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Stahlkrieg

Rebellion der US-Zulieferer

Die US-Automobilzulieferer wollen in Washington gegen die Strafzölle auf Import-Stahl protestieren.

06.09.2002

Die US-Automobilzulieferer wollen in Washington gegen die Strafzölle auf Import-Stahl protestieren. Wie der Automobilzulieferer Verband MEMA jetzt bekannt gab, soll am 1. Oktober ein so genanntes Fly In stattfinden. "Unsere Mitglieder können sich zu Einzelgesprächen mit Kongress-Mitgliedern und Regierungs-Beamten treffen, um die großen Probleme zu diskutieren, die aus dem entsprechenden Gesetz resultieren", erklärte Ana Lopes, bei MEMA für politische Fragen zuständige Managerin. Zusätzlich gebe es für die Unternehmens-Vertreter die Möglichkeit, direkt mit Abgeordneten aus ihrem jeweiligen Wahlbezirk zu sprechen.

Besonders die Automobil-Industrie leidet unter den im März 2002 von der Regierung Bush in Kraft gesetzten Strafzöllen. Eigentlich dazu gedacht, die Arbeitsplätze in der heimischen Stahlindustrie zu sichern, erwiesen sich die Zwangsabgaben laut MEMA zunehmend als Bedrohung für Jobs in anderen Industriezweigen. Die Autohersteller und -Zulieferer sähen sich mit Preissteigerungen von fast 50 Prozent konfrontiert, zudem könnten die Stahlproduzenten ihren Lieferverpflichtungen nicht immer in vollem Umfang nachkommen.

Langfristig stünden dadurch bis zu 2,2 Millionen Arbeitsplätze in den USA auf dem Spiel. Die MEMA befürchtet, Hersteller könnten bei einem Festhalten der Regierung an den Strafzöllen ihre Produktionen ins Ausland verlagern. Erste Rückmeldungen der Zulieferer lassen, so Lopes, auf eine hohe Beteiligung am geplanten Fly In schließen.

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