SRT Viper auf der New York Auto Show

Der italienisch-amerikanische Job

SRT Viper (2012)

Mit der SRT Viper geht auf der New York Auto Show einer der spektakulärsten Supersportler in eine neue Runde. Der V10 durfte bleiben, der Hüftspeck musste weichen und das Design wurde deutlich italienischer.

Mit der Übernahme von Chrysler durch den Fiat-Konzern sahen viele Fans die Neuauflage der Viper bereits als Ferrari im Machokleid. Die neue SRT Viper, die jetzt auf der New York Auto Show Weltpremiere feiert, blieb allerdings auch in der fünften Generation ihrer amerikanischen Seele treu. Kein Ferrari, aber dennoch wieder ein beeindruckender Supersportler, und einer, der künftig nur noch auf den Namen SRT Viper hören wird. Kein Dodge und kein Chrysler mehr.

Der V10 bleibt, die Leistung steigt

Unter der weiter ellenlangen Motorhaube des zweisitzigen Coupés, diesmal aus Kohlefaserlaminat, schlägt weiter ein 8,4 Liter großes V10-Herz. Gründlich überarbeitet im Ansaugbereich, dem Kopf und den Innereien leistet der Saugmotor nun 649 PS und stellt ein maximales Drehmoment von 814 Nm bereit. Ein manuelles Sechsganggetriebe leitet die Kraft an die Hinterachse weiter, wo ein Sperrdifferenzial sich um Schlupfminimierung bemüht.

Viel Aufwand haben die Entwickler auch beim Chassis getrieben. Die Gitterrohrverbund unter dem nun aus Aluminium, Kunststoff und Kohlefaserlaminat geformten Karosseriekleid wurde ordentlich versteift. Zusammen mit neuen Quertraversen soll die Verwindungssteifigkeit gegenüber dem Vorgänger um 50 Prozent gestiegen sein. ESP, ABS, eine Traktionskontrolle und mächtige 355er Brembo-Bremsen mit Vierkolbenzangen sowie Pirelli-Sportpneus gehören nun zum Serienstandard. Die Hinterachse wurde neu angelenkt, die Fahrwerksabstimmung den neuen Rahmenbedingungen angepasst. Optional ist eine elektronisch gesteuerte Version zu haben.

Italienische Linien für die SRT Viper

Angepasst wurde auch die Optik der neuen SRT Viper und hier schlagen die Gene der neuen Chrysler-Herren voll durch. Die Front der SRT Viper zitiert den Alfa Romeo 8C und diverse Maserati-Modelle. Trapezförmiger Kühlergrill, flankierende Luftschächte, langgezogene Scheinwerfer mit LED-Tagfahrleuchten, eine stark konturierte Motorhaube mit zentralem Lufteinlass, dahinter zwei mächtige Entlüftungskiemen - vielleicht steckt doch ein wenig Ferrari in der SRT Viper?

Geblieben sind die seitlichen Entlüftungskiemen hinter den Vorderrädern, die Sidepipes und das markante Double-Bubble-Dach. Der Abgang erfolgt dann wieder italienisch. Knackiges Bürzel mit mächtiger Spoilerlippe, Leuchten im Stile des Maserati GranTurismo.

SRT Viper mit hochwertigem Interieur

Deutliche Spuren hinterlässt der Generationswechsel auch im Interieur. Vorbei sind die Zeiten nüchternen Uhrensammlungen in trostloser Kunststofflandschaft. Die neue SRT Viper präsentiert sich modern, digitale Instrumente mit Zentralbildschirm, umfassenden Multimedia- und Connectivity-Programm,  gefälligen Formen und edleren Oberflächen. Das Sportlenkrad ist unten abgeflacht und trägt einen Knopf für die Lauchcontrol, dem Beifahrer wurde ein eigener Haltebügel an der Mittelkonsole zugestanden. Leder und Aluminiumapplikationen lassen auch hier italienisches Flair einziehen. Um 20 Millimeter tiefer positionierte Sportsitze verbessern die Sitzposition, die Längsverstellung legte um 90 Millimeter zu damit auch große Schlangenbändiger ausreichend Platz vorfinden.

Zum Serienumfang der neuen SRT Viper zählen zudem ein Harman-Soundsystem und Bixenon-Scheinwerfer. Neben der normalen SRT Viper wird es die Neuauflage auch in einer GTS-Version mit erweiterten Sportausstattungsumfängen geben. Mit wieviel Biss die neue SRT Viper allerdings zu Werke geht, darüber spricht man bei Chrysler noch nicht. Auch der Preis für die neue Schlange wurde noch nicht kommuniziert.

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Uli Baumann

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