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Studie

VW mit Vertriebshandicap

Volkswagen hat einer Untersuchung zufolge im Vergleich zu anderen Herstellern deutliche Wettbewerbsnachteile. VW machten derzeit etwa hohe Vertriebs- und Produktionskosten zu schaffen.

05.10.2004

Das ist das Ergebnis einer am Montag (4.10.) veröffentlichten Studie des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer von der FH Gelsenkirchen. Gegenüber anderen Volumenherstellern wie Peugeot, Renault oder Toyota sei VW daher ins Hintertreffen geraten.

Der Untersuchung Dudenhöffers zufolge belasten der schwache deutsche Markt sowie im Preis "zu hoch positionierte Brot- und Butter-Modelle" wie der Golf VW nicht nur mit Volumenausfällen, sondern zusätzlich mit gestiegenen Vertriebskosten. VW müsse den Golf-Absatz mit Preissenkungen ankurbeln. Die Vertriebskosten des VW-Konzerns würden daher 2004 auf 8,7 Milliarden Euro steigen, prognostiziert Dudenhöffer, nach 7,8 Milliarden Euro 2003. Die Steigerung werde zum großen Teil durch Margenverluste beim Golf beeinflusst.

VW habe zudem vergleichsweise hohe Produktionskosten, heißt es. Würden die 103.000 VW-Beschäftigten in den sechs westdeutschen Werken nicht mit den hohen deutschen Löhnen, sondern mit französischen Löhnen bezahlt, ergäbe sich Berechnungen zufolge eine Kosteneinsparung von 1,5 Milliarden Euro pro Jahr.

Laut der Studie sind zudem die Verkäufe der Kernmarke VW (unter anderem Golf, Passat, Jetta, Polo) in den wichtigen Märkten West-Europa und USA seit 2000 deutlich gesunken. Volkswagen habe deswegen Überkapazitäten, die auf die Erträge drückten. Dagegen hätten etwa Peugeot und Toyota in West-Europa seit 2000 Zuwächse erzielt. Der "Ausflug" in die Luxusklasse, für die vor allem der Phaeton steht,
sowie der schlechte deutsche Markt hätten bei VW Spuren hinterlassen, heißt es.

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