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Streik legt VW Brasilien lahm

Ein Streik hat den Betrieb bei Volkswagen in Brasilien nahezu lahm gelegt. Wie Medien am Dienstag (4.10.) berichteten, beschlossen die Arbeiter der Fabrik in Sao Bernardo do Campo im Land Sao Paulo am Montagabend eine unbefristete Arbeitsniederlegung.

04.10.2005

Sie verlangen Einkommensverbesserungen von durchschnittlich 5.500 Real (etwa 2.100 Euro) pro Jahr und begründen dies mit der vereinbarten "Beteiligung an Gewinn und Ergebnissen" (PLR). VW dagegen bietet lediglich 4.700 Real.

Die 12.400 Beschäftigten von "VW do Brasil" in Sao Bernardo streiken de facto bereits seit Donnerstag vergangener Woche. Der Produktionsausfall beträgt seitdem rund 900 Fahrzeuge pro Tag. Dem Streik schlossen sich unterdessen auch die 550 Arbeiter der VW-Fabrik in Sao Carlos (ebenfalls im Land Sao Paulo). Dort werden täglich 1.500 Motoren hergestellt. In der VW-Fabrik Taubate wurde derweil eine Arbeiterversammlung für Mittwoch angesetzt.

Sprecher von "VW do Brasil" erklärten, das Unternehmen sei zu Verhandlungen mit den Arbeitern bereit. Betont wird allerdings, dass der angebotene PLR-Betrag den des Vorjahres um 13 Prozent übertreffe. VW leitete zudem gerichtliche Schritte gegen die Streikbeschlüsse ein. Gewerkschaften kündigten Gegenmaßnahmen an.

"VW do Brasil" hat sich für das laufende Jahr ein Produktionsziel von insgesamt 217.000 Fahrzeugen gesetzt. Ein Sprecher der Metallarbeitergewerkschaft von Sao Paulo erklärte, das Ziel sei unmöglich zu erreichen. "Selbst wenn Urlaub gestrichen und die Zahl der Überstunden erhöht wird, könnten höchstens 206.000 Fahrzeuge vom Band laufen."

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