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Sportwagen-WM (WEC) in Shanghai, Rennen

Toyota holt dominanten Doppelsieg in Shanghai

WEC, Shanghai, China, 2014 Foto: xpb 28 Bilder

Toyota konnte beim sechsten Lauf zur Sportwagen-WM abermals einen lupenreinen Doppelsieg verbuchen. Porsche entschied das deutsch-deutsche Duell gegen Audi für sich und holte mit Platz drei einen weiteren Podestplatz. Auch in der GT-Klasse gab es einen Doppelsieg – für Porsche.

02.11.2014 Marcus Schurig Powered by

Die deutsche Konkurrenz quittierte den Toyota-Doppelsieg mit Galgenhumor. „Der Regentanz gestern Abend hat leider nicht gefruchtet“, so Joest-Technikdirektor Ralf Jüttner nach dem Rennen. Es herrschte Eitelsonnenschein in Shanghai, nicht eine Regenwolke gab Anlass zur Hoffnung im Audi-Lager. Und Porsche-Technikchef Alex Hitzinger orakelte schon vor dem Rennen: „Toyota kann sich nur selber schlagen.“

Toyota unterlag Porsche beim Prestige-Duell

Aber Toyota war nicht in der Laune, Geschenke zu verteilen, schließlich wollen die Japaner unbedingt beide WM-Titel einfahren, nachdem sie in Le Mans trotz eines überlegenen Autos auch 2014 wieder nicht siegen konnten. In Shanghai hatte Toyota alles im Griff: zwar unterlag man Porsche beim Prestige-Duell um die Pole Position, obwohl man im Mittel der vier gezeiteten Qualifying-Runden auf die Tausendstelsekunde gleich schnell war wie trainingsbeste Porsche.

Weil es bereits in der Startrunde einen Crash gab, der die erste und einzige Safety-Car-Phase des Rennens auslöste, hatte die Konkurrenz immerhin das Vergnügen, ein wenig Führungsluft zu schnuppern, denn Toyota kam noch während der Gelbphase an die Box, um beide Autos aufzutanken – und sich so den finalen Splash-Dash-Stopp am Rennende zu sparen.

Toyota fuhren dem Feld davon

So führten die beiden Werks-LMP1-Porsche in der ersten Rennstunde das Rennen an, dicht gefolgt von den beiden Audi R18 e-tron quattro. Doch der letztlich siegreiche Toyota TS040 Hybrid von Anthony Davidson und Sebastien Buemi stellte die gewohnte Hackordnung bereits nach dem ersten regulären Stopp wieder her. Dabei fuhr Buemi den Rückstand durch den frühen Stopp von circa 24 Sekunden binnen 20 Runden wieder zu, und als er in Runde 37 zum zweiten Mal tankte, kehrte er in Führung liegend wieder auf die Strecke zurück. Auch das Schwesterauto zoomte sich schnell wieder auf Platz zwei nach vorne, wenngleich Alex Wurz, Kazuki Nakajima und Stephane Sarrazin im Mittelteil des Rennens mit einem Sensorproblem haderten und in der Folge fast eine Minute auf den späteren Sieger einbüßten.

Kampf um den letzten Podestplatz

Der Rest des Rennens in der LMP1-Klasse war geprägt von der Frage: wer holt den letzten Podestplatz – Audi oder Porsche? Während Audi in Fuji keine Chance hatte, gegen Porsche anzukämpfen, waren die Bayern diesmal näher dran. Aber weil Audi einen zusätzlichen Tankstopp benötigte, um über die Distanz zu kommen und es wie die LMP1-Konkurrenz nicht schaffte, den Reifen in Shanghai Doppelstints zuzumuten, entschieden Neel Jani, Marc Lieb und Romain Dumas den Kampf um Platz drei recht deutlich für sich.

Audi musste sich also mit den Plätzen vier und fünf begnügen, nur der Porsche 919 Hybrid von Marc Webber, Timo Bernhard und Brendon Hartley lag noch hinter den Audis, weil das Porsche-Trio in Runde 36 einen Reifenschaden zu beklagen hatte, und durch den folgenden Zwangsstopp zu viel Zeit einbüßte, um die Audis noch einholen zu können.

Der erwähnte Crash in der ersten Runde riss die Führenden in der GTE-Pro-Wertung aus dem Rennen. Gianmari Bruni crashte im Ferrari in einen plötzlich verlangsamenden LMP2-Wagen und schied zum Entsetzen des Ferrari-Teams von Amato Ferrari nach wenigen Sekunden aus. Von da an lautete das Duell in der GTE-Pro-Klasse: Aston Martin gegen Porsche. Nach den jüngsten Neueinstufungen – Porsche durfte 10 Kilo ausladen, Aston musste 10 Kilo zuladen – war Porsche deutlich näher dran als noch in den letzten Rennen, doch das Aston-Werksteam scheint nach wie vor mit den Gegnern spielen zu können: gegen Ende der Stints zogen die Aston unwiderstehlich davon und bauten den Vorsprung auf bis zu 26 Sekunden aus.

Defekt beim führenden Aston Martin Vantage

Doch nach viereinhalb Stunden war das Duell, das keines war, eh vorzeitig beendet: der Motor im Aston Martin Vantage von Stefan Mücke und Darren Turner verendete in einer großen Rauchwolke. Damit war der Weg für Porsche zum Doppelsieg frei, womit das von Olaf Manthey geleitete Werksteam wieder in den Titelkampf eingreifen kann.

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