Studie zu Autokosten: Gesellschaft zahlt kräftig drauf

Autofahren ist einer neuen Studie zufolge weitaus teurer als angenommen - für die Gesellschaft, nicht für den einzelnen Autofahrer. Jedes in der EU angemeldete Auto verursache jährlich zusätzliche Kosten von durchschnittlich 1.600 Euro aus den Folgen von Lärm, Umweltverschmutzung oder Unfällen.

Das sagte der Autor der Studie, der Verkehrswissenschaftler Udo Becker, am Donnerstag (6.12.2012) in Brüssel. In die Studie der Technischen Universität Dresden waren Unfalldaten, Schadstoff- und CO2-Werte sowie Lärmkarten aus anderen wissenschaftlichen Untersuchungen eingeflossen.

 

Autofahrer zum Umdenken bewegen

Die Europäer seien zu oft mit dem Auto unterwegs, sagte Becker. Letztlich müssten alle Steuerzahler einen Teil der Rechnung bezahlen. Zwar bezahlten Autofahrer ihren Wagen und die laufenden Kosten, etwa fürs Tanken. Doch im EU-Schnitt müsse jeder Bürger 750 Euro pro
Jahr  zuschießen.

In den 27 EU-Staaten gibt es laut Studie rund 234 Millionen Autos. Insgesamt kommen so bis zu 373 Milliarden Euro Kosten zusammen, die die Gesellschaft tragen muss. Michael Cramer, Sprecher der Grünen im Verkehrsausschuss des Europaparlaments, wertete das unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten als Katastrophe.

Verkehrs-Professor Becker forderte Preissignale für die Autofahrer, damit sie künftig öfter auf den Wagen verzichten. Langfristig müssten die zusätzlichen Kosten mit einbezogen werden. Dies sei allerdings ein langer Prozess, betonte er. Wenn Preise die wahren Kosten widerspiegelten, gebe es Anreize für mehr Effizienz und vernünftigere Entscheidungen bei der Wahl der Verkehrsmittel. Dabei gehe es nicht darum, den Autofahrern weitere Kosten aufzubürden. "Die Absicht liegt darin, Preissignale zu geben, so dass sich jeder anpasst und hoffentlich keiner diese Preise bezahlen muss", heißt es in der Studie.

Auf die niedrigsten zusätzlichen Kosten für die Gesellschaft pro Auto und Jahr kommen laut der Studie Malta, Litauen, Estland und Zypern mit weniger als 850 Euro. In fünf EU-Ländern, darunter Deutschland, betragen sie demnach mehr als 2.000 Euro.

Kommentare
Bild vergrößern
dpa

Autor:

Kommentare
Anzeige
Kfz-Versicherungsvergleich

Sparen Sie bis zu 500 Euro im Jahr!

Anbieter vergleichen und sparen

Twitter:
Top Artikel
BMW: Becker wird Chef-Lobbyist

Thomas Becker ist ab 1. Dezember 2007 neuer Leiter der Funktion Politik bei der BMW Group. Der 41-Jährige Er zeichnet für die Kommunikation politischer Themen verantwortlich und ist Ansprechpartner für die Politik.


Chef-Wechsel bei Subaru: Becker verlässt Subaru Deutschland

Jens Becker legt seinen Posten als Geschäftsführer von Subaru Deutschland nieder. Becker wird ab 1. Januar Direktor bei der Emil Frey AG.

Jens Becker
Felgen suchen

AEZ-Räder

Suchen Sie die passende Felge
für Ihr Auto

Newsletter
WGV Beitragsrechner Kfz-Versicherung
ANZEIGE

Überzeugend gut, gnadenlos günstig!

Jetzt Auto bei der wgv versichern und mehrere hundert Euro im Jahr sparen!

Aktuelle Ausgabe
Sportauto
Boxengasse 24h-Rennen 2013 : Das Treiben nach dem Abbruch

Das Treiben nach dem Rennabbruch geht weiter - zwar nicht auf der Strecke sondern in den Boxen. Wir zeigen die aktiven Boxencrews.

Das Treiben nach dem Abbruch
Motor Klassik
Volvo 740 Kombi im Fahrbericht: Kombi für eine bessere Welt

Ein Volvo Kombi steht für Individualismus jenseits eitler Moden. Ein Auto wie ein Werkzeug: zweckmäßig, langlebig und sicher.

Kombi für eine bessere Welt
4WheelFun
Jeep Grand Cherokee FL 2013 : Indianer auf dem Kriegspfad

Mit dem Facelift-Grand Cherokee will Jeep ganz nach oben. Die erste Testfahrt mit dem neuen Modell zeigt: das könnte klappen.

Indianer auf dem Kriegspfad
Alle Autos von A-Z
  • Loading...
  • Loading...