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Studie

Neuwagenmarkt schrumpft nachhaltig

Foto: dpa

Die Neuwagenmärkte in Europa schrumpfen, während der Fahrzeugbestand insgesamt steigt. Diese auf den ersten Blick paradoxe Entwicklung ist das Ergebnis der ersten Automechanika-Studie, die am Freitag (12.9.) im Rahmen der gleichnamigen Messe vorgestellt wurde.

12.09.2008 Tobias Grüner

Die Studie des Center Automotive Research (CAR) Instituts an der FH in Gelsenkirchen unter Leitung von Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer hat dabei die langfristigen Entwicklungen der Auto- und Servicemärkte untersucht. Nach den Prognosen der Wissenschaftler wird sich der europäische Automobilmarkt in den nächsten 20 Jahren neu ausrichten.

Trendwende bei Pkw-Verkäufen ab 2011

"Quantitative und qualitative Änderungen stehen ins Haus", heißt es in der Studie. Als wichtigste Entwicklung nannten die Forscher, dass auf der einen Seite die Neuwagenverkäufe in den EU-Staaten langfristig sinken werden, der Fahrzeugbestand und das Servicepotenzial bis zum Jahr 2025 allerdings weiter steigen.

Die Trendwende bei den PKW-Verkäufen soll bereits nach dem Jahr 2011 eintreten. Steigende Treibstoffpreise, sinkende Fahrleistungen sowie Vergreisung und Rückgang der Bevölkerung würden zu rückläufigen Zahlen führen. Die über Jahre fortgesetzten Steigerungen der Neuwagenverkäufe gelten in der Zukunft nicht mehr. Für das Jahr 2020 errechneten die Forscher einen jährlichen Absatz von unter drei Millionen Pkw.

Gesamtbestand steigt

Trotz rückläufigem Neuwagengeschäft soll der Gesamtbestand an Fahrzeugen weiter steigen. Für 2025 prognostizieren die Wissenschaftler eine Erhöhung um sechs Millionen Fahrzeuge in Deutschland im Vergleich zu 2005. In allen aktuellen EU-Staaten zusammen, soll der Bestand im gleichen Zeitraum sogar um 54,6 Millionen steigen.

Diese auf den ersten Blick konträren Ergebnisse liegen in den jährlich sinkenden Fahrleistungen begründet. Nach Ansicht der Forscher, werden die hohen Treibstoffkosten Substitutionsprozesse auslösen, d.h. dass die Fahrzeugbesitzer öfter auf andere Verkehrsmittel umsteigen. Dadurch altern Fahrzeuge langsamer und bleiben länger auf der Straße.

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