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Studie

Trübe Gewinnaussichten

Der Konjunkturabschwung und Preiskriege haben die Hoffnungen der globalen Autoindustrie auf eine rasche Gewinnerholung um mindestens zwei Jahre zurückgeworfen.

02.01.2003

Der Konjunkturabschwung und Preiskriege haben die Hoffnungen der globalen Autoindustrie auf eine rasche Gewinnerholung um mindestens zwei Jahre zurückgeworfen. Dies geht aus einer vom Wirtschaftsprüfer KPMG LLP am Donnerstag (2.1.) veröffentlichten globalen Umfrage bei 100 Autoindustriemanagern hervor. 30 Prozent der Befragten rechnen frühestens im Jahr 2005 wieder mit dem Gewinnniveau des Jahres 2000. Dies hat KPMG am Donnerstag mitgeteilt. Im Vorjahr hatten 36 Prozent der Umfrageteilnehmer schon für 2003 bessere Gewinne prognostiziert, während 24 Prozent von höheren Gewinnen im Jahr 2004 ausgegangen waren.

US-Hersteller im Umbruch

Die nordamerikanischen Autohersteller befinden sich nach Darstellung von KPMG in einer "Übergangsphase". Sie wollten in den kommenden Jahren dutzende neue Modelle mit aufregendem Styling und neuer Technologie vorstellen. Sie hofften so, das Interesse der Verbraucher zu wecken. Nullzinsfinanzierungen für Autokäufe auf Kredit sollten möglichst der Vergangenheit angehören. Dies hat Brian Ambrose, der KPMG-Direktor für die Autobranche zu verstehen gegeben.

Die Automanager seien im Hinblick auf die Marktanteile der US-Marken pessimistisch. 52 Prozent der Befragten erwarten in den kommenden fünf Jahren einen Rückgang der globalen Marktanteile für die US-Autohersteller, während nur elf Prozent von einem Anstieg ausgehen. 79 Prozent der Umfrageteilnehmer erwarten einen Zuwachs der asiatischen Marken. 49 Prozent gehen von höheren Marktanteilen der europäischen Marken aus, während 42 Prozent der Manager mit gleich bleibenden Marktanteilen der europäischen Anbieter rechnen. "Asiatische und europäische Marken haben erfolgreich neue Produkte rasch auf den Markt gebracht. Sie waren mit ihren Produktionsmethoden flexibel, um rasch auf Nachfragewandlungen zu reagieren", betonte Ambrose.

Die Autounternehmen versuchten durch Fertigungsinnovationen und durch Fremdproduktion Kosten zu sparen. Die Autoindustrie habe sich in den vergangenen zwölf Monaten zu stark auf Nullzins-Finanzierungen und Discounts konzentriert, erklärte der Autoexperte. Die amerikanischen Konsumenten wollen nach seinen Angaben Qualitätsautos und Fahrzeuge, die sich leisten können. Sicherheit sei ebenfalls ein wichtiger Faktor. Die US-Autohersteller hätten sich auf Preise und nicht auf Produktinnovation konzentriert.

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