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Spritpreise

BP weist Kritik zurück

Foto: BP

Der Chef der Deutschen BP AG, Uwe Franke, hat Kritik an den hohen Benzin- und Dieselpreisen zurückgewiesen. "Ohne Steuern sind die Preise in Deutschland mit am niedrigsten in Europa", sagte Franke dem"Hamburger Abendblatt".

29.09.2008

"Wir verdienen an steigenden Preisen nicht zusätzlich. In einem guten Jahr bleibt ein Cent Gewinn je Liter Benzin oder Diesel übrig. In diesem Jahr wird es im Durchschnitt eher ein halber Cent sein." Er wies zugleich Forderungen aus der Politik zurück, dass die Ölkonzerne einen Teil ihrer hohen Gewinne aus der Ölförderung einsetzen sollten, um Benzin und Diesel billiger zu verkaufen. "Das könnten wir und andere internationale Ölgesellschaften ja theoretisch tun, aber da ist das Kartellamt vor", sagte Franke der Zeitung.

Preise werden weiter steigen

Franke erwartet, dass die Preise tendenziell langfristig steigen werden. Bei dem sinkenden Absatz von Super, Benzin und Diesel an den Tankstellen würden die fixe  Kosten (etwa für Vertrieb und Verwaltung) stärker auf den einzelnen Liter durchschlagen, sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Auch die höhere Zumischung von Biosprit führe zum Preisanstieg, da vor Steuern die Biokraftstoffe teurer sein als fossile Kraftstoffe. Allein im August habe es an den Aral-Tankstellen des BP-Konzerns beim Benzin ein Absatz-Minus von sieben bis acht Prozent gegeben und beim Diesel von vier Prozent. Die Kunden würden sparen, die Motoren würden effizienter und damit verringere sich der Verbrauch.

Rohölpreis wird bei 100 Dollar bleiben

Der Rohölpreis dürfte sich nach seiner Einschätzung bei 100 Dollar je Barrel (159 Liter) einpendeln. "Die Wirtschaft hat bis 100 Dollar kaum reagiert, das Wachstum ging weiter, Einsparmaßnahmen gab es nur beschränkt." Erst ab 130 Dollar habe es einen Aufschrei gegeben. "Öl-Alternativen wurden stark diskutiert, in Amerika ging zum ersten Mal seit 1970 der Benzinverbrauch zurück." Als aber dann der Ölpreis wieder unter 100 Dollar sank, habe die OPEC reagiert und die Produktion gedrosselt. "Das heißt, es gibt eine Schmerzgrenze für die Wirtschaft und die OPEC, die bei 100 Dollar liegt", sagte Franke.

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