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Standheizung

Schmelz-Zone

Foto: Hans-Dieter Seufert, Reinhard Schmid, picture-alliance 4 Bilder

Keine Lust auf Eiskratzen? Dann ist es Zeit für den Einbau einer Standheizung. Davon profitiert dank geringerem Verbrauch auch die Umwelt.

20.10.2007 René Olma

Es sind nur ein paar Minuten, aber sie nerven: Schon beim Blick aus dem Fenster wird Pendlern an vielen Wintermorgen klar, dass vor der Abfahrt erst mal Eiskratzen angesagt ist. 

Hat man das erledigt, stellt man auf den ersten Metern im rollenden Kühlschrank fest, dass prompt die Atemluft innen an der Scheibe gefriert. Diese Probleme lassen sich mit dem Einbau einer Motorstandheizung (ab rund 700 Euro) auf einen Schlag beseitigen. Und abgesehen vom Komfortgewinn profitiert auch die Umwelt: Der morgendliche Kaltstart fällt weg, da die Heizung in den Kühlkreislauf des Autos integriert ist. So heizt sie das Kühlwasser und den Wärmetauscher auf. Das senkt den Verschleiß und den Verbrauch. Per Fahrzeuggebläse wird die Warmluft dann im Auto verteilt. Da Zuheizer in modernen Dieselmotoren heute Standard sind, liegt es nahe, diese kostengünstig zur vollwertigen Standheizung aufzurüsten. Gestartet werden die kleinen Kraftwerke entweder durch eine Zeitschaltuhr oder per Fernbedienung. Letztere arbeitet per Funk oder Telefon. Ein Anruf von der Bergstation im Skigebiet reicht, um nach der Abfahrt in eine warmes und eisfreies Auto einsteigen zu können.

Ein weiterer Vorteil moderner Regeltechnik: Der Fahrer muss nicht mehr vorher abschätzen, ab welchem Zeitpunkt geheizt werden muss, um das Auto aufzutauen. Die Elektronik ermittelt mit Hilfe eines Temperaturfühlers die aktuelle Innenraum-Temperatur und entscheidet so, wann sie loslegen muss. Das hilft, unter anderem nach milden Winternächten Kraftstoff zu sparen, denn eine Heizung verbraucht immerhin einen Viertelliter Benzin oder Diesel in 30 Minuten. Außerdem strapaziert der Wärmespender die Fahrzeugbatterie, da er das Autogebläse für die Verteilung der Heißluft nutzt.

Eine Alternative für Vans und große Geländewagen sind reine Luftheizungen. Sie erwärmen nur den Innenraum, nicht aber den Motor. Sie sind immer dann die erste Wahl, wenn es vornehmlich darum geht, innen für behagliche Temperaturen zu sorgen, zum Beispiel bei längeren Pausen oder wenn der serienmäßige Wärmetauscher des Fahrzeugs unterdimensioniert ist und bei frostigen Temperaturen das Innere des Autos nicht ausreichend mit heißer Luft versorgen kann. Die wichtigsten Anbieter für Standheizungen in Deutschland sind Eberspächer (www.eberspaecher. de) und Webasto (www.webasto.de). Eine weitere Alternative zur Vorheizung ist das von Waeco (www. waeco.de) vertriebene Defa-System. Dabei handelt es sich um eine Standheizung, die in skandinavischen Ländern weit verbreitet ist. Das Heizelement wird dabei durch Strom aus der Steckdose mit Energie versorgt. Voraussetzung für den Betrieb ist daher eine Steckdose in der Nähe des Autos. Im Vergleich zu herkömmlichen Standheizungen ist die Defa-Anlage deutlich billiger: Ab rund 200 Euro bekommt man hier ein warmes Auto.

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