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Rallye Dresden-Dakar-Banjul

Die "rollenden Wundertüten" sind los

Rallye Dresden Banjul Foto: Breitengrad e.V. 100 Bilder

Am 7. November 2009 startete die Rallye Dresden-Dakar-Banjul. Nun nähern sich die 50 Teams mit ihren Gebrauchtwagen der spanischen Küste und werden Europa bald verlassen. Von ersten Pannen ließen sich die Fahrer nicht entmutigen.

11.11.2009

"Es rollt wieder!", hieß es am mittlerweile vierten Tag der Rallye "Dresden-Dakar-Banjul", die tristes deutsches Novemberwetter, die bunten Herbstwälder Frankreichs und das verregnete spanische Hochland hinter sich gelassen hat.

Erstes Ziel: Hohberg bei Offenburg

Nach dem "Prolog" am vergangenen Freitag, bei dem sich circa 20 der 46 teilnehmenden Teams am Ufer der Elbe vor der berühmten Dresdner Altstadtsilhouette kennenlernen und ihre Autos präsentieren konnten, erfolgte am Samstag die Fahrt nach Baden-Würtemberg: Hohberg bei Offenburg ist mittlerweile traditionell das Ziel der ersten Etappe und zugleich Treffpunkt mit Rallyeteilnehmern aus dem Süden Deutschlands, da dort der mit dem Dresdner Breitengrad e.V. befreundete Gambia Hilfe e.V. ansässig ist.

Rallye-Organisator Falk Altmann lernte die Vorsitzenden des Vereins vor einigen Jahren kennen. Gambia Hilfe e.V. war damals auf der Suche nach Unterstützung für eine unbewirtschaftete Krankenstation im afrikanischen Manduar und die Dresdner erklärten sich begeistert dazu bereit, in das Projekt mit einzusteigen und zu helfen. Nach einer herzlichen Begrüßung und fröhlichen Willkommensfeier, setzten sich die Autos am darauffolgenden Sonntag zur zweitlängsten Etappe der Tour in Bewegung: 836 Kilometer mussten bis ins französische Angouleme bewältigt werden und auf dieser langen Strecke zeigten sich die ersten kleineren Ausfälle an den Autos.

Einige Ausfälle auf Etappe zwei

So war das Team "Ratz Fatz" leider am zweiten Abend der letzte Ankömmling, da es auf der Strecke mehrmals Probleme mit der Kühlung seines VW Passat hatte. Team "Long Way to Banjul" musste dagegen einen Defekt an der Dieselleitung verzeichnen. Mechaniker Olaf Brunnert konnte bei der Reparatur des Citroen Jumper im schicken Leopardenmuster jedoch zumindest standesgemäß auf die passend lackierte Werkzeugkiste zurückgreifen.

Eine Tatsache, an der ein markanter Gesichtspunkt der Rallye deutlich wurde: Die Teilnehmer stecken im Vorfeld stets viel Mühe, Zeit und Energie nicht nur in technische Ausstattung und Überprüfung der Autos, sondern auch in deren individuelles und witziges Styling.

Jedes Auto hat seinen eigenen Charakter

Regelrechte Wundertüten auf vier Rädern rollen da durch Europa. Jedes Auto hat seinen eigenen Charakter, wie auch jedes Team etwas Besonderes ist mit einer ganz eigenen Geschichte. Zeit miteinander zu verbringen und all diese Geschichten voneinander zu erfahren, gestaltet sich jedoch gerade in den ersten Etappen durch Frankreich und Spanien schwierig.

Der Abschnitt am dritten Tag von Angouleme nach Madrid schlug mit 890 Kilometern zu Buche und war damit die längste Fahrtstrecke am Stück. Für so manches Rallyeteam endete die kräftezehrende Tour im Stau vor der spanischen Metropole und der Zieleinlauf verschob sich in die Abendstunden.

Kilometerlange Etappen zu Beginn der Rallye

Die ersten Etappen sind bewusst "kilometerintensiv" angelegt, denn aus Erfahrung wissen die Organisatoren: In Europa muss man in wenig Zeit weit voran kommen, da alle Fahrer möglichst bald wärmere Gefilde erreichen wollen. An den ersten, anstrengenden Tagen entsteht deshalb jedoch meist noch kein wirklich intensiver Kontakt der Einzelkämpfer untereinander, wie auch Rallye-Berichterstatterin Nora Domschke, die bereits zum fünften Mal dabei ist, zu berichten weiß: "Das Wetter ist mies und wenn man sich abends in einem Hotel oder auf einem Parkplatz trifft, sind alle müde und gehen zeitig ins Bett. Die ersten Tage sind eben sehr lang und die Autos werden erstmals richtig ausgefahren. Häufig fällt da mal eine Dieselleitung ab oder eine Lichtmaschine geht kaputt. Aber das sind kleinere Pannen, die völlig normal sind. Ab San Roque in Spanien, wo die Temperaturen erfahrungsgemäß oft schon etwas milder sind, schlägt dann zum ersten Mal das tolle Rallye-Gefühl so richtig durch. Da sitzen abends alle auf dem Campingplatz zusammen und reden."

In den Genuss dieser Erfahrung ist der Tross der mutigen Autopiloten in ihren betagten Gefährten am Ziel der Etappe des 10. November 2009 endlich angekommen. Der vierte Rallyetag führte in 670 Kilometern von Madrid nach San Roque - nun werden die 50 Teams den europäischen Kontinent verlassen und sich in Afrika durchschlagen müssen.

EtappenStrecke
PrologDresden
Etappen 1-4Dresden - Madrid
Etappen 5-7Algeciras - Marrakesch
Etappen 8-11Marrakesch - Dakhla
Etappen 12-16Dakhla - Banjul
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