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Ssangyong

Arbeiter wehren sich gegen Entlassung

SsangYong 10 Bilder

Die südkoreanische Polizei droht mit der gewaltvollen Räumung des Werks des angeschlagenen Autobauers Ssangyong Motor, das seit zwei Monaten von entlassenen Arbeitern besetzt ist.

21.07.2009

Rund 3.000 Bereitschaftspolizisten bezogen nach Medienberichten am Montag (20.7.) innerhalb und außerhalb der Werkshallen in der etwa 70 Kilometer südlich von Seoul gelegenen Stadt Pyongtaek Stellung, um auf den Befehl zur Räumung zu warten. In der Lackiererei hielten sich noch schätzungsweise 1.000 Besetzer auf, berichtete die Zeitung "The Korea Herald".


Die Arbeiter, die sich gegen Entlassungen wehren, schossen den Berichten zufolge aus Schleudern mit Bolzen und Muttern, um die Polizei am weiteren Vorstoß zu hindern. Bei Zusammenstößen mit der Polizei seien am Dienstag mindestens acht Menschen verletzt worden. Das Unternehmen habe die Wasser- und Gasleitungen zur Lackiererei unterbrochen, um die Arbeiter zur Aufgabe ihrer Protestaktion zu zwingen, schrieb "The Korea Herald". Zuvor hatte ein Gericht dem Antrag Ssangyongs stattgegeben, die Polizei zur Hilfe rufen zu können.

Produktion steht seit 21. Mai still

Die Produktion steht bei dem Geländewagenspezialisten und kleinsten der fünf südkoreanischen Autohersteller wegen der Streik-und Besetzungsaktionen bereits seit dem 21. Mai still. Im April hatte Ssangyong angekündigt, knapp 2.650 Beschäftigten und damit mehr als ein Drittel der Belegschaft zu entlassen. Seitdem haben etwa 1.670 Arbeiter das Unternehmen freiwillig verlassen, mehr als 1.000 Arbeiter traten in einen Streik.

Die Kündigungen sind Teil eines Rettungsplans, den Ssangyong vorlegen muss, um eine Auflösung des Unternehmens zu verhindern. Das Unternehmen steht unter Gläubigerschutz. Im ersten Halbjahr 2009 brach der Absatz im Jahresvergleich um 73,9 Prozent auf etwas mehr als 13.000 Fahrzeuge ein.

Unterdessen nahmen laut Yonhap etwa 1.500 nicht gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte die Arbeit in den Forschungsanlagen des Unternehmens wieder auf.

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