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Sportwagen mit Allradantrieb im Überblick

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Audi R8 LMX, Frontansicht Foto: Rossen Gargolov 43 Bilder

Sportwagen mit Allradantrieb gehören einer absoluten Minderheit an. Dafür gibt es vierradgetriebene SUV zu Hauf – aber nur wenige mit echtem sportlichem Charakter. Wie sieht es bei den Kleinwagen, in der Kompakt- oder Mittelklasse aus? Wir haben für Sie alle Fahrzeugsegmente nach sportlichen Allradlern durchstöbert. Marktübersicht.

24.01.2015 Andreas Haupt Powered by

Quattro, xDrive, 4Matic, 4Motion, All4: Im Winter dürfen die Fahrer von Allradautos jubeln. Während Front- und Hecktriebler auf glatter und vereister Fahrbahn auf der Suche nach Traktion mitunter hilflos mit den Profilblöcken scharren, lässt sie der Allradler im Schnee stehen.

Jaguar F-Type nun mit Allrad

Egal auf welchem Fahrbahnbelag, aber insbesondere bei niederen Reibwerten: Allradantrieb ist immer ein Zugewinn. Stichwort: Traktion, Sicherheit und Stabilität. Warum? Bei modernen Allradsystemen verteilt sich das Antriebsmoment je nach Fahrsituation variabel mehr auf die Vorder- oder Hinterräder. So erhöht sich die Längsstabilisation des Fahrzeuges und wirkt der Übersteuerneigung bei Hinterradantrieb sowie der Untersteuertendenz des Vorderradantriebes aktiv entgegen.

Allerdings muss man für Allradler mit höheren Anschaffungskosten, meist leicht höherem Spritverbrauch und etwas mehr Gewicht im Vergleich zu den normal angetriebenen Varianten rechnen. Hier muss jeder für sich abwägen, ob der zusätzliche Sicherheitsaspekt beim Kauf nicht mehr ins Gewicht fällt. "Jedem Zweifler der Querdynamik sei gesagt, dass auch und gerade mit sportlichen Allradlern der Fahrspaß riesig ist. Wer sich die Mühe macht die Systeme zu verstehen und das Fahren daraufhin neu definiert wird auf jeden Fall deutlich sicherer und schneller sein", sagt Jochen Albig, Leiter der Testabteilung von auto motor und sport.

Neu in der Riege der Allrad-Sportwagen ist seit 2015 der Jaguar F-Type. Die Briten rüsten sowohl den F-Type S mit V6-Kompressor und 380 PS als auch die scharfe R-Version samt V8 und 550 PS (Coupé und Cabrio) mit Allradantrieb aus. So getrimmt versprechen die britischen Kätzchen in 5,1 respektive 4,1 Sekunden auf 100 km/h zu sprinten.

Musterknabe Porsche 911 Turbo S

Trotz dieser beachtenswerten Beschleunigungszeit fehlt dem F-Type R mehr als nur ein Katzensprung auf den Muster-Allradler. Der Porsche 911 Turbo S schnalzte in einem sport auto-Vergleichstest mit dem Audi R8 LMX und Nissan GT-R in 3,0 Sekunden auf Landstraßentempo. Zu verdanken hat der Elfer das seiner perfekt abgestimmten Launch-Control.

Der stärkste Allradler unter den Sportwagen kommt aber aus einem anderen Stall. Ausgerüstet mit einer Haldex-Kupplung, die die Kraft des W16-Motors zwischen den Achsen portioniert, und einer Heckdifferentialsperre soll der Bugatti Veyron 16.4 Super Sport mit seinen 1.200 PS in 2,5 Sekunden auf 100 km/h schießen.

Sportliche Allradmodelle gibt es in jeder Fahrzeugklasse. Im Segment der Kleinwagen rüstet Mini seine Modelle John Cooper Works Countryman und Paceman mit vier angetriebenen Rädern aus. Audi – mit mehr als 170 Modellvarianten der König des Allradantriebs – schickt dort den S1 ins Rennen.

Allrad-König Audi

Audi setzt bei seinem Quattro-Antrieb auf unterschiedliche technische Prinzipien. Der Supersportwagen Audi R8 verfügt über eine elektromagnetische Lamellenkupplung. Bei Fahrzeugen mit quer eingebautem Frontmotor (Q3, A3, TT) kommt eine Haldex-Kupplung zum Einsatz. Dagegen sind Torsendifferentiale gesetzt, sobald der Motor längs verbaut ist.

Von der Kompaktklasse mit Modellen wie dem VW Golf R bis hin zur Oberklasse mit dem Mercedes S63 AMG 4Matic ist das Angebot an sportlichen Allradlern durchaus üppig. Vierradgetriebene Fahrzeuge sind dabei in allen Karosserieformen (Coupé, Limousine, Cabrio, Kombi) erhältlich.

Auch unter den SUV tummeln sich sportliche Kraftwerke mit Allradantrieb. Zum Beispiel BMW X5 M und X6 M. Beide werden von einem V8-Biturbo in 4,2 Sekunden auf Landstreckentempo gewuchtet – bei einem Gewicht von über 2,3 Tonnen.

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