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Spritsparpotential

Leichtbau ist nicht das Wichtigste

Foto: Smart 13 Bilder

Was muss die Autoindustrie tun, um ihre Modelle sparsamer zu machen? Dieser Frage ging auto motor und sport in einer Analyse nach. Ergebnis: In der Optimierung von Aerodynamik und Antriebstechnik liegen größere Potentiale zur Einsparung von Kraftstoff als im Leichtbau.

18.11.2009 Alexander Bloch

Außerdem verbraucht die Herstellung von Aluminium sechsmal so viel Energie wie von Stahl, zugleich reduziert sich der Kraftstoffverbrauch bei sinkenden Gewichten aber weniger stark als erhofft.

Smart mit zu hohem Luftwiderstand

In einer Stichprobe hat auto motor und sport geprüft, ob leichtere Autos wirklich weniger verbrauchen. Beispiel VW Golf: Der Golf Diesel von 1982 wog mit 840 Kilogramm genauso viel wie heute ein Smart Fortwo CDI. Ein aktueller Golf TDI Blue Motion wiegt leicht 1,4 Tonnen.

Doch der alte Golf Diesel mit 54 PS hatte einen offiziellen Durchschnittsverbrauch von sieben Litern pro 100 km. Ein 2009er Golf TDI Blue Motion mit 105 PS hat einen Normverbrauch von nur 3,8 Liter auf 100 Kilometer, trotz 70 Prozent Mehrgewicht und fast doppelt so viel Leistung.
Der Smart Fortwo CDI, eines der leichtesten Autos aktuell auf dem Markt, verbraucht mit seinem kleinen 45-PS-Turbodiesel auf der auto motor und sport-Normrunde 3,8 Liter pro 100 km und damit nur 0,3 Liter weniger als eine Volvo C30 1.6 D, der 550 Kilogramm mehr wiegt und 109 PS stark ist. Grund: Der Smart hat einen zu hohen Luftwiderstand.

Bei hohem Tempo wird der Luftwiderstand immer wichtiger


Da der Smart aufgrund seiner großen Frontfläche von 2,06 m2 einen hohen cW-Wert von 0,35 hat, verbraucht er im Vergleich zum niedrigen Gewicht vergleichsweise viel. Selbst ein großes Auto wie der Porsche Panamera ist windschlüpfriger als ein Smart.

Das Gewicht eines Autos spielt nur im Stadtverkehr und bei Geschwindigkeiten bis 80 km/h die Hauptrolle. Bei höherem Tempo wird der Luftwiderstand immer wichtiger, weil die Kraft, die der Wind dem Auto entgegensetzt, im Quadrat wächst. Schon bei rund 120 km/h muss ein Auto zwei Drittel der Energie aufwenden, die Windkraft zu neutralisieren. Eine windschlüpfigere Karosserie zu bauen, ist dabei deutlich günstiger, als das Gewicht zu reduzieren. Nach einer Studie des Autozulieferer Thyssen-Krupp liegt der Effekt von Karosserie-Leichtbaumaßnahmen um Faktor sieben unter dem von Antriebsoptimierungen. Auch bei VW gibt es Stimmen, die das Kosten-Nutzen-Verhältnis von aufwendigem Leichtbau  in Frage stellen und stattdessen für effektivere Antriebe plädieren.

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