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Sportwagen-WM (WEC) in Fuji, Rennen

Toyota-Doppelsieg in Japan

WEC-Lauf Fuji, Japan 2014 Foto: Toyota 22 Bilder

Toyotas Revanche beim Heimspiel glückte: Nach den schmerzhaften Niederlagen in Le Mans und Austin haben die Japaner aus Köln beim fünften WM-Lauf wieder zurück in die Erfolgsspur gefunden: mit Rundenvorsprung düpierte Toyota die beiden deutschen Hersteller Porsche und Audi. Auch in der GTLM-Klasse war Deutschland machtlos: Ferrari schaffte einen Doppelsieg vor Aston Martin.

12.10.2014 Marcus Schurig Powered by

Der Druck lastete vor dem Heimspiel schwer auf den Schultern des japanischen Werksteams: nach zwei dominanten Siegen zum Saisonauftakt in Silverstone und Spa schien nichts mehr zu gehen. Obwohl man in Le Mans das schnellste Auto hatte, siegte Audi, und das gleiche Spiel wiederholte sich auch drei Monate später in Austin. "Wir müssen unsere Dominanz in Siege umsetzen – und den WM-Titel holen“, forderte TMG-Präsident Yoshiaki Kinoshita vor dem Heimspiel am Mount Fuji.

Gesagt, getan: War das Qualifying noch ein hauchenger Tanz zwischen Toyota und Porsche, den die Japaner mit einem Vorsprung von vier Hundertstelsekunden für sich entschieden, so ließ sich das Rennen nur mit einer Feststellung beschreiben: totale Dominanz! Nach einem kurzen und unterhaltsamen Startgerangel in Runde eins, in der alle drei LMP1-Hersteller sogar kurz führten, zog Toyota den Speed schnell an – und verschwand in der Ferne. Nach 66 Runden lag der zu diesem Zeitpunkt bestplatzierte LMP1-Gegner auf Platz drei – mit 49 Sekunden Rückstand.

LMP1-Audi in Fuji nicht siegfähig

Nach 130 Runden hatten beide Audi R18 sowie ein Porsche 919 bereits einen Rückstand von einer Runde, und nach 170 Runden hatten alle Gegner eine, wenn nicht sogar zwei Runden Rückstand. Am Ende siegte der Toyota der Meisterschaftsführenden (Sebastien Buemi und Anthony Davidson) vor dem Schwesterwagen (Kazuki Nakajima, Stephane Sarrazin, Alexander Wurz), der drittplatzierte LMP1-Porsche von Mark Webber, Brendon Hartley und Timo Bernhard hatte im Ziel einen deprimierenden Rückstand von weit über einer Runde.

Noch enttäuschender war das Ergebnis in Japan nur noch für das Audi-Werksteam, das immerhin als WM-Führender der Herstellerwertung nach Japan angereist war: Im Zeittraining fehlten bereits 1,2 Sekunden auf die Pace-Setter Toyota und Porsche, im Rennen fehlten über weite Strecke mehr als zwei Sekunden pro Runde. "Das ist definitiv nicht unsere Strecke, wir sind hier nicht siegfähig“, hatte LMP1-Leiter Chris Reinke schon nach dem Zeittraining orakelt. Der Grund liegt auf der Hand: das Layout der Strecke in Fuji verlangt nach möglichst viel Hybridleistung, auch wegen der 1,4 Kilometer langen Start- und Ziel-Geraden. Allein hier verlor Audi meist eine volle Sekunde auf Porsche und Toyota!

Porsche in der GTLM-Klasse nicht konkurrenzfähig

Das führte in Summe zu einem eher eintönigen Rennverlauf, ohne große Highlights. Die Werksteams in der GTLM-Klasse konnten auch nicht viel zur Unterhaltung der 51.000 Zuschauer beitragen: Porsche war – wie schon in den letzten WEC-Rennen – schlicht nicht konkurrenzfähig: es fehlt im Vergleich zu Ferrari und besonders zu Aston Martin an Speed. Porsche macht dafür ausschließlich die Fahrzeugeinstufungen verantwortlich: "Die Aston Martin können wir nur schlagen, wenn sie technische Probleme oder einen Unfall haben“, bilanzierte Teamchef Olaf Manthey leicht frustriert vor dem Rennen.“Gegen Ferrari können wir auf den Strecken, wo uns der Reifenverschleiß beim Porsche 911 RSR nicht straft, immerhin aus eigener Kraft kämpfen.“

Diese Kurzanalyse ließ sich in Fuji aber auch so nicht ganz aufrecht erhalten: zwar wurde der Top-Aston-Martin von Darren Turner und Stefan Mücke gleich in der ersten Kurve in ein Scharmützel mit dem Werks-Porsche von Patrick Pilet verwickelt, woraufhin beide Autos durch zusätzliche Stopp alle Siegchancen einbüßten. Ergo kann man nicht wissen, wie sich der am besten besetzte Aston Martin über die Renndistanz geschlagen hätte, doch der Ferrari von Gianmari Bruni und Toni Vilander war abermals eine Klasse für sich, siegte trotz einer Stop&Go-Strafe überlegen vor dem Schwesterwagen von Calado und Rigon. Für Porsche reichte es nicht mal zum dritten Platz – hier landete ein Aston Martin. Der bestplatzierte Elfer von Richard Lietz und Jörg Bergmeister kam auf Platz vier ins Ziel.

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