Spyker C8 Aileron auf dem Autosalon Genf 2009

Der fliegende Holländer in Genf

Spyker C8 Aileron

Die niederländische Sportwagen-Manufaktur Spyker präsentiert in Genf mit dem C8 Aileron einen 400 PS starken Sportwagen. Angetrieben wird er von einem Audi V8-Motor, der ihn auf bis zu 300 km/h treibt.

Aus dem Land von Tulpen und Käse hat sich ein kleiner aber mittlerweile bekannter Sportwagen-Hersteller auf den Weg nach Genf gemacht, um seine neueste Fahrmaschine der Weltöffentlichkeit zu präsentieren. Bereits im vergangenen Jahr hatte Spyker auf dem Genfer Automobilsalon einen Prototypen präsentiert, aus dem nun Realität wird: Die niederländische Manufaktur erweitert ihre C8-Baureihe mit dem Aileron.

Sportwagen aus Holland

Die Brüder Jacobus und Hendrik-Jan Spijker bauten ihr erstes, von einem Mercedes-Motor angetriebenes Automobil bereits im Jahre 1898. Seit der Geschäftsmann Victor R. Muller das Unternehmen nach langem Dornröschenschlaf im Jahr 2000 wieder erweckte, lebt die Traditionsmarke im niederländischen Zeewolde weiter. Muller hat sich dem Bau von Sportwagen verschrieben. Der Aileron ist die jüngste Kreation, die jedoch im Gegensatz zum ersten Spyker-Automobil von 1898 von einem Audi-Motor angetrieben wird.
 
Das 4,2-Liter-V8-Triebwerk schickt im Spyker C8 Aileron 400 PS an die Hinterräder. Der 1.425 Kilogramm leichte Sportler soll die 100er-Marke innerhalb von 4,5 Sekunden durchbrechen und bis zu 300 km/h schnell sein. Serienmäßig ist der Aileron mit einem manuellen Sechsganggetriebe ausgestattet. Optional ist auch ein sequenzielles Sechsganggetriebe erhältlich, das über Schaltpaddel hinter dem Lenkrad bedient wird.
 
Wie bei allen Spyker-Modellen ist auch das Design des Aileron stark von der Luftfahrt-Vergangenheit des Unternehmens geprägt. Während bei den übrigen C8-Modellen sowie im Spyker C12 Zagato der Propeller als Designmerkmal beispielsweise für die Form der Felgen und des Lenkrads Pate stand, ziert den Aileron als Zeichen des Fortschritts die Turbine. So griffen die Designer dieses Stilmittel unter anderem bei der Gestaltung der Außenspiegel und der 19-Zoll-Räder auf.

Mehr Komfort

Für den Aileron legte Spyker den Fokus auf gesteigerten Komfort. Deshalb wuchs der Radstand des mit einem Aluminium-Chassis ausgestatteten Aileron  auf 2,73 Meter. Auch die Außenabmessungen legten im Vergleich zu Spyker C8 Laviolette und C8 Spyder um 150 Millimeter zu, um den beiden Passagieren an Bord mehr Komfort und eine bessere Ergonomie zu bieten. Zudem soll sich die Stabilität des Aileron bei hohen Geschwindigkeiten dank des verlängerten Radstands erhöhen.
 
Der handgefertigte Flügeltürer muss im Gegensatz zu den übrigen Spyker-Modellen mit weniger Hai-Kiemen auskommen. Während diese Kühlluftöffnungen beim C8 Laviolette und C8 Spyder für die nötige Kühlung sorgen, konnten sie beim Aileron zugunsten einer verbesserten Aerodynamik auf ein Minimum reduziert werden. Die Frischluft saugt sich der V8 nun über den vergrößerten Kühlergrill. Der neu gestaltete Heckdiffusor sowie die verlängerte Heckpartie sollen der aerodynamischen Stabilität ebenfalls zuträglich sein. In Kürze soll gegen Aufpreis auch eine Keramikbremsanlage für optimale Verzögerungswerte sorgen.

Preise beginnen bei 189.990 Euro

Der Kunde hat die Wahl zwischen 16 Außen- und 14-Interieurfarben. Spyker erfüllt gegen einen kleinen Extra-Bonus aber auch ausgefallene Farbwünsche. Im Innenraum präsentieren sich die Lüftungsöffnungen im Turbinendesign, ein Soundsystem, iPod-Anschluss sowie ein Navigationsgerät sorgen serienmäßig für gesteigerten Komfort. Für den Spyker C8 Aileron sind mindestens 189.990 Euroo fällig. Mit dem automatisierten Sechsganggetriebe beläuft sich der Preis auf 195.990 Euro. Die ersten Fahrzeuge liefert Spyker bereits im Mai aus. Für August ist dann die offene Spyder-Version geplant.

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Manuel Dohr

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