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Spritsparer auf dem Pariser Autosalon

Die Sparstars von heute und morgen

Toyota i-Road Foto: Luca Leicht 87 Bilder

Elektro- und Hybrid-Antrieb sind Alltag. Auf dem Pariser Autosalon drängt jetzt die Brennstoffzelle ins Rampenlicht. Eine Übersicht der größten Öko-Neuheiten.

02.10.2014 Luca Leicht

Hybrid ist das Mittel der Wahl

Geht’s ums sparsame Fahren, dann ist der Hybrid-Antrieb aktuell das Mittel der Wahl. Kaum ein Autobauer, der sich noch eine Hybrid-Lücke im Angebot leistet. So auch Peugeot. Die Franzosen haben das flammneue Hybrid-Air-Konzept in den aktuellen 208 verpflanzt und wollen den Benziner mit Druckluft statt mit Elektro-Unterstützung auf einen Verbrauch von nur zwei Liter pro 100 Kilometer trimmen. Ganz klassisch mit der Kombination aus Elektro- und Benzinmotor tritt der Mercedes S 500 Plug-in-Hybrid zum Sparen an. Mit einem klassischen Verbrenner (333 PS) vorn und einem Hochvolt-Akku (8,7 kWh) im Heck wollen die Schwaben den Verbrauch der Oberklasse-Limousine mit 2,8 Liter auf Kleinwagenniveau halten – vorausgesetzt, die Batterie des 116 PS starken Elektroantriebs ist voll geladen.

Pünktlich zum großen Feldversuch in Grenoble zeigt Toyota auf dem Pariser Salon den iRoad. Den dreirädrigen Schmalspurflitzer ziehen zwei elektrische Radnabenmotoren mit je 2 kW an der Vorderachse über die Bahn. Damit sind maximal 30 Stundenkilometer und eine Reichweite von bis zu 50 Kilometer drin, sagt Toyota. Nicht gar so weit entfernt von den knallig lackierten Dreirädern steht der Brennstoffzellen-Pionier Toyota FCV, der ab 2015 in Serie geht. Ist der Wasserstofftank voll, sind bis zu 500 Kilometer Reichweite drin. Die Sache mit dem vollen Tank ist aber so eine Sache. Noch gibt's in Europa praktische keine Infrastruktur, um Wasserstoff nachzutanken.

Renault Eolab kommt erst in 10 Jahren als 1-Liter-Auto

Auch Mercedes hat seit Jahren Brennstoffzellen-Fahrzeuge auf der Straße. Aber eben nur in entsprechend kleinvolumigen Versuchsflotten. Neu und ab Herbst 2014 zu kaufen ist dagegen die B-Klasse Electric Drive, die es rein elektrisch auf rund 200 Kilometer Reichweite und 160 Stundenkilometer Spitzengeschwindigkeit bringen soll. Ähnlich wie beim BMW i3 soll es eine Variante mit Range Extenter geben.

Deutlich länger wird es dauern, bis die Technologien der Ein-Liter-Hybrid-Studie Renault Eolab die Serienreife erreicht haben werden. Erst in zehn Jahren wollen die Franzosen soweit sein. Die Kraftübertragung läuft bei der Studie über ein Dreistufen-Getriebe, Kraft liefert ein 78 PS starker Dreizylinder mit 1,0 Liter Hubraum und 95 Nm Drehmoment sowie ein 50 kW starke Elektromotor mit 200 Nm maximalem Drehmoment. Versorgt wird der Elektromotor von einer Lithium-Ionen-Batterie mit 6,7 kWh Kapazität.

VW mit 3 Steckdosen-Modellen

Einen Passat mit Plug-in-Hybrid zeigt VW. Der Elektroantrieb des neuen VW Passat GTE leistet 115 PS und wird von einem 1,4 Liter-TSI mit 156 PS ergänzt. Insgesamt kommt der GTE-Antrieb so auf 400 Nm Drehmoment, 218 PS und laut Hersteller auf eine Gesamtreichweite von über 1.000 Kilometer. Plug-in-Hybridantriebe stehen bei VW hoch im Kurs. Schließlich ist der Passat nach XL1 und Golf GTE schon der dritte Volkswagen, der zum Tanken an die Steckdose kann. Bleibt die Frage, was die Zukunft bringt. Hybrid oder Brennstoffzelle? Wir werden sehen. An Ideen mangelt es den Autobauern auf jeden Fall nicht.

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