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Spritpreise auf Rekordhoch

Foto: dpa

Spitzenvertreter der EU und der OPEC haben am Donnerstag (9.6.) über die angespannte Lage auf den Ölmärkten gesprochen, die weltweit Besorgnis ausgelöst hat.

09.06.2005

Aus Sicht der sieben führenden Industrienationen und Russlands (G8) zeichnet sich ab, dass der hohe Ölpreis zu einer Verlangsamung des Wachstums in fast allen Regionen beiträgt, hieß es in Regierungskreisen in Berlin. Unterdessen spürten die deutschen Autofahrer die Auswirkungen des Ölpreisanstiegs an den Tanksäulen: Nach einer Preisrunde um drei Euro-Cent kostete der Liter Superbenzin im bundesweiten Schnitt je nach Tankstellenmarke etwa 1,23 Euro, teilten Sprecher der Mineralölkonzerne in Hamburg mit.

Benzinpreise auf Höchststand

Bei den Benzinpreisen wurde der bisherige Höchststand vom 7. April dieses Jahres bei einigen Mineralölunternehmen überboten. Dieselkraftstoff kostete bei Esso im Durchschnitt 1,08 Euro je Liter, das entsprach fast dem Höchststand vom Oktober 2004. Bei Aral sah man mit 1,06 Euro noch etwas Luft bis zur Höchstmarke. Die Mineralölunternehmen ermitteln ihre Durchschnittspreise nach verschiedenen Verfahren.

Nach ihren Angaben ist das anhaltend hohe Niveau der internationalen Energiemärkte an der Preisentwicklung schuld. Außerdem erhöhe der Beginn der Ferienzeit in den USA wie in den Vorjahren die Nachfrage nach Benzin. Da die Raffinerie-Kapazitäten in den USA nicht ausreichten, kauften die Amerikaner in Europa ein. Am Rotterdamer Ölmarkt kostete eine Tonne Benzin oder Diesel mehr als 500 Dollar; das ist im langfristigen Vergleich sehr viel.

Bei dem Treffen der EU und der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) in Brüssel ging es um den Höhenflug der Preise und die nach Ansicht der EU fehlende Markttransparenz, wie es am Rande der Gespräche hieß. Die OPEC stellt etwa 40 Prozent der weltweiten Ölförderung. Der Preis für Rohöl der OPEC pro Barrel (159 Liter) war am Mittwoch auf 50,21 US-Dollar gefallen, 53 Cent weniger als am Vortag. Dagegen stieg der US-Ölpreis am Donnerstag leicht.

In den USA kostete ein Barrel Öl (159 Liter) zur Auslieferung im Juli 53,24 Dollar und damit rund 70 Cent mehr als am Vortag. Ein Barrel Nordsee-Öl der Sorte Brent kostete in London 52,74 Dollar, das war ein Plus von 63 Cent.

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