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Studie

Deutsche Autos bald nur im Premium-Segment

Foto: Hans-Dieter Seufert

Der Anteil Deutschlands an der weltweiten Autoproduktion wird in den nächsten Jahren weiter sinken, allerdings wird Deutschland seine führende Stellung im Premium-Segment ausbauen können. Dies ist eine der Kernaussagen einer neuen Auto-Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young.

10.09.2007

Aktuell komme etwa jedes neunte weltweit produzierte Auto aus Deutschland, im Jahr 2012 wird sich nur noch jedes zehnte mit dem Qualitätssiegel "Made in Germany" schmücken dürfen. Vor allem Russland, Indien und China würden den Deutschen Anteile abjagen, heißt es in der Studie, die im Vorfeld der am Donnerstag beginnenden Internationalen Automobil-Ausstellung (13. bis 23.09.) erstellt wurde.

Deutschland baut Premiumstandort aus

Allerdings würden auch künftig in den Schwellenländern eher preiswerte Modelle nachgefragt und produziert, "während der Automobilstandort Deutschland verstärkt seinen Premiumstandort weiter ausbauen wird". Hier werden nach Ansicht der Autoexperten eher die innovativen und hochpreisigen Modelle entwickelt und gebaut.

Die deutschen Hersteller und Zulieferer haben nach Einschätzung von Ernst & Young bereits frühzeitig die Chancen in den Schwellenländern ergriffen und ihre Produktion auch auf andere Länder ausgeweitet. Vor allem in Osteuropa habe die deutsche Automobilindustrie nach dem Fall des Eisernen Vorhangs erhebliche Investitionen getätigt. Das gelte aber auch für China und Indien, wo es das größte Wachstumspotenzial gebe.

Umsatz hat sich verdoppelt

Gleichzeitig habe sich Deutschland dem Negativtrend der Hersteller in Westeuropa insgesamt entziehen können, weil der Anteil an Premiumprodukten relativ hoch sei. Nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) ist heute jedes zweite in Deutschland gefertigte Auto ein Premium-Wagen, vor zehn Jahren waren es nur 37 Prozent, heißt es in der Studie. Der Umsatz mit dieser Fahrzeugklasse habe sich sogar verdoppelt. "Diese Entwicklung wird sich - so ist zu erwarten - in den kommenden Jahren fortsetzen", schreibt Ernst & Young.

Entscheidend sei daher, dass Deutschland durch Anstrengungen im Bildungs- und Ausbildungsbereich seine Innovationsführerschaft festigen oder noch ausbauen könne. "Die Stärken Deutschlands liegen im Bereich innovativer, zukunftsweisender Produkte." Dagegen würden lohnintensive Bereich wie Teilefertigung und Endmontage künftig tendenziell eine geringere Rolle spielen.

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