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SsangYong Rexton (Y400) 2017

Schweres SUV mit großen Zielen

Ssangyong Concept LIV-2 Foto: xpb 18 Bilder

Die nächste Generation des SsangYong Rexton kommt 2017 zu den Händlern. Für etwas über 30.000 Euro gibt’s dann ein komplett neues Design, die volle Palette an Assistenzsystemen und bewährte Technik. In Paris wurde jetzt die entsprechende Studie LIV-2 enthüllt.

29.09.2016 Jochen Knecht Powered by

Die LIV-2 getaufte Studie deckt sich weitestgehend mit derbereits früher gezeigten Concept LIV-1-Studie.

Markteinführung im 2. Quartal 2017

Der Leiterrahmen bleibt. Was ein bisschen nach automobiler Steinzeit klingt, ist für Ssangyong-Fans und Leute, für die ein SUV vor allem ein vielseitiges Zugfahrzeug sein muss, Musik in den Ohren. Nicht falsch verstehen, moderne selbsttragende Karosserien sind eine feine Sache, viel leichter als vergleichbare Modelle mit Leiterrahmen und haben zudem vor allem beim Thema Sicherheit enorme Vorteile.

Das Nachsehen haben die modernen Bauformen aber immer dann, wenn es darum geht, schwere Lasten von A nach B zu ziehen. Da geht nichts über eine solide Leiterrahmen-Konstruktion. Heißt: Die klassische Rexton-Kundschaft, die möglichst viel Arbeitstier fürs Geld haben will, wird auch künftig beim Ssangyong-Händler fündig werden. Und braucht dann auch nur wenig mehr Geld mitbringen, als bisher. So um die 32.000 Euro dürfte der siebensitzige nächste Rexton kosten, der nach seiner Weltpremiere auf dem Pariser Autosalon 2016 spätestens zum zweiten Quartal 2017 seine Händlerpremiere feiern wird.

Ssangyong Concept LIV-2Foto: Ssangyong
Hoher Kühler, klare Linien, markant geformte Flächen - so wird sich der Ssangyong Rexton präsentieren.
Ssangyong Concept LIV-2
Schwerer SUV mit großen Zielen 1:13 Min.

Rexton-Kunden werden sich über eine neue Qualität freuen

Intern heißt das Modell schlicht Y400 und verfeinert die Linien, die die Studie LIV-1 auf der Seoul Motor Show 2013 vorgegeben hat. auto motor und sport hatte bereits die Gelegenheit, im brandneuen Ssangyong-Designcenter im koreanischen Pyeongtaek einen ersten Blick auf das mehr oder weniger serienreife Design zu werfen. So viel Transparenz ist nicht selbstverständlich. Vor allem nicht für einen koreanischen Autobauer. Nach der Quasi-Pleite 2010 ist Ssangyong Teil des riesigen Mahindra-Konzerns und stellt sich komplett neu auf. Nach dem Erfolg des kleinen Tivoli hängt bei Ssangyong deshalb viel von einem erfolgreichen Start des nächsten Rexton ab. Entsprechend intensiv haben Designchef Myung-Hack Lee am Rexton-Nachfolger gearbeitet.

Der nächste Rexton ist im Vergleich zum Vorgänger ein echtes Statement. Hoher Kühler, klare Linien, markant geformte Flächen. Die Inspiration will sich das Team um Lee aus der koreanischen Ästhetik und vom Eisbär geholt haben. Innen, ein peinlich aufgeräumtes Cockpit. Großes Zentraldisplay, ergonomisch vorbildlich sehr hoch angeordnet und von zwei XXL-Lüftungsdüsen flankiert. Drunter eine reduzierte Mittelkonsole ohne Überraschungen. Nicht visionär. Aber sehr, sehr übersichtlich und in einer Qualität ausgeführt, von der Rexton-Kunden bislang nur träumen konnten. Keine Frage, damit kann sich Ssangyong international sehen lassen. Und genau darum geht es. Wollen die Koreaner wachsen, dann müssen sie das vor allem außerhalb des Heimatmarktes tun.

Ssangyong Concept LIV-2Foto: Ssangyong
Auf dem Autosalon in Paris feiert das Modell Premiere.

Pick-up auf Rexton-Basis löst Actyon Sports ab

150.000 Fahrzeuge verkauft Ssangyong aktuell weltweit. Ein automobiler Winzling. Der aber in einer topmodernen Fabrik fertig. Und mit Mahindra im Rücken ziemlich genau zu wissen scheint, wohin die Reise gehen soll. „Unser Werk kann bis zu 250.000 Fahrzeug pro Jahr bauen”, erklärt Ssangyong-CEO Johng-Sik Choi. “Unser Ziel ist es, von jedem Modell mehr als 100.000 Fahrzeuge pro Jahr zu verkaufen!”. Mit dem Tivoli (und der Langversion XLV) wird das 2016 klappen. Nach dem Start 2017 muss dann auch der Rexton in diese Größenordnungen vorstoßen. Die Chancen stehen nicht schlecht. Unter anderem auch deshalb, weil der Eisbär nicht alleine antreten muss. Bereits 2018 kommt ein Pick-up auf Rexton-Basis und löst den deutlich kleineren Actyon Sports ab. Der Rexton mit Pritsche heißt intern Q200 und soll ausschließlich mit Doppelkabine und mit zwei Ladeflächen-Längen zu haben sein.

Ssangyong Concept LIV-2Foto: Ssangyong
Klassisch, funktionell und klar gegliedert: Das Interieur des Ssangyong Rexton.

Mercedes liefert wieder die Motoren für den Ssangyong Rexton

Technisch gibt’s neben dem bereits erwähnten Leiterrahmen vor allem jede Menge Assistenzsysteme: Bremsassistent, Spurwarner und Lane-Assist, Totwinkel-Warner und Radar-Tempomat sind mindestens gegen Aufpreis zu haben. Bei den Motoren setzt Mahindra auf selbstentwickelte Zweizylinder-Aggregate. Der neue Turbo-Benziner, ein Zweiliter-Vierzylinder, wird allerdings erst 2018 mit dem Pick-up debütieren. Und auch der neue Zweiliter-Diesel wird nicht ganz so schnell fertig wie der Rest des Autos. Deshalb dürfte sich zum Start alles auf den bewährten 2,2-Liter-Diesel fokussieren, der seine Kraft über eine Siebengang-Automatik weitergibt, die man bei Mercedes als 7G-Tronic kennt. Mit den neuen Motoren dürfte dann auch die ebenfalls von Mercedes stammende Achtgang-Automatik hinzukommen. Die guten Kontakte nach Stuttgart haben bei Ssangyong Tradition. Die Schwaben halfen bereits in den 90ern mit Motoren und Getrieben. Jetzt steht der nächste große Sprung an. Mit koreanischem Design. Geld aus Indien und ein bisschen Technologie aus Stuttgart. Klingt vielversprechend.

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