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Stadium Super Trucks USA

Irre Rennen mit Monster-Trucks

Stadium Super Truck 2014 Foto: Stadium SUPER Trucks 20 Bilder

Wo diese V8-Boliden starten, wächst kein Gras mehr: US-Rennlegende Robby Gordon hat eine Rennserie gegründet, in der nur der Mut zählt. Denn die 600-PS-Renntrucks verfügen über identische Technik.

03.12.2014 Torsten Seibt Powered by

Um es gleich vorweg zu schicken: hier geht es nicht um Stock-Car-Rennen. Auch nicht um Viertelmeile-Sprints auf der Geraden. Denn im Gegensatz zu manch hiesiger Stammtisch-Weisheit gibt es in den USA ganz ausgezeichnete Rennfahrer, die mehr können, als sich gegenseitig in die Karre zu fahren. Zudem noch eine große Anzahl von solchen, die auf sehr sympathische Weise durchgeknallt sind. Robby Gordon gehört unbedingt dazu.

Stadium Super Trucks

Dem europäischen Publikum ist Robby Gordon vornehmlich durch seine spektakulären Auftritte bei der Rallye Dakar bekannt, ein Mann für die leisen, zurückhaltenden Töne ist er auch dort nicht. Er gehört zwar nicht zu den erfolgreichsten Fahrern in der NASCAR-Serie, wohl aber zu den bekanntesten in seinem Heimatland. Nachdem er dem NASCAR-Straßensport 2012 den Rücken kehrte, fürchtete er wohl drohende Langeweile und entschloss sich, eine eigene Rennserie zu gründen.

Welche Sorte Autos es sein sollte, stand schnell fest: Offroad-Trucks. Aufgebaut nach dem Prinzip, wie es Gordon aus seinem zweiten Rennsport-Leben kennt – er begann seine Renn-Karriere mit Wüstenklassikern wie der Baja 500 und Baja 1000. Die dort eingesetzte Sorte Auto ist schnell erklärt: an einen Rohrkäfig werden Fahrwerke mit ellenlangen Federwegen montiert, die quasi aus dem Vollen gefräste Achsen im Zaum halten, welche wiederum mit monströsen Geländereifen bestückt werden. Um das Ganze vergnüglich nach vorne zu bewegen, gesellt sich schließlich noch ein V8-Motor hinzu, beim Hubraum und der Leistung bitte nicht geizig sein. In unserer Fotogalerie haben wir auch einige Bilder eines unverkleideten Supertruck bei Testfahrten.

Im Falle der Stadium Super Truck-Serie, die inzwischen dank eines großen Sponsors den sperrigen Namen "SPEED Energy Formula Off-Road Presented By Traxxas" erhielt, leisten die Renngeräte einheitlich 600 PS und sind mit identischer Technik aufgebaut. Die V8-Antriebe können den hochseefesten Piloten bei abenteuerlicher Schaukelei bis auf 210 km/h beschleunigen, in erster Linie beherrschen die Super-Trucks aber eines: fliegen.

Rennsport pur

Nachdem zunächst in einer eigenen Serie gestartet wurde, lief die aktuelle Saison bereits im Beiprogramm anderer Rennserien. Der Spaß dabei: die Stadium Super Trucks können praktisch auf jedem Parcours gegeneinander antreten, vom weitläufigen Rennkurs über eine enge Innenstadt-Strecke, vom Gebolze durch Naturgelände bis hin zu spektakulären Jumps auf einer Indoor–Motocross-Strecke. Versuchen Sie das mal mit einem Formel-1- oder DTM-Renner...

Im Gegensatz zu den genannten Rennserien wird bei den Stadium Super Trucks außerdem noch völlig unbefangen auf den Pinsel getreten, ohne Energierückgewinnung, Strafgewichte oder Geräuschdämmungs-Maßnahmen. Mehr noch: weil das Material tatsächlich identisch ist, zählt nur der Fahrer und sein Können – wer später bremst, ist länger schnell. Eben Rennsport pur.

Auf Straßenkursen ohne Hindernisse werden dabei stets Rampen in das Geschehen eingebaut, damit die Super Trucks nicht nur schnöde über den Asphalt ballern. Nachdem Vollgas Ehrensache ist, fliegen die V8-Monster bis zu hundert Meter weit. Versuchen Sie das mal mit einem ... na, Sie wissen schon.

Um sich ein Bild von den spektakulären Rennen zu machen, lohnt ein Besuch der Homepage von Gordons wilder Truppe: unter diesem Link gibt es eine umfangreiche Video-Sektion mit Kurzweil-Garantie.

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