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Studie "Automotive Perspektive 2010"

Jeder siebte Arbeitsplatz gefährdet

MajorCity Foto: press-inform 24 Bilder

Im Rahmen der Studie "Automotive Perspektive 2010" wurden 385 Führungskräfte der deutschen Automobilbranche befragt. Das Ergebnis: Die Stimmung in der Autoindustrie ist rückläufig. Es drohen weitere Insolvenzen bei Zulieferern und im Autohandel.

23.11.2009

Zwischen Ende Oktober und Anfang November 2009 befragte das Marktforschungsinstitut Puls im Auftrag von Klaus Fricke, Partner der Unternehmens- und Personalberatung Graf Lambsdorff & Compagnie, 385 Führungskräfte und Entscheider der deutschen Automobilbranche. Die befragten Personen sollten ihre Einschätzung zu den Themen "Stimmung", "Zukunft" und "Führung" abgeben. Demnach ist die Stimmung in der Branche derzeit im Vergleich zur letzten Erhebung im März diesen Jahres trotz steigender Exporte und höheren Produktionszahlen rückläufig.

Rund 176.000 Arbeitsplätze in Gefahr

Davon betroffen sind nach Einschätzung der Studie nicht nur die Autohersteller und Importeure, sondern auch die Zulieferindustrie sowie der Handel. Die befragten Führungskräfte sehen 14 Prozent der insgesamt 1,26 Millionen Arbeitsplätze in der Autoindustrie in Gefahr. Nur 29 Prozent glauben, dass ihre Unternehmen gut auf die Bewältigung des Konjunktureinbruchs vorbereitet sind. 32 Prozent der Befragten prognostizierten, dass die Nachfrage- und Strukturkrise in der Autoindustrie frühestens 2012 überwunden sein wird. Besonders hoch schätzen die Manager die Gefahr von Insolvenzen bei den Zulieferern sowie im Autohandel ein.

Der sogenannte "Automotive Perspektive Index" (Führungsqualität des Unternehmens + Verbesserungspotenziale/ Mitarbeiterbindung + Brancheneinschätzung bezügl. Insolvenz und Arbeitsplatzabbau) nahm gegenüber der letzten Befragung im März 2009 von 45 auf 40 Prozent ab.

Gleichzeitig verschlechtert sich in vielen Unternehmen das Betriebsklima: Die Wechselbereitschaft nimmt demnach zu, die Identifikation der Arbeitnehmer mit ihrem Unternehmen sinkt. Viele Mitarbeiter beklagen Informations- und Kommunikationsdefizite. Die befragten Manager halten ihre Firmen im Übrigen nicht mehr für so empfehlenswerte Arbeitgeber wie noch bei der letzten Befragung im März.

Unternehmen wollen geringere Rabatte bieten

Umweltfreundlichkeit und Preismarketing werden nach Erkenntnissen der Studie auch in Zukunft wichtige Themen sein. Dabei wollen die Unternehmen jedoch die Rabatte zugunsten der Margen reduzieren. Lösungschancen zur Krisenbewältigung sehen die Führungskräfte in Restrukturierungen, Investitionen in Marketing und Vertrieb sowie in der Verbesserung der Mitarbeiterführung. Darüber hinaus werden Kooperationen und Fusionen auch in Zukunft ein Dauerthema bleiben. Potenzial sehen 50 Prozent der Befragten bei der Steigerung der Produktivität.

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