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Studie

Tausende Auto-Jobs in Gefahr

Foto: ams

Bis zu 20.000 Arbeitsplätze fallen in der deutschen Autoindustrie in den nächsten fünf Jahren weg. Zu diesem Ergebnis kommt die neuste Studie des Center Automotive Research (CAR) unter der Leitung von Ferdinand Dudenhöffer.

25.03.2008

Hintergrund sei, dass künftig ein größerer Teil der Autos als bisher lokal in den Märkten Russland und USA gebaut wird. Derzeit wird die Nachfrage in Russland und den USA zumeist durch Exporte aus Europa abgedeckt. Angesichts des schwachen Dollar und der hohen Einfuhrzölle in Russland belastet dies die Gewinnspanne der Hersteller erheblich.

Dollarkurs beschleunigt den Kapazitätsaufbau

"Der Dollarkurs beschleunigt daher den Kapazitätsaufbau in den USA", sagt Dudenhöffer. Derzeit verkauften deutsche Hersteller in den USA im Jahr 903.000 Autos, produzierten dort aber nur 670.000 Stück. Bis 2013 werde dieser Netto-Export-Effekt von heute 233.000 Fahrzeugen auf 100.000 sinken, erwartet der Autoexperte. BMW und Mercedes bauten ihre US-Kapazitäten aus, VW und Audi suchten einen Standort in den USA.

Eine ähnliche Entwicklung werde es auch im Russlandgeschäft geben, wo die Einfuhrzölle für Autos bei 26 Prozent liegen. Hier würden derzeit jährlich rund 320.000 deutsche Autos verkauft, von denen weniger als 100.000 vor Ort produziert werden. Aus der Studie geht hervor, dass die deutschen Autobauer 2013 rund 700.000 Autos in Russland absetzen, von denen dann aber 620.000 in russischen Werken produziert werden.

Der Abbau betreffe vor allem Ford, Opel und VW

"Das Wachstum der deutschen Autobauer geht nach 2009 an Deutschland vorbei", sagte Dudenhöffer. Die Kapazitäten im Inland müssten um 370.000 Autos abgebaut werden - das entspreche einer Autofabrik. Der Abbau betreffe vor allem Ford, Opel und VW. Bei VW könne man davon ausgehen, dass der Betriebsrat mit diesem Szenario rechne und deshalb so hart für die Wiederbelebung des VW-Gesetzes kämpft, sagte der Autoexperte.

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