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Sternfahrt zum Pokalfinale

Mercedes-Tour nach Berlin

DFB Pokal Olympiastadion Berlin Foto: dpa

50 auto motor und sport-Leser aus allen Teilen Deutschlands fuhren mit ihrem Mercedes zum DFB-Pokalfinale nach Berlin. Doch für eine Teilnehmerin ging es bei der Sternfahrt noch um weit mehr als Fußball.

01.06.2011 Dirk Gulde

Mit solchen Sätzen macht man sich auf Mercedes-Veranstaltungen gleich mal beliebt: "Als ich klein war, mochte ich unseren SL überhaupt nicht."“ Amely van den Wildenberg weiß auch noch genau, warum: "Wir hatten ja noch ein größeres Auto, da wollte ich nicht auf die engen Notsitze klettern." Für Familienausflüge mit dem 300 SL-24 mussten ihre Eltern daher jedes Mal kämpfen.

Spätestens seit der bestandenen Führerscheinprüfung ist aus Abneigung jedoch innige Liebe geworden. Und jetzt muss sich Amely für den 20 Jahre und 340.000 Kilometer reifen Roadster einsetzen: "Mein Vater will ein neues Auto, und ich werde bald für ein Jahr im Ausland arbeiten – da fürchte ich das Schlimmste". Ihre Bewerbung zur Sternfahrt gleicht daher einem Hilferuf. Vielleicht lässt sich ihr Vater mit einer Fahrt zum Pokalendspiel seiner Lieblingsmannschaft Schalke 04 gegen den MSV Duisburg ja doch noch umstimmen?

Mercedes-Sternfahrt zum DFB-Pokalfinale 5:13 Min.

Doch nicht nur Amelys Bewerbung hatte es in sich. auto motor und sport-Leser waren aufgerufen, die persönliche Beziehung zu ihrem Mercedes zu beschreiben. Wer die Jury mit seiner Geschichte überzeugen konnte, gehörte zu den 50 Auserwählten, die als VIP-Gäste das DFB-Pokalfinale im Berliner Olympiastadion besuchten.

Leser und ihre Mercedes-Geschichten

Andreas Krott rührte die Juroren etwa mit der Vergangenheit seines Mercedes. Der Großvater hatte seiner Frau zur bestandenen Führerscheinprüfung einen 280 SL geschenkt – im zarten Alter von 57 Jahren. Selbst die zehnjährige Standzeit in einer feuchten Garage konnte dem R 107 nichts anhaben: Nachdem die Batterie überbrückt wurde, sprang der Sechszylinder anstandslos an und bereitet seitdem den Enkeln viel Freude.

Die Geschichten handelten jedoch auch von fußballerischen Schicksalsschlägen: So hatte Duisburg-Fan Björn Bierwald schon für das letzte Pokalfinale seines MSV im Jahr 1998 Karten. Sein damaliges Auto (kein Mercedes) brachte ihn jedoch zur Verzweiflung: Da es kurz vor der Abfahrt kaputt ging, konnte er nicht los. Seine jetzige E-Klasse brachte ihn hingegen problemlos zum Treffpunkt an der Mercedes-Niederlassung. Schon am Vortag konnte im Innenhof der DFB-Nationalmannschaftsbus besichtigt werden. Fahrer Wolfgang Hochfellner verriet dabei, wo welcher Spieler sitzt, und wies in die Bedienung der Bier-Zapfanlage ein.

Der Familien-SL darf bleiben

Während die Fahrzeuge gewaschen und mit den Sternfahrt-Aufklebern versehen wurden, hatten die Teilnehmer Zeit, mit Rennfahrer-Legende Jochen Maas zu plaudern oder eine Fahrt mit dem ersten Auto der Welt zu unternehmen: Mercedes hatte eigens einen Nachbau des 0,9 PS starken Benz-Patent- Motorwagens von 1886 vorbereitet.

Nach einer Übernachtung in Potsdam ging es am Samstag im perfekt organisierten Autokorso  zum Olympiastadion. Amelys Vater fieberte trotz sommerlicher Temperaturen im blauweißen Fanschal dem Anpfiff entgegen. Damit standen schon vor dem Spiel die Chancen auf Erhalt des Familien-SL bestens. Und hinterher sowieso: Schließlich steuerte auch das Team von Schalke 04 fünf fein herausgespielte Argumente bei.

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