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Chaos bei Ssangyong

Polizei versucht Streik zu beenden

Ssangyong Werk Streik Foto: Ssangyong 10 Bilder

Update ++ Chaotische Zustände in Süd-Korea: Die Polizei geht mit Tränengas gegen streikende Arbeiter des angeschlagenen Geländewagenspezialisten Ssangyong vor. Nun gab es auch erste Verletzte.

05.08.2009

Die Einsatzkräfte wollten eine seit mehr als zwei Monaten dauernde Besetzung eines Werks beenden, berichteten örtliche Medien am Dienstag (4.8.). Der Streik drohe den Hersteller in die Insolvenz zu reißen. Beim Sturm der südkoreanischen Polizei auf die besetzte Ssangyong-Fabrik haben Dutzende von Menschen Verletzungen erlitten. Darunter waren neben streikenden Arbeitern auch Polizisten, wie der Fernsehsender YTN am Mittwoch berichtete.

Lage bei Ssangyong eskaliert

Die Lage eskalierte, als tausende von Polizisten an das Werk heranrückten. Sie sprühten von zwei Hubschraubern aus Tränengas, während die Arbeiter sich mit Brandbomben und großen Schleudern zur Wehr setzten. Die Polizisten griffen ein Gebäude nach dem anderen an und übernahmen die Fabrik bis auf ein verbarrikadiertes Farblager. Ein Polizeikommando landete per Hubschrauber auf dem Dach des Farblagers, dort kam es zum Zusammenstoß mit den Arbeitern. Der Streik verwandelte die Fabrik laut YTN in eine "Hölle von Feuer und Rauch".    

Die Einsatzkräfte sahen zunächst davon ab, das besetzte Farblager zu besetzen - aus Sorge wegen möglichen brennbaren Materials. Bei dem Zusammenstoß wurden nach Angaben der Arbeiter rund 100 Streikende verletzt. Dem Sender zufolge erinnert das Firmengelände an ein Schlachtfeld. Rund 4.000 Polizisten seien im Einsatz.

Die Polizei schätzte die Zahl der protestierenden Arbeiter auf mehr als 500, nachdem rund 120 Arbeiter am Sonntag nach Hause zurückgekehrt waren. Seit Mitte Mai halten die Arbeiter eine Fabrik in Pyeongtaek, 70 Kilometers südlich von Seoul, besetzt, um gegen geplante Stellenstreichungen zu protestieren.    

Das Scheitern der Verhandlungen zwischen Management und Gewerkschaft gab Anlass zur Befürchtung, Ssangyong könne in die Insolvenz gehen. Nach Angaben von Managern vom Sonntag wurden die Gespräche angesichts von Differenzen über die Zahl der Entlassungen beendet. Ssangyong, der kleinste der fünf südkoreanischen Autobauer, hatte im April angekündigt, knapp 2.650 Beschäftigte und damit mehr als ein Drittel der Belegschaft zu entlassen.

Produktion steht seit 21. Mai still

Die Produktion steht bereits seit dem 21. Mai still. Die Kündigungen sind Teil eines Rettungsplans, den Ssangyong vorlegen muss, um eine Auflösung des Unternehmens zu verhindern. Das Unternehmen steht unter Gläubigerschutz. Im ersten Halbjahr 2009 brach der Absatz im Jahresvergleich um 73,9 Prozent auf etwas mehr als 13.000 Fahrzeuge ein.

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