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Studie

Autobauer könnten Milliardengewinn bei Ersatzteilen einbüßen

Foto: dpa

Die von der EU angestrebte Öffnung des Wettbewerbs bei sichtbaren Autoteilen könnte laut einer Studie die Preise deutlich senken und den Autoherstellern jährlich mindestens eine Milliarde Euro Gewinn nehmen.

07.04.2008

Dieses Geschäft mache zwar nur etwa fünf Prozent ihres Umsatzes mit Ersatzteilen aus - aber rund die Hälfte des Gewinns, geht aus einer noch unveröffentlichten Studie des Beratungsunternehmens Deloitte hervor, wie das "Handelsblatt" berichtet.

Mit dem sogenannten "Designschutz" können sichtbare Original- Ersatzteile nur von den Autoherstellern selbst angeboten werden. Wann die im vergangenen Jahr beschlossene europaweite Liberalisierung kommt, ist noch unklar. "Zurzeit haben wir in Europa eine uneinheitliche Situation. In Deutschland, Frankreich oder Dänemark besteht ein Geschmacksmusterschutz für sichtbare Ersatzteile, während der Markt in Großbritannien, Belgien und Italien schon weitgehend liberalisiert ist", sagte Deloitt-Automobilexperte Martin Hölz. "Das Europäische Parlament verlangt aber eine verbindliche EU-weite Regelung, die zu mehr Wettbewerb führen wird."

Von einem freigegebenen Ersatzgeschäft mit Karosserieteilen, Scheinwerfern und Scheiben profitieren Zulieferer und unabhängige Hersteller. Ihr Umsatz würde laut Deloitte europaweit um rund die Hälfte zulegen, ihr Gewinn soll um mehr als ein Drittel steigen, das entspricht mehr als 1,3 Milliarden Euro. Ebenfalls profitieren würden demnach die Kunden: Sie dürften sich dank wachsender Konkurrenz und eines steigenden Marktvolumens über sinkende Preise freuen. Die Autobauer versuchten, das gewinnträchtige Geschäft durch politische Lobbyarbeit zu retten.

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