugen wie dem Mangusta oder Pantera und verkaufte in guten Jahren mehr Autos als die Nachbarn Lamborghini oder Ferrari. Im Zuge der Ölkrise geriet De Tomaso allerdings in Turbulenzen und musste die Auslieferung immer mal wieder stoppen. Nach einigen weniger erfolgreichen Comeback-Versuchen in den 1990er Jahren meldete die Firma 2004 Konkurs an.

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