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Sportwagen-WM (WEC) in Austin, Rennen

Doppelsieg für Audi, Pech für Porsche

WEC Austin 2014 Audi R18 etron quattro Foto: Audi

Porsche hätte beim vierten Lauf zur Sportwagen-WM in Austin beinahe zwei Siege in zwei Klassen verbucht – doch im letzten Renndrittel verlor man den Gesamtsieg ebenso wie den GT-Klassensieg. Stattdessen holte Audi mit zwei LMP1-R18 einen Doppelsieg, und Aston Martin schnappte Porsche den GT-Klassensieg weg.

21.09.2014 Marcus Schurig Powered by

Guter Rennspeed führt nicht automatisch zu guten Rennergebnissen. Aber diese Grundregel des Motorsports kann man natürlich auch umdrehen: Gute Rennergebnisse sind nicht immer guter Speed geschuldet. Für das Rennen in Austin traf das fraglos zu, zum Beispiel auf Porsche: nach 46 Rennrunden unter trockenene Bedingungen lagen beide Porsche-LMP1 fast eine Minute hinter dem führenden Toyota zurück. Zwei Runden später setzte epischer Starkregen ein, der letztlich sogar zu einer Rennunterbrechung von über einer Stunde führte.

Während zahlreiche Fahrzeuge bei dem Wolkenbruch mit Slicks von der Strecke aquaplanierten, darunter auch der überlegen führende TS040 Hybrid von Sebastien Buemi, Anthony Davidson und Nicolas Lapierre, wechselten beide Porsche bei einsetzendem Regen frühzeitig auf Intermediates. Der Porsche 919 Hybrid mit der Startnummer 14 nahm den Restart nach 56 Runden von Platz drei in Angriff, hinter zwei Audi R18 e-tron quattro. Doch während die beiden Audi bald von Regenreifen auf Intermediate-Reifen wechseln mussten, konnte Neel Jani seinen Doppel-Turn komplett mit den bereits aufgezogenen Intermediates abspulen, was ihn in Führung brachte. Damit schien eine Vorentscheidung um den Gesamtsieg gefallen zu sein.

Schaden am Porsche kostet viel Zeit

Doch gegen Rennende kam plötzlich alles anders: Marc Lieb war auf Gesamtsiegkurs, als er in Runde 141 einen Kerb zu hart traf und das Auto beschädigte. In der Folge büßte er wegen der Beschädigung gut acht Sekunden pro Runde ein – der Gesamtsieg war futsch und Lieb untröstlich. Dank des Patzers kam Audi zum Handkuss: Der R18 e-tron quattro von Marcel Fässler, Benoit Tréluyer und Andre Lotterer siegte vor dem Schwesterwagen von Lucas di Grassi, Tom Kristensen und Loic Duval, auch den dritten Platz verlor Porsche noch an den anfangs so überlegen führenden Toyota von Anthony Davidson, Sebastien Buemi und Nicolas Lapierre.

In der GT-Klasse schien abermals Porsche von dem großen Wetterwechsel zu profitieren: nach 44 Rennrunden lagen die beiden Werks-911 auf den Plätzen vier und fünf – mit gut 50 Sekunden Rückstand hinter dem führenden Aston Martin sowie einem Ferrari. Doch die rote Flagge begradigte nicht nur den aufgehäuften Rückstand, sondern änderte auch die Grundvoraussetzung für das Rennen: die nassen Bedingungen liegen dem hecklastigen Porsche deutlich besser als der Konkurrenz von Aston Martin und Ferrari, was dazu führte, dass beide Porsche nach 67 Runden in Führung lagen.

Doch weil die Strecke zu Rennende immer weiter abtrocknete, konnte sich der Aston Martin Vantage GTE von Stefan Mücke und Darren Turner wieder an die führenden Porsche heran kämpfen, da er nun seine nominelle Mehrleistung wieder besser auf die Straße bringen konnte. Nach 99 Runden musste dann der führende Porsche 911 einen fünfminütigen Reparaturstopp einlegen, womit letztlich ein Aston Martin und ein Porsche um den Sieg kämpften. Aston Martin robbte sich bis in den Windschatten des Porsche und nach dem letzten Stopp konnte der Aston Martin endgültig die Führung übernehmen – so flutschte Porsche auch der mögliche Sieg in der GT-Klasse durch die Finger.

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